Dienstag, 11. Dezember 2012
Rekordverlust bei ThyssenKrupp

Hohe Wertberichtigungen bei den neuen Stahlwerken in Amerika haben ThyssenKrupp den höchsten Verlust der Firmengeschichte beschert. Insgesamt musste Deutschlands größter Stahlproduzent am Montagabend für das Geschäftsjahr 2011/2012 einen Jahresfehlbetrag von 5 Mrd. Euro ausweisen. Als Konsequenz aus dem Amerika-Debakel sowie mehreren Korruptions- und Kartellskandalen trennte sich der Konzern von drei seiner sechs Vorstandsmitglieder: Olaf Berlien, Edwin Eichler und Jürgen Claassen.

„Der Aufsichtsrat hat mit den Veränderungen im Vorstand ein klares Zeichen für einen Neuanfang gesetzt“, betonte ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger. Das aus dem Ruder gelaufene Amerika-Projekt und die Korruptions- und Kartellverstöße hätten nicht nur einen immensen finanziellen Schaden verursacht. Der Konzern habe dadurch auch an Vertrauen und Glaubwürdigkeit verloren.
 
Hiesinger bekräftigte die Entschlossenheit des Unternehmens, sich von den verlustreichen Stahlwerken in den USA zu trennen. Sein Ziel sei nun eine „neue Führungskultur, die auf Ehrlichkeit, Transparenz und Leistungsorientierung basiert“, sagte der ThyssenKrupp-Lenker weiter. Wegen der tiefroten Zahlen will der Konzern auf die Ausschüttung einer Dividende verzichten.


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