Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 10. Juli 2018


  • Neue Berichtssaison bringt neue Anhaltspunkte

  • Mick Knauff live vom Parkett: Endlich wieder Quartalsberichtssaison!





Neue Berichtssaison bringt neue Anhaltspunkte


von Martina Bisdorf
 (Chefredakteurin BÖRSEN-SPIEGELdaily)

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow



Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie Sie gestern unseren „Terminen der Woche“ entnehmen konnten, läuft in dieser Woche langsam die neue Berichtssaison an. In den USA machen neben PepsiCo die Banken mit den Zahlen für April bis Juni den Anfang. Hier öffnen am Freitag JP Morgan Chase, Wells Fargo und Citigroup ihre Bücher. Aber auch in Deutschland legen u.a. Südzucker und Gerresheimer am Donnerstag die Bilanzen für das zweite Quartal offen.

Damit bekommen Investoren erste Antworten auf die zuletzt immer sorgenvoller gestellte Frage, die wir auch in unseren Redaktionssprechstunden oft zu hören bekommen: Leiden Deutschlands Exportweltmeister bereits unter der Drohung möglicher Handelsbeschränkungen? Vorab gesendete Signale verhießen bislang wenig Gutes. Einige Unternehmen wie etwa Carl Zeiss Meditec haben ihre Erwartungen nach oben geschraubt. Für Schlagzeilen sorgten aber eher die Gewinnwarnungen von Deutsche Post, Daimler, Osram, Hapag Lloyd und Fielmann.


Wie stark leiden deutsche Exporteure?

Dazu äußert sich die Redaktion der Platow-Börse wie folgt: „Es gibt gute Gründe, diese Fälle (Anm. d. Red.: oben genannte Unternehmen) als Ausreißer anzusehen, nicht als Vorboten eines allgemeinen Schreckensszenarios. Denn es ist noch gar nicht sicher, ob Donald Trump tatsächlich einen weltweiten Handelskrieg auslösen wird: Die US-Notenbank Fed, wichtige Wirtschaftsberater und die betroffenen Unternehmen arbeiten im Hintergrund intensiv daran, dem mächtigen Mann im Weißen Haus die negativen Folgen eines solchen Handelskrieges zu verdeutlichen. Zweitens sind die Rahmenbedingungen für Deutschlands Exporteure angesichts eines schwächeren Euro und voller Auftragsbücher weiter günstig.

Nach unserer Berechnung sind die Gewinne der deutschen DAX-Unternehmen im Q2 wie schon im Q1 auf Jahressicht um durchschnittlich 9% gestiegen; vor Monatsfrist war für das Q2 allerding noch ein Plus von fast 11% zu erwarten. Dennoch haben sich die Konzerne zum Halbjahr ein kleines Polster geschaffen, um auch bei einem schwächeren 2. Halbjahr die von uns erwartete Steigerung von 8% für 2018 noch hinzubekommen. Es gibt also keinen Anlass, Panik zu verbreiten!“


Kein Anlass zur Panik!

Dem können wir uns nur anschließen. Das Gesamtumfeld für Aktien bleibt weiterhin positiv und es gilt für Anleger vor allem, jetzt die sich bietenden Chancen im Blick zu haben. Denn, wie Sie alle wissen, haben politische Börsen bekanntlich „kurze Beine“. Klar ist aber auch, dass, solange annähernd täglich neue Irrungen und Wirrungen über die Ticker jagen, das Kapital ein „scheues Reh“ bleibt, wie es mein Kollege Jürgen Schmitt für seine Leser im BÖRSEN-SPIEGEL ausgedrückt hat.

Trotz allem ist und bleibt er der Meinung, dass gerade aus schwachen Marktkonstellationen heraus immer wieder neue Chancen deutlicher in den Fokus rücken als vermeintliche Risiken. Ich zitiere den erfahrenen Börsianer daher gerne noch einmal, um Ihnen die Angst vor dem derzeit etwas angegriffen wirkenden Kapitalmarkt zu nehmen: „In Korrekturen erleidet nur der de facto echte Verluste, der selbst auf den Verkaufsknopf drückt. Anleger, die hingegen negative Übertreibungen aussitzen, akzeptieren zwischenzeitlich lediglich ,Buchverluste‘. Das ist ein entscheidender Unterschied. Nutzen Anleger Korrekturen sogar für Zukäufe, ergeben sich daraus mittel- und langfristig Zusatzgewinne. Korrekturphasen bieten stets die besten Kaufgelegenheiten.“


Verlieben Sie sich nie in eine Aktie!

Allerdings gibt Jürgen Schmitt auch zu bedenken, dass man sich nie in Aktien „verlieben“ sollte. Denn es muss immer möglich sein, sich gegebenenfalls von einem Wert zu trennen, um bei guten Kaufchancen liquide zu sein. Desweiteren besteht ja auch kein Verbot, ein Papier, das man veräußert hat, wieder zurückzukaufen.

In diesem Sinne lege ich Ihnen das folgende Video unseres Börsen-Insiders Mick Knauff ans Herz, der Ihnen erläutert, was uns in der noch frischen laufenden Handelswoche erwartet und welche Schlüsse Sie als Anleger daraus ziehen können.




Mick Knauff live vom Parkett:
Endlich wieder Quartalsberichtssaison!




Wenn Sie noch mehr aktuelle Videos direkt vom Frankfurter Börsenparkett zu hochinteressanten Einzelaktien sehen wollen, dann klicken Sie auf das folgende Bild:





Mit diesen Eindrücken zur beginnenden Berichtssaison wünsche ich Ihnen einen schönen Tag.

Herzliche Grüße

Ihre
Martina Bisdorf
(Chefredakteurin BÖRSEN-SPIEGELdaily)

PS: Freuen Sie sich morgen hier an dieser Stelle auf die brandneue Ausgabe unserer aktienlust kompakt mit den neuesten Insider-Informationen zu spannenden Börsenthemen.





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