Montag, 07. Januar 2013
Irland hat große Ziele: Bis Ende 2013 wieder ohne Finanzhilfen

Es war das erste Land, das unter den EU-Rettungsschirm schlüpfte und dürfte auch das erste sein, welches ihn wieder verlässt. Irland will ab Ende 2013 in vollem Umfang an die Kapitalmärkte zurückkehren und ohne internationale Finanzhilfen auskommen. Aktuellen Medienberichten zufolge bereitet sich das Euro-Land intensiv auf der „Grünen Insel“ auf seinen Ausstieg aus dem EU-Rettungsschirm vor. „Wir erwarten, dass wir den Rettungsschirm, unter dem wir Ende 2010 Zuflucht suchten, fristgerecht verlassen werden“, sagte der irische Außen- und Handelsminister Eamon Gilmore der Wirtschaftswoche. Gleichzeitig betonte er, dass über Irlands kontroverse Körperschaftssteuer in diesem Zusammenhang nicht verhandelt werde. Das Land setzt darauf, dass die EU-Partner dem Land entgegen kommen werden, um den irischen Steuerzahler im Hinblick auf die hohen Kosten der Bankenrettung zu entlasten.

Laut Einschätzung der Analysten der Oberbank werde es Irland gelingen, sich ab Ende 2013 wieder komplett selbst zu finanzieren. Das Schulden geplagte Land erhole sich schneller als erwartet. Das Haushaltsdefizit sei im vergangenen Jahr unter 8% des BIP gefallen. Im Dezember habe das irische Finanzministerium noch 8,2% prognostiziert. Der Hintergrund für die Verbesserung seien höhere Steuereinnahmen im Dezember gewesen. Das Steuerziel sei um 0,7% übertroffen worden.


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