Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 12. Juli 2018



  • Pressespiegel: Zweites Börsenhalbjahr 2018 gestartet – Ein Eldorado für Stock Picker!
  • VIDEO: Daimler, BMW, VW: Die Autoaktien kommen einfach nicht zur Ruhe – Das ist zu tun! 


Pressespiegel: Zweites Börsenhalbjahr 2018 gestartet – Ein Eldorado für Stock Picker! 

VIDEO: Daimler, BMW, VW: Die Autoaktien kommen einfach nicht zur Ruhe – Das ist zu tun!


von Kathrin Dörfeld

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow



Liebe Leserinnen, liebe Leser,

und schon wieder mussten wir Anleger mit ansehen, wie zur Wochenmitte unser deutscher Leitindex DAX einfach mal um über 100 Punkte abgetaucht ist. Im Tief fiel das Börsenbarometer gestern bis auf 12.392 Zähler zurück. Und wer war schuld daran? Sie ahnen es sicher schon – natürlich wieder einmal US-Präsident Donald Trump. Vor allem der Handelskrieg mit China beunruhigt momentan nach wie vor die Märkte. Man muss inzwischen leider von einem „Krieg“ sprechen, denn ein Handelsstreit ist es bei Weitem nicht mehr… 

Bereits seit ein paar Tagen sind nun schon die Schutzzölle der Amerikaner gegenüber den Chinesen wirksam. Es handelt sich dabei um einen Umfang von 34 Mrd. Dollar – 25% an Schutzzöllen möchten die Amerikaner hier erheben. Die Chinesen schlagen aktuell noch mit Gegenmaßnahmen zurück. ABER: Dabei ist es ja bis dato nicht geblieben. Trump tüftelt bereits an einem Folgeplan, worin nun Schutzzölle gegenüber China im Rahmen von 200 Mrd. Dollar, wenn nicht sogar satte 500 Mrd. Dollar(!), im Gespräch sind. Trump wirft China „Cyber-Diebstahl“ vor. Eine Ausweitung der Schutzzoll-Debatte in dieser Größenordnung wäre ein Schock für die Märkte. 
  

So viel politische Unruhe wie selten zuvor

Ein stark politisch geprägtes erstes, sehr volatiles Börsenhalbjahr 2018 ist rum. Die letzten Monate waren mit so viel „politischer Unruhe“ gefüllt wie selten zuvor. Eigentlich ist es fast schon ein Wunder, dass die Aktienmärkte so moderat „davongekommen“ sind.

Auch in die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres sind wir unruhig gestartet. Gute Unternehmenszahlen der in dieser Woche frisch angelaufenen Berichtssaison können in einem derart politisch negativ geprägten Börsenumfeld schnell untergehen. Fast möchte man meinen, was nützen Erholungsversuche von DAX und Co., wenn Donald Trump sowieso immer wieder in die Märkte reingrätscht?  

Werfen wir heute zusammen mit erfahrenen Börsenexperten der Redaktionen von Geldbrief, Zürcher Finanzbrief und der Platow-Börse einen Blick darauf, was uns in den kommenden sechs Monaten bevorsteht und welche Richtung die Indizes einschlagen werden. 

Geldbrief: Ein wahres Eldorado für Stock Picker
Vom 10. Juli 2018

„Fehlstart in das zweite Börsenhalbjahr – der Handelskonflikt der USA mit dem Rest der Welt spitzt sich zu; auch die politische Krise in Deutschland (größtes Land in der Europäischen Union) hat ihre Spuren an den Aktienmärkten hinterlassen. Die schwelende Unsicherheit bezüglich der Strafzölle drückt mittlerweile auf die Stimmung der Wirtschaftsbosse und beeinflusst so über die Psychologie die Konjunkturentwicklung. Hinzu kommt die Migrationskrise in Europa mit Grenzschließungen und damit verbundenen Kosten für die Volkswirtschaften. Worüber allerdings noch nicht geredet wird: Die höheren Zölle werden viel Geld in die Staatskassen spülen. Und noch niemand weiß, wie sinnvoll diese Mehreinnahmen genutzt werden. Der Staat ist also ein Profiteur, auch wenn die Wirtschaft leidet. Was heißt das alles für uns Anleger? Sommerloch? Oder kommt die Sommerrally doch noch? Das kann nicht seriös prognostiziert werden. Langfristig, das wissen wir aus Erfahrung, haben Aktien als Sachwerte die Tendenz zu steigen. Aber kurzfristig können wir bei dieser komplexen Gemengelage aus Fakten und Psychologie nur eine Fortsetzung der Strategie empfehlen, antizyklisch abgestrafte Qualitätsaktien (‚gefallene Engel‘) zu erwerben. Mittelfristig haben diese Titel enormes Aufwärtspotenzial, wenn sich die Lage an den Börsen wieder etwas entspannt hat. Das könnte nach den Wahlen in den USA (‚midterm elections‘) im November durchaus der Fall sein. Dann dürfte auch klar sein, dass die US-Notenbank aufgrund der Dollarstärke die Zinsen eben nicht so stark anhebt wie ursprünglich von den Volkswirten befürchtet. Fazit: Aktuell ist der Aktienmarkt ein wahres Eldorado für Stock Picker! Aber wir müssen damit rechnen, dass nicht jede Empfehlung kurzfristig aufgeht.“

Zürcher Finanzbrief: Die Konsolidierung verläuft fast ideal
Vom 10. Juli 2018

„Bis jetzt gab es keinen Unfall à la Lehman oder LTCM (1998), sondern eine breit angelegte Rückführung über Trader-Börsenkurse zu einer angemessenen Normalisierung der Bewertungen. Diese Diagnose dürfte auf den ersten Blick überraschen, jedoch: Die drei größten Indizes bewegen sich seit Anfang Februar in einem Korridor mit einer Abweichung von +4 und -4% um den Mittelwert. Der deutsche DAX etwas mehr, weil er ein Performance-Index ist, also um etwa 5%. Im Prinzip gilt dies auch für den SMI, jedoch ebenfalls mit der Besonderheit der drei großen Titel, die das Bild leicht verzerren. Normalisierung heißt, dass sehr wohl Bewertungen zu reduzieren sind, die insbesondere seit November 2016 im Zuge der sogenannten Trump-Rally weltweit aufgebaut worden sind, wobei die Erwartungen über den Realitäten lagen. Die amerikanischen Bond-Renditen steigen langsam und angemessen. Sie stören deshalb das Bild nicht. Die EZB hat ihren Ausstieg aus der Bond-Praxis angekündigt, worin keine größeren Überraschungen mehr stecken. Aus beiden Märkten resultieren daraus keine Störungen für die Aktienmärkte mehr. Alle Wirtschaftsdaten der Industrieländer verharren in einer engen Bandbreite auf hohem Niveau. Technische Korrekturen gehören dazu, aber es gibt keine Anzeichen für eine nachhaltige Wende. Die Anpassung der Börsenkurse an diesen Sachverhalt enthielt ein Risiko von gerundet 20%, was inzwischen weitgehend erledigt ist. Die Restrisiken sind beherrschbar.“ 

Platow-Börse: Ausreißer – Keine Vorboten 
Vom 09. Juli 2018

„Die Berichtssaison der Unternehmen geht los. In den USA machen die Banken mit den Zahlen für April bis Juni den Anfang. Aber auch in Deutschland legen z. B. Gerresheimer und Südzucker frische Quartalsbilanzen vor. Anleger bekommen damit erste Antworten auf eine zuletzt immer sorgenvoller gestellte Frage: Leiden Deutschlands Exportweltmeister bereits unter der Drohung möglicher Handelsbeschränkungen? Vorab gesendete Signale verhießen bislang nichts Gutes. Einige Unternehmen wie z. B. Carl Zeiss Meditec haben ihre Erwartungen nach oben geschraubt; für Schlagzeilen sorgten aber eher die Gewinnwarnungen von Deutsche Post, Daimler, Osram Licht, Hapag Lloyd und Fielmann. Doch es gibt gute Gründe, diese Fälle als Ausreißer anzusehen, nicht als Vorboten eines allgemeinen Schreckensszenarios. Denn es ist noch gar nicht sicher, ob Donald Trump tatsächlich einen weltweiten Handelskrieg auslösen wird: Die US-Notenbank Fed, wichtige Wirtschaftsberater und die betroffenen Unternehmen arbeiten im Hintergrund intensiv daran, dem mächtigen Mann im Weißen Haus die negativen Folgen eines solchen Handelskrieges zu verdeutlichen. Zweitens sind die Rahmenbedingungen für Deutschlands Exporteure angesichts eines (ggü. Q1) schwächeren Euro und voller Auftragsbücher weiter günstig. Nach unserer Berechnung sind die Gewinne der deutschen DAX-Unternehmen im Q2 wie schon im Q1 auf Jahressicht um durchschnittlich 9% gestiegen; vor Monatsfrist war für das Q2 allerding noch ein Plus von fast 11% zu erwarten. Dennoch haben sich die Konzerne zum Halbjahr ein kleines Polster geschaffen, um auch bei einem schwächeren 2. Halbjahr die von uns erwartete Steigerung von 8% für 2018 noch hinzubekommen. Es gibt also keinen Anlass, Panik zu verbreiten!“

Herzliche Grüße

Ihre

Kathrin Dörfeld
(Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL)





VIDEO: Daimler, BMW, VW: Die Autoaktien kommen einfach nicht zur Ruhe – Das ist zu tun!

US-Präsident Donald Trump holt zu einem neuen Rundumschlag aus. Er droht den Chinesen damit, ab September weitere Waren im deutlich höheren Umfang von mindestens 200 Mrd. Dollar mit Strafzöllen zu belegen, wenn China nicht endlich auf die Forderungen der USA eingeht, mehr Waren aus den USA zu importieren, um das gewaltige Handelsbilanzdefizit abzubauen. China droht aber erneut mit Gegenmaßnahmen, was vor allem die Autoaktien in dieser Woche einmal mehr unter Druck bringt. Was zu tun ist, erfahren Sie von Börsenexperte Jürgen Schmitt in seinem aktuellen Video auf aktienlust.tv.







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