Mittwoch, 20. Februar 2013
Lufthansa streicht Dividende, Dürr will 90% mehr ausschütten

Die Lufthansa setzt trotz eines Milliardengewinns den Rotstift an. Der Vorstand will mehrere Standorte schließen und die Aktionäre sollen auf eine Dividende verzichten. Zugleich will die Lufthansa-Spitze um Vorstandschef Christoph Franz mehr als 100 neue Flugzeuge bestellen, wie Europas größte Fluggesellschaft überraschend am Dienstagabend mitteilte. Die Aktie zählt heute im frühen Handel mit einem Minus von 5,5% zu den großen Verlierern.

Der Anlagen- und Maschinenbauer Dürr hingegen will nach dem jüngsten Rekordjahr nicht nur die Dividendenausschüttung markant erhöhen, sondern gibt auch für das neue Geschäftsjahr wieder Bestmarken aus. „Auch 2013 wird ein ordentliches Jahr werden“, stellte der Vorstandschef Ralf Dieter am Dienstag bei der Vorlage der vorläufigen Bilanz für das zurückliegende Jahr in Stuttgart in Aussicht. Mit dem um 8% auf gut 2,3 Mrd. Euro gewachsenen Auftragsbestand ist der für seine Lackier- und Montage-Anlagen bekannte Konzern rechnerisch bereits jetzt bis ins Jahr 2014 hinein ausgelastet. 2012 kletterte der Umsatz um ein Viertel auf den Rekordwert von knapp 2,4 Mrd. Euro, vor Steuern und Zinsen verdiente Dürr mit 176,9 Mio. Euro so viel wie nie zuvor und zwei Drittel mehr als im Vorjahr. Nach Steuern verblieben mit 111 Mio. Euro satte 73% mehr in der Kasse. Daher will der vom früheren Deutsche Bahn-Chef Heinz Dürr kontrollierte Konzern die Dividende von 1,20 Euro auf 2,25 Euro je Aktie erhöhen.


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