Montag, 03. Dezember 2012
Metro reduziert Schuldenberg durch Milliardendeal

Deutschlands größter Handelskonzern Metro verkauft das Osteuropa-Geschäft seiner Supermarkt-Tochter Real. Probleme bereiten dem Konzern dabei allerdings weniger die Auslandsfilialen, als das ertragsschwache Deutschland-Geschäft. An den 312 Filialen in der Bundesrepublik will der Handelsriese aber trotz aller Probleme festhalten. Hier wollen die Düsseldorfer einen weiteren Anlauf nehmen, um das Ruder herumzureißen. Konzernchef Olaf Koch erklärte am Freitag, dass er überzeugt vom Potenzial des Geschäfts innerhalb Deutschlands sei und er derzeit einen Maßnahmenplan schneidere, um die Ertragskraft der Tochter nachhaltig zu steigern. „Wir arbeiten an einer Strategie, Real auf ein neues Niveau zu stellen. Meine Überzeugung ist absolut klar, dass man aus dem Geschäft mehr machen kann. Wir werden es aber grundsätzlich anders machen müssen als bisher.“

Der Verkauf von insgesamt 91 Real-SB-Warenhäusern in Polen, Russland, Rumänien und der Ukraine an den französischen Rivalen Auchan sei „ein Meilenstein bei der Umgestaltung des Konzerns“, betonte der Metro-Chef. Bemühungen, die Warenhaussparte Kaufhof oder Real als Ganzes zu verkaufen, waren zuvor gescheitert. Durch den Kaufpreis von 1,1 Mrd. Euro kann der kürzlich aus dem DAX abgestiegene Konzern seinen Schuldenberg von mehr als 13 Mrd. Euro deutlich reduzieren. Gleichzeitig gewinnt das Unternehmen mehr Spielraum für die Expansionspläne seiner Großhandelsmärkte und der Elektronikmärkte Media-Saturn.
 


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