Montag, 12. November 2012
Chinas Wachstum stabilisiert sich langsam wieder

Viele europäische Konzerne leiden derzeit unter dem rückläufigen Wirtschaftswachstum in China. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, die in den vergangenen Jahren meist mit zweistelligen Zuwachsraten geglänzt hatte, trat im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Bremse.

Dennoch meldete die Volksrepublik mit 10,3% im Jahr 2010 und 9,2% im Jahr 2011 nach wie vor beeindruckende jährliche Wachstumsraten. Doch in 2012 wurde der Wachstumsrückgang dann doch deutlicher spürbar. Im März gab die chinesische Regierung ein Wachstumsziel von 7,5% für das laufende Jahr vor. Es war das erste Mal seit acht Jahren, dass weniger als 8% angepeilt worden waren. Doch zuletzt hatte es sogar Befürchtungen gegeben, dass selbst diese Rate nicht gehalten werden kann. Die Befürchtung konnte China dieser Tage erfolgreich zerstreuen. China bestätigte seine Prognose von 7,5% Wachstum für 2012. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gebe es zunehmend „Zeichen der Stabilisierung“, sagte der Vorsitzende der mächtigen Reform- und Entwicklungskommission (NDRC), Zhang Ping, am Samstag auf einer Pressekonferenz am Rande des Parteitages der chinesischen Kommunisten in Peking. Im dritten Quartal dieses Jahres war das Wachstum mit 7,4% auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2009 nach Ausbruch der globalen Finanzkrise gefallen.

Trotz einer leichten Erholung der Exporte im Oktober wird China seine Außenhandelsziele für dieses Jahr aber nicht erreichen. Auch die Aussichten für die nächsten Monate seien „vergleichsweise düster“, sagte Handelsminister Chen Deming. Die Exporte stiegen im Oktober etwas stärker als erwartet um 11,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat, während die Importe nur schwach mit 2,4% zulegten. Nach weiteren Angaben des Statistikamtes in Peking wuchs der Außenhandel in den ersten zehn Monaten des Jahres nur um 6,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Ziel der Regierung, nach 22,5% Zuwachs im Vorjahr in diesem Jahr zumindest 10% zu erreichen, kann damit nicht mehr erreicht werden.


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