Donnerstag, 29. November 2012
Siemens kündigt weitere Einschnitte an

Vorstandschef Peter Löscher hatte bei der Bilanz-Pressekonferenz angekündigt, dass Siemens bis 2014 6 Mrd. Euro einsparen und die operative Rendite auf 12% trimmen wolle. Damit das gelingt, krempelt der Konzernlenker den Technologiekonzern erst einmal komplett um. Während sich Siemens von weiteren weniger rentablen Geschäften trennt, kauft das Unternehmen in der kriselnden Bahntechniksparte zu: Für etwa 2,2 Mrd. Euro wird der Konzern die britische Bahnautomatisierungssparte Invensys Rail kaufen. Das britische Eisenbahntechnik-Unternehmen bietet softwarebasierte Signal- und Leittechnik für den Schienenverkehr an und setzt im Jahr etwa 800 Mio. Britische Pfund um. Mit dem Zukauf von Invensys will Siemens sein krisengeschütteltes Zuggeschäft stärken.

Zugleich setzt Löscher den Ausverkauf von ungeliebten Bereichen fort. Nach dem Solargeschäft und der Wassertechnik soll nun auch der Unternehmensteil Gepäckabfertigung, Brief- und Paketsortierung veräußert werden, wie Siemens am gestrigen Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung in München erklärte. 3.600 Mitarbeiter arbeiten in diesem Bereich. Außerdem segnete der Aufsichtsrat die schon länger geplante Abspaltung der Leuchtmitteltochter Osram ab.

„Wir steigen aus einem Nicht-Kerngeschäft mit begrenztem Synergiepotenzial aus und stärken zugleich ein robustes und ertragsstarkes Geschäft, indem wir zwei Organisationen mit ähnlicher Unternehmenskultur und attraktivem Synergiepotenzial zusammenführen“, sagte der Vorstandschef von Siemens Infrastructure & Cities, Roland Busch.


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