Dienstag, 04. September 2012
EZB-Chef Draghi macht große Versprechungen
EZB-Chef Mario Draghi hat in seinen jüngsten Aussagen versprochen, die Schuldenkrise bald beenden zu wollen und hierfür auch – wenn nötig – unpopuläre Maßnahmen zum Zuge kommen zu lassen. Dies könnte nun bedeuten, dass die Europäische Zentralbank unlimitiert Staatsanleihen von Krisen-Staaten aufkauft. Finanzminister Wolfgang Schäuble warnt im gleichen Atemzug davor, „die Erwartungen an die EZB nicht zu hoch zu schrauben“. „Staatsschulden dürfen nicht durch Geldpolitik finanziert werden“, betonte Schäuble. Und unsere Bundeskanzlerin? Nach der Sarkozy-Niederlage verfügt Angela Merkel kaum noch über einen politischen Rückhalt in der Euro-Zone. Alle Weichen für eine Staatsfinanzierung auf Pump sind also bereits gestellt. Die Wahrheit, wohin uns das Gleis führen wird, werden wir sicherlich nicht in den kommenden Wochen und Monaten präsentiert bekommen. Diese dürften wir erst dann erleben, wenn die Konsolidierungs-Bemühungen in den Krisen-Staaten wieder eingestellt und Verträge erneut gebrochen werden.

Börsen-Spiegel Verlagsgesellschaft mbH
Flemingstrasse 20-22
36041 Fulda
Telefon: +49 (661) 480 499 0
Telefax: +49 (661) 480 499 15
E-Mail: service@boersenspiegel.com
Datenschutz | AGB | Impressum
©2017 Börsen-Spiegel Verlagsgesellschaft mbH