Freitag, 08. Februar 2013
Verkauf von EADS-Anteil verhindert Gewinnrückgang bei Daimler

Nur der Verkauf der Anteile am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat den Autobauer Daimler 2012 vor einem Gewinnrückgang gerettet. Die Schwaben beziffern den positiven Effekt mit 709 Mio. Euro. Unter dem Strich fuhr der DAX-Konzern 6,5 Mrd. Euro ein – ein Plus von 8%. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gab im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht um 2% auf 8,6 Mrd. Euro nach. Der Umsatz stieg hingegen von 106,5 auf 114,3 Mrd. Euro, was einem Zuwachs von 7% entspricht.

Daimler-Chef Dieter Zetsche zog eine durchwachsene Bilanz: „Das abgelaufene Geschäftsjahr war für Daimler insgesamt ein starkes Jahr mit vielen Erfolgen, aber auch mit erkennbarem Verbesserungspotenzial.“  Die Prognose für 2013 bleibt verhalten. Im zentralen Pkw-Geschäft mit seinen Renditeproblemen erwarten die Schwaben sogar einen weiteren Rückgang. Daimlers Kernmarke Mercedes kommt damit bei der Aufholjagd gegen Audi und BMW aufs Neue absehbar nicht vom Fleck.

Die Aktien von Daimler sind am Donnerstag nach Zahlen mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Vorbörslich hatten die Papiere zunächst noch moderate Verluste verzeichnet. Im frühen Handel verteuerten sie sich um rund 1,60%. Händler sahen die operative Entwicklung im Schlussquartal knapp unter den Erwartungen, den Umsatz und den Nettogewinn aber darüber. Dazu komme der solide Dividendenvorschlag. Mit 2,20 Euro Dividende pro Aktie hält Daimler die Ausschüttung auf Vorjahresniveau.


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