Freitag, 23. November 2012
EU-Kommission genehmigt Fusion von Glencore und Xstrata

In Zukunft werden sich wohl immer mehr Rohstoffkonzerne zusammenschließen. Den Anfang machen die zwei Schweizer Unternehmen Glencore und Xstrata. Am gestrigen Donnerstag hat die EU-Kommission die geplante milliardenschwere Übernahme des schweizerisch-britischen Bergbaukonzerns Xstrata durch den Rohstoffhändler Glencore genehmigt. Allerdings war diese Zustimmung an eine Auflage gebunden: Glencore müsse seine Zusammenarbeit in Europa mit dem weltweit größten Zinkhersteller, Nyrstar (Belgien), beenden. Der Konzern sicherte zu, seine Geschäftsbeziehungen zu Nyrstar aufzugeben und sich zudem vom 7,8-prozentigen Anteil an dem schweizerisch-belgischen Unternehmen zu trennen. Die Zugeständnisse sollen den Wettbewerb auf dem europäischen Zinkmarkt sichern.

Mit dem neuen Unternehmen „Glencore Xstrata plc“ würde der weltweit viertgrößte Rohstoffgigant entstehen und zudem der weltweit erste Rohstoffkonzern, bei dem die gesamte Wertschöpfungskette vom Abbau über den Handel bis zur Lagerung und dem Transport unter einem Firmendach konzentriert ist. Das erhöht natürlich den Druck auf den gesamten Rohstoffsektor. Unter der Rohstoff-Rangliste platzieren sich BHP Billiton, Vale und Rio Tinto auf den Plätzen eins bis drei. Die fusionierte Gesellschaft aus Glencore und Xstrata wäre den Rohstoff-Giganten mit einem vierten Platz also dicht auf den Fersen.

Die Aktionäre beider Konzerne hatten bereits am Dienstag der Großfusion zugestimmt. Nun stehen noch die Genehmigungen von Behörden in China und Südafrika aus. Glencore will das Geschäft noch in diesem Jahr perfekt machen.


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