Mittwoch, 14. November 2012
Energiekonzern E.ON dämpft Erwartungen für 2013

Die Aktie von E.ON ist seit Handelsstart am Dienstag um mehr als 14% gefallen. Diese heftige Kursreaktion ist darauf zurückzuführen, dass der größte deutsche Energieversorger zwar solide Quartalszahlen vorlegen konnte, gleichzeitig aber seine Prognosen für 2013 und 2015 kassierte. Dem DAX-Schwergewicht machen die gefallenen Großhandelspreise für Strom und eine schwache Nachfrage in Südeuropa immer mehr zu schaffen.

Von Januar bis Ende September sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 35% auf 8,82 Mrd. Euro gestiegen, teilte der Versorger mit. Der nachhaltige Überschuss sei sogar um 155% auf 4,035 Mrd. Euro nach oben geschossen. Analysten hatten mit einem EBITDA von 8,474 Mrd. Euro gerechnet und den nachhaltigen Überschuss auf 3,788 Mrd. Euro taxiert. Diese Kennzahlen konnten die Düsseldorfer also deutlich toppen. Auch die Prognose für das Gesamtjahr 2012 wurde nach diesen starken Zahlen bekräftigt. Allerdings machte der Versorger ein dickes Fragezeichen hinter den Ausblick für 2013, in dem Vorstandschef Johannes Teyssen unter anderem ein EBITDA von 11,6 bis 12,3 Mrd. Euro und eine Dividende von mindestens 1,10 Euro je Aktie in Aussicht gestellt hatte. Dies erscheine nicht mehr erreichbar. Den Ausblick für 2015 überprüft der Konzern ebenfalls.


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