Wirren der Weltpolitik im Spiegel der Presse


Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 14. Juni 2018


  • Pressespiegel: Irrungen und Wirrungen der Weltpolitik –
    So reagieren die Börsen





Irrungen und Wirrungen der Weltpolitik – So reagieren die Börsen


von Martina Bisdorf
 (Chefredakteurin BÖRSEN-SPIEGELdaily)

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow



Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„der jüngste G7-Gipfel mit dem finalen ,Trump–Tweet‘ als krönenden Abschluss zeigte einmal mehr, dass wir uns derzeit mehr um Wirtschaft und Unternehmen kümmern sollten als um die große Weltpolitik. Die Börse selbst tut dies schon längere Zeit und reagiert immer weniger auf die Irrungen und Wirrungen, mit denen uns vor allem US-Präsident Donald Trump Woche für Woche aufs Neue überrascht.“ Mit diesem Zitat meines Kollegen Jürgen Schmitt will ich den heutigen Pressespiegel einleiten.

Politische Weltbühne hält die Börsen in Atem

Denn bedingt durch die politischen Bühnen, sowohl weltweit als auch im Inland, kamen auch die Börsen hier und da ins Schwanken. Ob die Börsenweisheit „Politische Börsen haben kurze Beine“ tatsächlich Gültigkeit hat, dieser Frage sind im Wochenverlauf alle einschlägigen Börsenmedien nachgegangen. Da gab es den geplatzten G7-Gipfel, den vermeintlichen Triumphzug Donald Trumps in Nordkorea, die Alleingänge unserer Kanzlerin in Sachen Asylpolitik und und und…

Inwieweit das nun Auswirkungen für Sie als Anleger hat, bzw. wie nachhaltig diese sich an den Aktienmärkten niederschlagen werden, dazu habe ich Ihnen drei aussagekräftige Artikel zusammengestellt. Hier wird die derzeit unruhige Weltpolitik ebenso beleuchtet wie die Lage der Konjunktur, die Irrungen und Wirrungen der Notenbankpolitik und die steigende Anzahl an IPOs. Denn derzeit streben auffallend viele Jungunternehmen an die Börse. So schlecht kann es also gar nicht stehen, oder?

Lesen Sie, was die Experten meinen und machen Sie sich dann – wie immer – Ihr eigenes Bild.

Das meinen die Experten:

EURO am Sonntag
Vom 11. Juni 2018


Globale Wirtschaft wächst weiter
„Trotz der unruhigen Zeiten in der Weltpolitik sieht es mit dem globalen Wirtschaftswachstum gar nicht so übel aus. Laut Weltbank dürfte das globale Konjunkturplus 2018 bei 3,1% liegen. Getragen wird das Wachstum stark von den USA. Doch wann könnte der größten Volkswirtschaft denn die nächste Rezession drohen und den Rest der Welt mit nach unten ziehen? Laut Christopher Gannatti, Research-Chef Europa beim ETF-Anbieter Wisdom Tree, deuten aktuelle Zinsindikatoren auf die Möglichkeit eines Konjunktureinbruchs in den USA für 2020 hin. Ein verlässlicheres Rezessionssignal aus früheren Abschwungphasen ist für Gannatti die Differenz zwischen langen und kurzen Zinsen - die sogenannte Zinskurve. Liegen die zehnjährigen Renditen der US-Staatsanleihen deutlich unter den zweijährigen, ist das in der Regel ein schlechtes Signal. Noch ist es zwar nicht so weit, aber Gannatti erwartet, dass die Kurve bis Ende 2018 invertiert: ,Eine Rezession in den USA wäre dann frühstens 2020 zu erwarten.‘ Die europäische Nachhaltigkeitswoche war ein guter Anlass, öffentlich zu machen, inwieweit institutionelle Anleger in Deutschland bereits Nachhaltigkeitskriterien bei der Kapitalanlage berücksichtigen. Wenig überraschend: Ökonomische Aspekte stehen dabei im Vordergrund.“


Platow-Börse
Vom 11. Juni 2018


Und ewig lockt der Kapitalmarkt – Börsengänge en vogue
„Nach fünf Monaten haben bereits zehn Unternehmen das gute Umfeld für einen Börsengang (IPO) genutzt, weitere werden folgen. Zum Vergleich: 2017 waren es insgesamt gerade einmal 14 Neulinge. Zwar haben sich die Branchenschwerpunkte von Industrieunternehmen zu Software und Pharma/Gesundheit verschoben, weiterhin suchen aber u.a. viele Immobilienkonzerne den Weg zur Börse. Wer als Anleger auf schiere Größe aus ist, für den waren in diesem Jahr mit Siemens Healthineers und DWS schon zwei Milliardenbrocken dabei. Dass Größe allein kein Garant für Kursgewinne ist, zeigen die beiden Neulinge exemplarisch: Während die Siemens-Tochter seit Handelsbeginn 26% zulegte, verlor der Deutsche Bank-Sprössling 14%. Lohnt es sich also, Neuemissionen zu zeichnen? Natürlich muss jeder Fall für sich betrachtet werden, für die Summe der Neuzugänge 2018 lässt sich die Frage allerdings bejahen. Mit den zehn Neulingen haben Anleger im Schnitt bis heute einen Zeichnungsgewinn von 5,2% erzielt. Das ist mehr als bei DAX (-1,5%) und MDAX (+1,6%). Und auch für die Unternehmen lohnt sich der Gang aufs Parkett, weitere Kursgewinne locken: Nach einer Studie des Deutschen Aktieninstituts sind die Börsen-Frischlinge mit dem Kapital der Anleger gut ausgestattet für eine zukünftige Geschäftsausweitung. Mehr als die Hälfte der Mittelständler steigerte den Umsatz nach dem Börsengang um mehr als 50%.“


Der Aktionär
Vom 12. Juni 2018


Angst lähmt Börse
„Der DAX durchläuft aktuell eine Schwächeperiode. Schuld daran: die Angst vor einer Neuauflage der Eurokrise nach der Wahl in Italien und die Zuspitzung im Handelsstreit, wobei Letzterer klar das größere Gewicht besitzt. Der Verkaufsdruck an den Märkten hält sich jedoch in Grenzen. Eine Eskalation scheint Stand heute niemand am Markt zu fürchten. Immerhin. Schlagzeilen wie ,Trump gegen den Rest der Welt‘ kann man mehr oder weniger täglich lesen, nachdem der US-Präsident einem seiner Wahlversprechen wiederholt Taten folgen lässt und Stahl und Aluminium aus dem Ausland mit höheren Zöllen belegt. Was bei Politikern in der EU allerdings zu Schnappatmung führt und bei selbigen sowie in den Medien in Hasstiraden auf den US-Präsidenten mündet. Der hat aber nicht - wie vielfach fälschlich interpretiert wird - der Welt oder speziell gar Kanada, Mexiko oder Europa den Handelskrieg erklärt, sondern insbesondere China als weltweit größtem Stahl- und Aluminiumproduzenten. China subventioniert den Industriezweig massiv staatlich und überflutet die Welt mit Billigstahl. (…) Der Zugang ausländischer Investoren zum chinesischen Markt ist ein weiterer Ansatzpunkt. Darunter, dass Investitionen in China nur mit Eigentumsbeschränkung von maximal 49% möglich sind, leiden auch BMW, Daimler, VW und Co. Dass sich Trump nicht an geltende Regeln hält, ist eine Sache, eine andere ist, dass auch neue Regeln möglich sind, die für alle besser sind. Statt mit Gegenzöllen zu reagieren, sollten die EU-Bürokraten (und auch China) über neue Regeln mit geringeren Zöllen nachdenken, was uns Verbrauchern günstigere Preise bescheren würde. Allerdings muss die EU dann auch ein geringeres Haushaltsaufkommen akzeptieren. Denn die Zolleinnahmen gehen direkt in den EU-Haushalt. Vielleicht liegt darin die Renitenz von Juncker und Co begründet.“

Mit diesen Eindrücken wünsche ich Ihnen einen schönen Tag und erfolgreiche Investments.


Herzliche Grüße

Ihre
Martina Bisdorf
(Chefredakteurin BÖRSEN-SPIEGELdaily)

PS: Seien Sie morgen gespannt auf unser Wochenendangebot, das wir Ihnen hier an dieser Stelle unterbreiten werden.




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