Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 14. Juni 2017



  • War´s das mit der Korrektur? –
    Warum eine Abkühlung den Märkten gut tut


  • Pressespiegel


War´s das mit der Korrektur? –
Warum eine Abkühlung den Märkten gut tut 





von Martina Bisdorf
 (Chefredakteurin BÖRSEN-SPIEGELdaily)

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow



Liebe Leserinnen, liebe Leser,

schon heute Vormittag scheint an der Börse wieder die Sonne – und die schon fest geglaubte Korrektur nach dem Kursrutsch in der Technologie-Branche in weiter Ferne… So schnell geht es eben auf dem Parkett: Es braucht nur die entsprechende Befeuerung, schon wendet sich das Blatt. Auf eines ist allerdings Verlass: Auf die Kontinuität der Börse, ob man es glaubt oder nicht.

Der DAX marschiert seit Handelsbeginn heute wieder munter in Richtung Allzeithoch. Nach den Rekordvorgaben aus New York haben sich die deutschen Anleger offenbar aus der Deckung gewagt. Der deutsche Leitindex stieg in den Anfangsminuten um 0,4% auf 12.818 Zähler und war damit in Sichtweite seines am 02. Juni aufgestellten Rekordes von 12.878 Punkten.

Wo bleibt die Korrektur? – Machen Sie sich Ihr eigenes Bild

Kommt sie nun – oder doch nicht, die Korrektur? Dieser Frage sind in den letzten Tagen nahezu alle renommierten Börsenexperten nachgegangen. Schließlich gehören zu jeder Hausse entsprechende Abkühlungsphasen. So löste Donald Trump die letzte Hausse-Phase ab November aus, die allein von Erwartungen getragen wurde und alle reicher machte. Alle europäischen Märkte haben in dieser Zeit und schon vorher sämtliche sogenannten politischen Risiken zwar nervös, aber durchweg positiv überwunden.

Wer löst also Korrekturen aus? In aller Regel nicht die Fakten der realen Wirtschaft, sondern bestimmte Ereignisse in der Finanzwelt. Darauf liegt das aktuelle Augenmerk, wobei niemand voraussagen kann, in welcher Ecke ein solches Ereignis wirklich eintritt. Da sind die Sanktionen gegen Katar, die wegen der Blockade der Saudis u.a. auch den deutschen Konzern Linde betreffen, da sind die heftigen Turbulenzen in der Tech-Branche, da ist die Unberechenbarkeit von Trump und vieles mehr.

Lesen Sie am besten die drei unten stehenden Artikel, die im Gesamtgefüge ein ausgewogenes Bild zur aktuellen Situation an den Märkten abgeben. Und machen Sie sich dann – wie immer – Ihr eigenes Bild.





Pressespiegel



Das meinen die Experten:

Zürcher Finanzbrief
Vom 14.06.2017


Auf jede Rally folgen Korrekturen
„Die Entwicklung der deutschen Leistungsbilanz ist wörtlich zu nehmen. Sie ist der Beleg der ökonomischen Leistungsfähigkeit der Deutschen, einmal bis zur Wiedervereinigung und nach einer Bewältigungspause dieser Einheit sodann mit der Entwicklung der Eurozone ab 2000. Weder steuerliche Hilfen noch sonstige fiskalische Stützen haben diese Ergebnisse gebracht, sondern allein die Qualität der Erzeugnisse und der Bedarf hierfür in der Welt. Doch jeder Spitze folgt stets auch eine ähnliche Korrektur wie an den Aktienmärkten, was sich bereits für die laufenden Ergebnisse für April und Mai ankündigt. Mit den Zielen von Donald Trump hat dies nichts zu tun. Der Dollar bleibt die absolut dominierende Größe. Das Resultat lautet insgesamt: Nach jeder Rally folgen logische Korrekturen, sowohl in der Finanz- als auch in der Welt der realen Waren, womit ein ausgewogenes Bild für die Weltwirtschaft fast automatisch entsteht. China und Japan stehen nur am Rand dieser westlichen Abhängigkeiten.“


Platow-Börse
Vom 14. Juni 2017


Kluge Investoren steigen ein
„Um die zukünftige Nachfrage nach dem Know-how und den Produkten der vielen Tech-Unternehmen, ob klein wie bet-at-home oder groß wie die amerikanischen Big Five (Alphabet, Apple, Amazon, Facebook, Google), muss einem nicht bange sein. Die Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs, die zu Beginn der Woche für Aufsehen sorgte und Tech-Werte vorübergehend auf Talfahrt schickte, hat denn auch ganz andere Gründe. Banken sind nicht unabhängig. Sie leben vom Handel. Erst das Auf und Ab der Kurse veranlasst Investoren zu Käufen und Verkäufen. Banken verdienen dabei kräftig. So gesehen war das erste Quartal des Jahres für Anleger exzellent. Die meisten Aktienkurse kannten nur eine Richtung, nach oben. Für Banken bedeutet das weniger Geschäft. Auch die Schwergewichte an der Nasdaq, die mit ihrer Börsenkapitalisierung Traditionsunternehmen wie Exxon Mobil oder General Electric längst in den Schatten stellen, steigen unaufhaltsam, seit Jahresbeginn um weitere 20%. Vergleiche mit der Tech-Blase um das Jahr 2000 wären jedoch vermessen. Die Unternehmen haben ihre dominierende Weltmarktstellung mit großer Zähigkeit und Innovationsstärke herausgearbeitet und sitzen zudem auf hohen Cash-Reserven. Die Gegenbewegung auf die Verkaufsempfehlung von GS ließ deshalb auch nicht lange auf sich warten. Kluge Investoren steigen ein – zu den seit langer Zeit mal wieder etwas niedrigeren Kursen.“

Smart Money Investor
(Von Herausgeber Jürgen Schmitt)
Vom 12. Juni 2017


Mittelfristig wird die Börsen-Hausse weiter gehen
„Im späten Freitagshandel an der Wall Street kam es urplötzlich zu breit angelegten Abverkäufen im Technologiesektor. Nahezu alle sogenannten Trendwerte, also Aktien wie Apple, Amazon, Alphabet, Tesla, Netflix etc. gaben am Ende rund 3 bis 4% ab, obwohl sie zuvor noch Allzeithöchststände erreicht hatten. Ist das der erste Vorbote einer Sommerkonsolidierung oder gar -korrektur? Das ist und bleibt nach wie vor offen. Natürlich können schon heute wieder Käufer auf den Plan treten, doch die Heftigkeit der Reaktion zeigt, wie schnell sich aus der derzeit eher sorglosen Stimmung auch mal wieder Verkaufspanik entwickeln kann. An der politischen Börsen-Front dürfte erst einmal wieder etwas Ruhe einkehren, sieht man mal vom Konfliktherd rund um Katar ab. Doch der Nahe Osten ist und bleibt ein Pulverfass, das man im Grunde genommen immer im Auge haben muss. Die Brexit-Verhandlungen werden nach den jüngsten Wahlen nun wohl deutlich gemäßigter vonstattengehen und Frankreich hat endlich mal wieder einen starken Präsidenten mit Rückhalt in der Bevölkerung. All das ist zumindest für die Euro-Zone von Vorteil. Grundsätzlich bleibe ich daher auch für die künftige Entwicklung an den Aktienmärkten sehr zuversichtlich, zumal der Spielraum bei den Zinsen in den kommenden Jahren sehr gering bleibt. Ungeachtet dessen wäre eine Korrektur oder Konsolidierung der Zugewinne der letzten Monate überaus gesund und auch wichtig.“


Das berühmte Auf und Ab bewegt nicht nur die Börse

Der Artikel der Schweizer Kollegen vom Zürcher Finanzbrief beleuchtet die Bedeutung von Korrekturen aus wirtschaftlicher Sicht. Für die Wirtschaft gilt wie für die Börse, dass der Wechsel von Hoch- und Tiefphasen fruchtbar und notwendig ist. Nicht umsonst wurden die Börsenphasen exakt so benannt. Die Begriffe Hausse und Baisse kommen aus dem Französischen und bedeuten wörtlich Hoch und Tief.

Ich kann mich da nur meinem Kollegen Jürgen Schmitt anschließen. Der erfahrene Börsianer weist ausdrücklich auf die Notwendigkeit von Korrekturen hin, die schließlich für uns als Anleger auch immer wieder hervorragende Einstiegs-Chancen mit sich bringen. Wenn Sie wissen wollen, welche Empfehlungen sein Expertenteam im Smart Money Investor in diesen unausgewogenen Zeiten ausspricht, dann lesen Sie unseren Börsen-Basisdienst, mit dem Sie immer rundum über das aktuelle Börsengeschehen informiert sind.

Herzliche Grüße

Ihre
Martina Bisdorf
(Chefredakteurin BÖRSEN-SPIEGELdaily)


PS: In diesem Sinne wünsche ich Ihnen morgen einen schönen Feiertag. Erholen Sie sich gut, sofern Sie zu den Glücklichen gehören, die frei haben. Wir in Hessen gehören dazu, deshalb erscheint der nächste BÖRSEN-SPIEGELdaily erst wieder am Freitag.





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