Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 11. Januar 2018



  • Pressespiegel: Prognosen 2018 – Mehr als Kaffeesatzleserei





Prognosen 2018 –
Mehr als Kaffeesatzleserei


von Martina Bisdorf
 (Chefredakteurin BÖRSEN-SPIEGELdaily)

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow



Liebe Leserinnen, liebe Leser,

zum Jahreswechsel haben die Prognostiker Hochsaison. Das ist auch an der Börse so. Wie man sich dann zum Jahresende aus der Angelegenheit wieder heraus manövriert, das ist eine andere Sache. Gründe und Erklärungen sind bekanntlich immer schnell gefunden, wenn es darum geht zu widerlegen, warum etwas nicht eingetroffen ist, was man so erwartet hatte. Wir kennen das ja zur Genüge aus der Politik.

Auch Handelswoche 02/2018 liefert interessante Ausblicke auf das neue Jahr

Und dennoch will ich Ihnen auch in der zweiten Handelswoche des noch jungen Jahres nicht vorenthalten, was sich die Experten aus weiteren renommierten Fachpublikationen für 2018 in Sachen Aktien-Investments ausrechnen. Bereits letzte Woche habe ich Ihnen hier an dieser Stelle drei Artikel aus EURO am Sonntag, Aktien-Spezialwerte und der Platow-Börse vorgestellt. Damit Sie einen umfassenden Eindruck von der Stimmung unter den Börsianern bekommen, erhalten Sie im Folgenden einen Einblick in die Sichtweise dreier weiterer bedeutender Börsenbriefe.

Denn eines war, ist und bleibt auch anno 2018 Fakt: Man kann nie genug Informationen sammeln, um sich dann sein eigenes Bild zu machen und entsprechend zu handeln.

Das meinen die Experten:

Focus Money
Vom 09. Januar 2018


Jahrhundert-Hausse – Was nicht ist, kann noch werden
„Vor fast genau zwei Jahren kündigte ich hier eine Jahrhundert-Hausse an. (…) ,Big Rotation 2017?‘ lautete der Titel für die Jahresanfangskolumne vor einem Jahr. Das Fazit war einfach, es schien mir durchaus wahrscheinlich, dass Investoren wegen der geringen Renditen aus Anleihen aussteigen und mehr in Aktien investieren würden. Die vom Handelsblatt befragten gut 30 Analysten waren mir auf jeden Fall viel zu pessimistisch. Sie prognostizierten gerade mal einen DAX-Stand von 11.724 Punkten zum Jahresende 2017. Das war ein Kursgewinn von rund 3% zum damals aktuellen Stand. Tatsächlich waren es dann 12,5% mehr mit 12.918 Punkten. Mit der Jahrhundert-Hausse verband ich eine deutlich höhere Bewertung der Aktien als Anpassung an die historisch extrem niedrigen Zinsen. Und die Big Rotation von Anleihen in Aktien hat auch noch nicht wirklich stattgefunden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Denn da beides noch nicht stattgefunden hat, ist dieses Potenzial noch vorhanden. Ich verabschiede mich von der Jahrhundert-Hausse daher auch nicht, bin für das Börsenjahr 2018 aber etwas skeptischer als für die beiden Vorjahre. (…) Aktuell ist von politischen Risiken nichts zu hören. Doch mit den Wahlen in Italien können diese durchaus wieder Thema werden, denn aktuell führen die europakritischen Parteien. Das wird die Aktien auch diesmal nicht von ihrem eigentlichen Trend abhalten. Das haben wir gelernt. Politische Börsen haben kurze Beine. (…) Mit dem DAX könnte es zunächst einmal auf jeden Fall weiter aufwärtsgehen. Die Wirtschaftslage in Europa verbessert sich immer weiter. Und die Geldpolitik ist nach wie vor sehr expansiv. Wichtig ist, dass er auch auf Kursbasis das Hoch aus dem März 2000 endlich nachhaltig überwindet. Denn mit 6.122 Punkten notiert der DAX-Kurs-Index, der im Gegensatz zum prominenten DAX-Performance-Index die Dividenden nicht einrechnet, wieder unter den Stand von vor knapp 18 Jahren von 6.266 Punkten. Im März 2015 stieg er einmal kurz darüber und im vergangenen Herbst ebenfalls, rutschte dann aber wieder darunter. Gelingt dieser Ausbruch im Zuge einer Jahresanfangsrally, dann könnte es womöglich wieder bis März kräftig nach oben laufen. Dann wird eine neue Standortbestimmung notwendig sein.“

Zürcher Finanzbrief
Vom 09. Januar 2018


Das Börsenjahr 2018 zuversichtlich, aber vorsichtig beginnen
„Das Börsenjahr 2018 beginnt mit der Feststellung, dass sich fast alle Prognosen der Experten von Anfang 2017 als weitgehend falsch erwiesen haben. Das ist ausdrücklich keine Negativ-Einschätzung dieser Analysen, aber ein Beleg dafür, was politische Konstellationen auslösen können. (…) Über die Zinswende redet kaum noch jemand. Die Amerikaner haben sie bereits eingeläutet, aber noch nicht vollendet. Die Europäer stehen in den nächsten Monaten vor der ähnlichen Frage und das Ergebnis lautet: Die Amerikaner druckten für rund 5 Bio. Dollar neues Geld, um diese Ergebnisse zu erreichen, die EZB wird voraussichtlich bei rund 2 bis 2,2 Bio. Euro landen. Beide Notenbanken werden sich auf die Brust schlagen und zu beweisen versuchen, dass das Gelddrucken Sinn macht. Ob diese Zinswenden die Märkte empfindlich tangieren können, ist noch offen. Seit sieben Jahren bauten sich Finanzkonstrukte auf, die vor allem davon leben, dass die Zinsen bei rund 0% lagen. Sind sie auch werthaltig, wenn die Zinsen sich deutlicher drehen und allesamt auf dem Prüfstand stehen? Sowohl in den Zins- als auch in den realen Aktienmärkten? Alle Politik-Ängste haben sich als falsch erwiesen. Von Brexit über Syrien, Nordkorea und neuerdings Nahost sind diese Konflikte keine ernsthafte Gefahr für die globalen Handelsbeziehungen. Darin liegt die beste Botschaft für alle und daran ist vorerst nicht zu zweifeln. Das würde auch gelten, wenn die Eurozone in ihrer Struktur wackelt. Ergebnis: Wir beginnen das Börsenjahr 2018 zuversichtlich, aber mit gebotener Vorsicht gegenüber den genannten finanztechnischen Gefahren, von denen allein deutliche Korrekturen ausgehen können.“


BÖRSE GLOBAL
Vom 09. Januar 2018


Geldpolitik, Konjunktur und Geopolitik werden das Jahr beeinflussen
„Auch, wenn man natürlich nicht mit letzter Gewissheit prognostizieren kann, was die nächsten zwölf Monate bringen, so gibt es doch einige Aspekte, die uns auf jeden Fall das Börsenjahr über begleiten werden. Grob eingeteilt kann man hier sicherlich weiterhin drei große Themengebiete identifizieren: Geldpolitik, Konjunktur und Geopolitik. Der grundsätzlich einfachste Bereich dürfte das konjunkturelle Umfeld sein. Sowohl in Amerika als auch in Europa geht man davon aus, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des vergangenen Jahres im wesentlichen Bestand haben werden. (…) Schwierig dürfte die Geldpolitik werden. Wobei wir auch hier mit zwei Themen konfrontiert werden. Zum einen die Frage, wie sich die amerikanische Notenbank nach dem bald anstehenden Wechsel an der Spitze aufstellen wird. Unter anderen Vorzeichen steht die Geldpolitik der EZB. Hier haben sich zum Jahreswechsel die Signale aus dem EZB-Rat gemehrt, dass es zum Ende des neuen Jahres oder sogar vielleicht sogar schon nach dem September 2018 zu einem Ende des derzeitigen Anleihenkaufprogramm kommen könnte. Dies vor dem Hintergrund, dass die Währungshüter nicht nur mit einer robusten Konjunktur in der Eurozone rechnen, sondern auch mit einer Inflationsentwicklung, die in Richtung des EZB-Ziels bei nahe 2% laufen sollte. Bleibt die Geopolitik. Seit dem Amtsantritt von Donald Trump in den USA wissen wir, dass die neue Administration nicht nur einen neuen außenpolitischen Stil pflegt, sondern auch einen unberechenbareren. (…) In gewisser Weise muss man die mehr als schwierige Regierungsbildung in Deutschland auch in diesem Themenbereich mit einbeziehen.“


Gute Aussichten und große Unbekannte - Information bleibt das A und O

Wenn Sie das ganze Jahr über rundum über die besten Möglichkeiten der Aktienanlage informiert sein wollen, dann stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Seite. Denn in einem sind sich die Experten einig: Auch das neue Jahr birgt einige Risiken für die Kapitalanlage und einiges an Dickicht, das durchdrungen werden will – sei es geopolitisch, innenpolitisch oder auch notenbanktechnisch.

Für eine sinnvolle Kapitalanlage ist immer Expertenrat gefragt. Denn in diesen schnelllebigen Zeiten ist es für Laien fast unmöglich, sich selbst einen roten Faden für die Optimierung ihres Depots zu spannen. Wir sind für Sie da. Schauen Sie sich einfach unverbindlich auf unserer Homepage:
www.boersenspiegel.com um und finden Sie heraus, welcher unserer Börsenbriefe am besten zu Ihrer persönlichen Anlagesituation passt. Gerne sind wir Ihnen auch dabei behilflich.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und erfolgreiche Investments.


Herzliche Grüße

Ihre
Martina Bisdorf

(Chefredakteurin BÖRSEN-SPIEGELdaily)

PS: Bei Fragen zu unseren Börsenbriefen, rufen Sie uns einfach an unter (0661) 480 499 0 und fragen Sie unseren Börsenbrief-Experten Cliff Michel.






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