Freitag, 14. Dezember 2012
Deutsche Bank: Fitschen wehrt sich gegen Vorwürfe

Bei einer Razzia hatten am Mittwoch rund 500 Beamte die Geschäftsräume der Deutschen Bank in Frankfurt am Main sowie Wohnungen und Büros in Berlin und Düsseldorf durchsucht. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wird wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung, Geldwäsche und versuchten Strafvereitelung gegen insgesamt 25 Mitarbeiter der Bank ermittelt.

Vier Mitarbeiter wurden am Donnerstag in Untersuchungshaft genommen, ein fünfter Beschuldigter wurde aus gesundheitlichen Gründen für haftunfähig erklärt. Gegen die Mitarbeiter waren Haftbefehle wegen des Verdachts der Geldwäsche beziehungsweise der versuchten Strafvereitelung erlassen worden.
 
Die Ermittler gehen nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung davon aus, dass ihnen Unterlagen vorenthalten wurden. Die Deutsche Bank soll Material vernichtet haben, das für die Aufklärung des Falles nötig gewesen wären, berichtet die Zeitung in ihrer heutigen Freitagsausgabe. Den Ermittlern seien E-Mails zu den mutmaßlich kriminellen Geschäften vorenthalten worden. Aus der Bank und ihrem Umfeld heiße es dagegen, niemand habe manipuliert.

Deutsche Bank-Vorstandsmitglied Jürgen Fitschen hat den Vorwurf der schweren Steuerhinterziehung zurückgewiesen. Er sei „fest davon überzeugt“, dass sich die Vorwürfe als unbegründet erweisen würden, sagte Fitschen der Bild-Zeitung. In seinem mehr als 40-jährigen Berufsleben sei er „den Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns stets treu geblieben“, betonte der Co-Chef. Deshalb fühle er sich ungerecht behandelt und werde sich zur Wehr setzen.
 


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