Donnerstag, 27. September 2012
Trübe Stimmung auf Europas größter Photovoltaik-Konferenz

In diesen Tagen dreht sich mal wieder alles um die Solarindustrie. Auf der 27. Photovoltaik-Konferenz EU PVSEC trifft sich vom 24. bis 28. September in den Frankfurter Messehallen alles, was in der Solarbranche Rang und Namen hat. Eine Woche lang werden von Managern und Experten Innovationen, vielversprechende Absatzmärkte und die aktuellen Trends in Sachen Solarenergie diskutiert. Noch bis morgen können im Messegelände auf der PV Solar Industry Exhibition die neuesten Module, Zellen sowie Zubehör und Maschinen begutachtet werden.

Für die einstige Vorzeigebranche sieht man angesichts des anhaltenden Preisverfalls noch immer keinen Ausweg aus der Dauer-Krise. „Die Konsolidierung wird weitergehen“, sagte SolarWorld-Chef Frank Asbeck. In den Frankfurter Messehallen spekulieren die Branchenvertreter darüber, welche Firmen womöglich als nächstes vom Markt verschwinden werden. Die Namen Centrotherm und Phoenix Solar fielen dabei des Öfteren. „Centrotherm hatte im Juli ein Schutzschirmverfahren beantragt, kann aber inzwischen dank eines Massekredits sein operatives Geschäft weiterführen. Und bei Phoenix Solar ist das Inlandsgeschäft fast zum Erliegen gekommen. Der Auftragsbestand ist im ersten Halbjahr um 50% eingebrochen“, schreibt boerse.ARD.de zu der aktuellen Lage der beiden Unternehmen. Auch dem Hamburger Solarunternehmen Conergy stehe inzwischen das Wasser bis zum Hals.

Dennoch, Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel: Auch in diesen krisengebeutelten Tagen gibt es Märkte, die gut laufen. Darunter beispielsweise Großbritannien, Indien und China. Große Hoffnungen setzt die Branche auch auf den japanischen Photovoltaik-Markt, der nun langsam aber sicher wieder in Bewegung kommt. Und auch der US-Markt befindet sich auf Wachstumskurs.


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