Mittwoch, 19. September 2012
Lockere Geldpolitik treibt Gold auf Sechs-Monatshoch

Die Politik des „lockeren Geldes“ von Fed, EZB und Bank of Japan treibt den Goldpreis weiter in die Höhe. Gestern kletterte der Kurs für eine Feinunze des gelben Edelmetalls auf 1.779,10 US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit mehr als sechs Monaten. Die Investoren fürchten, dass die massive Liquidität, mit welchen die führenden Notenbanken die Finanzmärkte überschwemmen, langfristig den Geldwert verwässern und für steigende Inflation sorgt. Viele Analysten erwarten deshalb auch in den kommenden Monaten weiteren Auftrieb für das als „sicherer Hafen“ geltende Gold.

Experten der Deutschen Bank beispielsweise gehen laut Bloomberg davon aus, dass der Preis für eine Feinunze Gold innerhalb des ersten Halbjahres 2013 über die Marke von 2.000 steigen wird. Nach Ansicht der Kollegen von Bank of America Corp. (BofA) wird sich das Edelmetall sogar bis auf 2.400 Dollar je Unze verteuern. Die US-Bank sieht dafür einen Zeitrahmen bis Ende 2014. Voraussetzung dafür sei, dass die aktuelle quantitative Lockerung in der Geldpolitik bis dahin anhalte, erklärten die Analysten. Die Fed mit ihrem führenden Kopf Ben Bernanke hatte die Stimmung an den Märkten vergangene Woche steigen lassen als dieser erklärte, dass die Fed künftig monatlich mit Hypotheken unterlegte Schuldenpapiere im Gegenwert von etwa 40 Mrd. Dollar aufkaufen wolle. Zudem soll der Leitzins bis mindestens zum Sommer 2015 bei faktisch null gehalten werden.


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