Dienstag, 05. Februar 2013
Börsenneuling Hess gerät immer mehr in Bedrängnis - Töchtern droht Insolvenz

Der Leuchtenhersteller Hess steht mit dem Rücken zur Wand. Die finanzierenden Kreditinstitute hätten die Guthaben vorsorglich eingefroren und die bestehenden Kreditlinien gesperrt, teilte das Unternehmen aus Villingen-Schwenningen laut eines Berichts der Nachrichtenagentur Reuters am Montagabend mit. Einige Tochtergesellschaften hätten deshalb akuten Liquiditätsbedarf. Gegen den seit Oktober 2012 gelisteten Börsenneuling wird seit einigen Wochen wegen des Verdachts der Bilanzfälschung und des Kapitalanlagebetrugs ermittelt.

Die Hess AG ist ein Anbieter im Bereich Außenleuchten und sieht sich hier als international führender Hersteller. Das Angebot reicht von der Lichtgestaltung im öffentlichen Freiraum bis hin zur Innen- und Außenbeleuchtung von Objekten. Hess bietet zudem energieeffiziente Straßenbeleuchtung, optimierte Reflektoren sowie LED-Lichttechniken an. Das Unternehmen hat sich als Partner von Städten und Gemeinden bei der Sanierung/Renovierung von Straßenbeleuchtung positioniert. Es begleitet Architekten, Kommunen und Bauherren von der Planung bis zur Installation der Leuchten und entwickelt auf Anforderung auch Sonderlösungen. Zweites Standbein ist die Fertigung von Stadtmobiliar.

Im Januar 2013 wurde der Verdacht auf Bilanzfälschung publik. In der Folge mussten die beiden Vorstände Christoph Hess und Peter Ziegler gehen. Ihnen wird vorgeworfen, Umsätze in den Bilanzen für 2011 und 2012 geschönt zu haben. Das Unternehmen aus dem Schwarzwald war erst im Oktober an die Börse gegangen und hatte 35,65 Mio. Euro bei Anlegern eingesammelt.


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