Donnerstag, 06. September 2012
Schlagabtausch im DAX: Continental und Lanxess rein, MAN und Metro raus

Gestern war es mal wieder soweit: Der Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse entschied über die Neuordnung der Aktienindizes. Diese werden aufgrund von Veränderungen bei Marktkapitalisierung und Börsenumsatz regelmäßig neu zusammengewürfelt. Wie die Deutsche Börse gestern Abend mitteilte, steigen Continental und Lanxess in den Leitindex auf. Sie werden dort die Plätze von MAN und Metro einnehmen, die im Gegenzug das Feld räumen müssen und von nun an im MDAX hausieren werden. MAN galt als Urgestein unter den DAX-Mitgliedern. Seit Einführung des deutschen Leitindex vor knapp 25 Jahren konnte der Fahrzeug und Maschinenbaukonzern ununterbrochen seinen Platz in der obersten Börsen-Liga verteidigen. Auch die Dachgesellschaft mehrerer Großhandels- sowie Einzelhandelsunternehmen Metro war indirekt schon ab 1987 durch die später in dem Handelskonzern aufgegangene Vorgänger-Gesellschaft Kaufhof vertreten. Große Begeisterung herrscht nun bei den beiden Neu- bzw. Wiedereinsteigern. Für den Autozulieferer Continental ist es der zweite Wiederaufstieg in die Top 30 der Aktien. Und auch der Chemiekonzern Lanxess konnte bereits schon einmal „DAX-Luft“ schnuppern. Als Abspaltung von Bayer im Januar 2005 waren die Leverkusener für einen Tag Mitglied im wichtigsten deutschen Aktienindex.

P.S.: Heute kommt es zum Showdown für EZB-Chef Mario Draghi. Er wird beweisen müssen, ob er seinen vollmundigen Versprechungen Taten folgen lassen kann. Nach Informationen aus Notenbankkreisen ist die Zentralbank offenbar bereit, künftig auch Verluste auf von ihr gehaltene Staatsanleihen zu akzeptieren, also keine Obergrenze für die Renditen festzulegen. Das sagten zwei hochrangige Notenbanker der Nachrichtenagentur Reuters am gestrigen Mittwoch. Sollte diese Option vom EZB-Rat heute so beschlossen werden, würde eine noch stärkere Lockerung der Geldpolitik möglich sein.


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