Börsenspiegel
Donnerstag, 28. Februar 2013
Deutsche Telekom wegen USA-Geschäft mit Milliardenverlust

Die Schwierigkeiten in den USA haben der Deutschen Telekom ein Milliardenminus beschert: Das Jahr 2012 wurde mit einem Verlust von 5,3 Mrd. Euro beendet, so das Unternehmen heute Morgen in Bonn. Der Fehlbetrag gehe aber „praktisch ausschließlich auf die seit dem dritten Quartal 2012 bekannte Wertminderung in den USA von netto 7,4 Mrd. Euro zurück“. Die Tochter der Telekom in den USA, T-Mobile USA, wird nicht mehr so hoch bewertet wie beim Einstieg des Konzerns in das Geschäft.
 
Das Unternehmen suchte seit Jahren nach einer Lösung für das chronisch verlustreiche US-Mobilfunkgeschäft, in das die Bonner im Jahr 2000 eingestiegen waren. Der Verkauf von T-Mobile USA an den Wettbewerber AT&T scheiterte am Widerstand der US-Wettbewerbshüter. Im Oktober gab die Telekom den Zusammenschluss von T-Mobile in den Vereinigten Staaten mit dem kleinerer Mobilfunkanbieter MetroPCS bekannt.
 
Der Milliardenfehlbetrag sei „nicht das, was er im Namen trägt“, erklärte Konzernchef René Obermann. Der Telekom fehlten keine Mittel, um die Entwicklung des Konzerns voranzutreiben, versicherte er. Die Telekom wolle die Investitionen „noch einmal massiv ausweiten, auf nahezu 30 Mrd. Euro für die Jahre 2013 bis 2015“.
 
Ohne den Sondereinfluss durch die Abschreibungen auf das US-Geschäft verdiente die Telekom im vergangenen Jahr 2,53 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 11,3%. Den Konzernumsatz konnte die Deutsche Telekom mit 58,2 Mrd. Euro nahezu stabil halten.


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