Dienstag, 02. Oktober 2012
Fed-Chef Ben Bernanke hält Inflationssorgen in den USA für unbegründet

US-Notenbankchef Ben Bernanke hat gestern in einer Rede in Indianapolis die expansive Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) in der aktuellen wirtschaftlichen Lage seines Landes als unumgänglich gerechtfertigt. Gleichzeitig wies er die Sorgen vor ausufernder Inflation entschieden zurück. Die Preisstabilität in den Vereinigten Staaten sei exzellent und es gebe keine Anhaltspunkte, dass sich in den kommenden Jahren etwas daran ändern werde. Die Inflationsrate liege trotz der nun schon seit 2008 andauernden Niedrigzinspolitik in den Vereinigten Staaten stabil bei knapp 2%. Dieser Wert liege klar unter dem von der Fed als kritisch betrachteten Grenzwert.

Die exorbitante Rezession vor wenigen Jahren habe in den USA viele „Arbeitsplätze zerstört, das wirtschaftliche Wachstum gelähmt und zu scharfen Rückgängen bei den Werten für Immobilen und Unternehmen geführt“, erklärte er. Ihm sei bewusst, dass die niedrigen Zinsen für Sparer ein Problem sein könnten. Aber wichtiger sei derzeit, die Konjunktur anzukurbeln. Und selbst wenn die US-Wirtschaft zukünftig wieder Fahrt aufnehmen sollte, sei eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik seiner Ansicht nach für eine „beträchtliche Zeit“ angemessen.


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