Montag, 18. Februar 2013
Insiderhandel bei Kauf von Heinz Ketchup vermutet

Es war ganz klar eine der großen Nachrichten der abgelaufenen Börsenwoche: Der gerne als die „freundlichste Heuschrecke der Welt“ bezeichnete Starinvestor Warren Buffett kauft gemeinsam mit dem Finanzinvestor 3G Capital für 28 Mrd. Dollar den traditionsreichen amerikanischen Ketchuphersteller Heinz. Es soll sich damit um eine der größten Übernahmen in der Lebensmittel-Branche überhaupt handeln. Nun aber bekommt dieser „Mega-Deal“ einen äußerst bitteren Beigeschmack.

Wie die dpa heute meldet, vermute die Börsenaufsicht SEC verbotenen Insiderhandel und habe am Freitag per Eilbeschluss von einem Gericht das Vermögen in einem Depot einfrieren lassen, über das die verdächtigen Geschäfte gelaufen seien. Wer die Besitzer des Depots sind, ist allerdings vollkommen unklar. Die SEC hegt den Verdacht, dass die Besitzer des Kontos durch einen Tipp Wind von der anstehenden Übernahme durch Warren Buffett und den Finanzinvestor 3G Capital bekommen hätten. Sie hätten daraufhin am Mittwoch massenhaft sogenannte Optionen gekauft, so die Mutmaßung. Durch diese lässt sich mit einem geringen Einsatz auf ein Kursplus wetten.


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