Montag, 12. März 2018
Spektakulärer Versorger-Deal - Innogy vor dem Aus?

Der spektakuläre Deal zwischen den Versorgen E.ON und RWE zulasten von Innogy wird deutsche Anleger am heutigen Montag beschäftigen. Die beiden DAX-Schwergewichte haben sich am Freitag auf ein umfangreiches Tauschgeschäft geeinigt. So übernimmt E.ON von RWE das Aktienpaket von 76,8%, das die Essener noch an der Grünstrom-Tochter Innogy halten. E.ON will sich nach eigenen Angaben nach der Transaktion auf das Netzgeschäft mit Strom und den Vertrieb fokussieren, die Erneuerbaren Energien sollen unter dem Dach von RWE gebündelt werden.

Im Zuge einer Kapitalerhöhung im Volumen von 20% gewährt E.ON seinem größten Konkurrenten eine Beteiligung von 16,7%. Die restlichen Innogy-Aktionäre bekommen von E.ON eine Offerte über 40 Euro je Aktie. Dies beinhaltet die Dividenden für 2017 und 2018. Damit könnte die Transaktion ein Volumen von gut 20 Mrd. Euro erreichen. Der Vollzug des Deals würde das Ende für Innogy an der Frankfurter Börse bedeuten. Das kurze Gastspiel auf dem Parkett würde aufhören, bevor es richtig begonnen hat. Im April 2016 hatte RWE – damals noch unter Chef Peter Terium – die Sparten Erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb abgespalten. Anfang Oktober 2016 war Innogy mit einem Volumen von 5 Mrd. Euro an die Börse gegangen. Es war der größte Börsengang in Deutschland seit damals fast 16 Jahren.


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