Montag, 08. Oktober 2012
Mitten in der Konsolidierung – ein Solarunternehmen strebt an die Börse

Unglaublich, aber wahr: In den USA wagt ausgerechnet ein Solarunternehmen den Gang an die Börse – und das mitten in einer harten, weltumspannenden Konsolidierungsphase der Branche. Wie ich US-Medienberichten entnehmen konnte, hat der Spezialist für Solaranlagen SolarCity bei der Börsenaufsicht SEC einen IPO-Antrag gestellt. Mit dem Börsengang wolle das Unternehmen rund 200 Mio. Dollar auf dem Kapitalmarkt einsammeln, hieß es. „Hinter SolarCity steckt der Tesla-Gründer Elon Musk, der rund ein Drittel am Spezialisten für Solar-Dachanlagen hält. Im Jahr 2011 hat SolarCity seine Umsätze um 84% auf 59,6 Mio. Dollar erhöht, dabei allerdings einen Verlust von 73,7 Mio. Dollar eingefahren“, weiß Solar-Experte Alfred Maydorn auf dem Online-Portal Der Aktionär zu berichten. Könnten tatsächlich 200 Mio. Dollar eingesammelt werden, dann würde „das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von 1 bis 1,5 Mrd. Dollar kommen. Das wäre mehr als das Neunfache des für 2012 in Aussicht gestellten Umsatzes.“ Eine passable Bewertung, die nach Ansicht von Maydorn jedoch auch einen positiven Aspekt beinhaltet: Die hiesigen führenden Konzerne in diesem Segment SolarWord und Centrosolar müssten dann neu bewertet werden. Das sehen auch die Börsenakteure so. Die Aktie von Centrosolar beispielsweise legt heute zeitweise um gut 8% zu.


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