Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 28. November 2016


  • Das Glas ist mindestens halb voll  
  • Ihre BÖRSEN-SPIEGEL-Woche im Überblick         



Das Glas ist mindestens halb voll  


von Jürgen Schmitt
Herausgeber BÖRSEN-SPIEGEL
                                                               
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

geht es Ihnen in diesen Tagen genauso wie mir? Ich habe das Gefühl, dass die Zeit davonrast. Gefühlsmäßig habe ich gerade erst die Gartenmöbel weggeräumt, da wird schon die erste Kerze am Adventskranz angezündet. Sogar der Weihnachtsmarkt lockt schon wieder mit Glühwein und gebrannten Mandeln. Auch der deutsche Aktienmarkt befindet sich offensichtlich noch im Herbst-Blues, denn normalerweise geht die vorweihnachtliche Zeit mit der üblichen Jahresendrally einher, doch diese überlässt man in diesem Jahr offensichtlich den USA. Deren „Weihnachtsmann“ Donald Trump hat allen wichtigen Börsen-Indizes neue Allzeitrekorde beschert, während unser „Christkind“ Angela Merkel mit ihrer Ankündigung, erneut für das Kanzleramt zu kandidieren, lediglich ein paar müde „Gähn-Bewegungen“ aktiviert hat.

Der Aktienmarkt ist kein Weihnachtsmarkt

Ja, warum kommt der deutsche Aktienmarkt wie auch seine europäischen Pendants einfach nicht aus dem Quark, obwohl doch der Euro zuletzt kräftig an Wert einbüßte, was die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutlich verbessert? Hat der Kapitalmarkt seinen Glauben an das europäische Projekt verloren? Während sich die USA inzwischen auf die neue Trump-Ära einstellen und voller Vorfreude auf massive Infrastrukturprojekte und Steuersenkungen warten und hoffen, kämpft Europa um den inneren Zusammenhalt. Aufbruchstimmung und Fantasie fehlen nahezu gänzlich. In Italien, Österreich, Frankreich und auch den Niederlanden droht ein Rechtsruck. Euro-Kritiker befinden sich fast unaufhaltsam auf dem Vormarsch.

Europa kämpft um den Zusammenhalt

Die anstehenden Referenden und Wahlen in Italien und im kommenden Jahr in Frankreich und dann Deutschland könnten die politische Landschaft auf dem alten Kontinent komplett auf den Kopf stellen. Zudem droht ein neuer Flüchtlingsstrom, wenn der Despot vom Bosporus seine Drohungen wahrmacht und die Grenzen wieder öffnet. All das lässt auch an der Börse kaum Weihnachtsstimmung aufkommen. Dabei hat es Europa eigentlich selbst in der Hand, mit mehr Optimismus und Begeisterung die Zukunft anzugehen. Europa hat so unendlich viel Kultur und Intellekt. Zudem beneidet man die Italiener um ihre Mode, die Franzosen um ihren Champagner, die Deutschen um ihre Autos, die Österreicher um ihre Skigebiete, die Griechen um ihre Oliven, die Spanier um ihre Inseln, die Belgier um ihre Schokolade und die Holländer um ihren Käse.

Die Chinesen haben sich längst in Europa breit gemacht und kaufen sich in erstklassige Unternehmen ein, weil sie an den Europäern viel schätzen, dessen wir uns gar nicht mehr bewusst sind. Doch das sind Momentaufnahmen und es ist wie immer nur eine Frage der Zeit, bis auch durch Europa wieder einmal ein Ruck geht. Daher kann ich jedem Anleger auch nur empfehlen, schon jetzt über den Tellerrand hinaus zu blicken.


US-Aktien haben erst einmal die Nase vorn

Klar, mit Sicht auf 2017 haben US-Unternehmen wohl erst einmal die Nase vorn. Das Kapital strömt in die USA, weil dort etwas passiert. Investitionen sorgen für neue Arbeitsplätze. Der daraus entstehende Mangel an qualifizierten Mitarbeitern lässt Löhne und Gehälter steigen. Das wiederum stärkt den ohnehin wichtigen Konsum in den USA und lässt die Preise und damit auch die Zinsen wieder steigen. Hier muss man also dabei sein, wobei nach der ersten Euphorie für „Infrastrukturunternehmen“ auch die Technologieaktien wieder gefragt sein dürften.

Spätestens ab Mitte des kommenden Jahres dürften aber auch wieder europäische Aktien gefragt sein, denn die Bewertungsschere zu den US-Pendants ist dann so groß, dass angelsächsische Investorengruppen wieder Kapital zurück nach Europa verlagern. Dann werden vor allem Aktien exportstarker Unternehmen wieder ganz oben in der Gunst der Anleger stehen. Denn auch der zu erwartende amerikanische Aufschwung braucht Maschinen, Dienstleistungen und Produkte „made in Europe“. Und machen Sie sich über eines keine Sorgen: Den europäischen Regierungen mag es an Qualität fehlen, unsere Industrie hingegen ist mit erstklassigem Führungspersonal und hochmotivierten und qualifizierten Mitarbeitern ausgestattet. Diese haben es schon immer verstanden, im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Börsenwoche.

Herzliche Grüße

Ihr
Jürgen Schmitt 
(Chefredakteur BÖRSEN-SPIEGEL)

PS: Nicht förderlich für den DAX, der heute mit 0,4% Abschlag in die neue Handelswoche startete, ist neben vielen anderen Faktoren der Streik der Lufthansa-Piloten, die für morgen und übermorgen erneut Ausstände angekündigt haben. Am besten ist es jetzt, mit der Kapitalanlage möglichst breit aufgestellt zu sein, um alle zu erwartenden Eventualitäten gut abzufedern.

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Ihr Cliff Michel
Vertriebsleiter
JS Capital GmbH






Ihre BÖRSEN-SPIEGEL-Woche im Überblick

Montag, 28. November 2016

Konjunkturdaten:
10:00 EU: Geldmenge M3 10/16
11:00 EU: OECD Economic Outlook

Unternehmensdaten:

Europa:

Luxemburg: Stabilus: Jahreszahlen

Sonstige Termine:
15:00 EU: Rede von EZB-Präsident Draghi Europäischen Parlament in Brüssel
Brüssel: Treffen der EU-Industrieminister (bis 29.11.)


Dienstag, 29. November 2016

Konjunkturdaten:
11:00 EU: Wirtschaftsvertrauen 11/16
11:00 EU: Industrievertrauen 11/16
11:00 EU: Konjunkturklima-Indikator 11/16
11:00 EU: Verbrauchervertrauen 11/16 (endgültig)
14:00 D: Verbraucherpreise 11/16 (vorläufig)
14:30 USA: BIP Q3/16 (2. Veröffentlichung)
14:30 USA: Privater Konsum Q3/16
16:00 USA: Verbrauchervertrauen 11/16

Sonstige Termine:
09:45 EU: Rede Dijsselbloem vor dem Europäischen Parlament in Brüssel
10:30 Deutschland: Pk Deutsche Asset Management „Ausblick Kapitalmärkte 2017"


Mittwoch, 30. November 2016

Unternehmensdaten:
Siemens: Geschäftsbericht 2016 und AR-Sitzung (07:00)

Europa:
Österreich: Strabag: Q3-Zahlen (07:30)
09:55 Deutschland: Arbeitslosenzahlen 11/16
11:00 EU: Verbraucherpreise 11/16
14:15 USA: ADP-Beschäftigung 11/16
14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 10/16
15:45 USA: Chicago PMI 11/16
16:00 USA: Schwebende Hausverkäufe 10/16
16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)
20:00 USA: Fed Beige Book

Unternehmensdaten:
Deutschland:

Allianz: Capital Markets Day
Kion: Capital Markets Day
Rocket Internet: Q3-Zahlen
Capital Stage: Q3-Zahlen

Sonstige Termine:
08:00 GB: Bank von England legt Ergebnis von Stresstests britischer Banken vor
Deutschland: Veröffentlichung des DIW-Konjunkturbarometers
Österreich: 170. Ordentliche Konferenz der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), Wien
12:00 Brüssel: EU-Kommission legt Energie-Paket vor.


Donnerstag, 01. Dezember 2016
11:00 EU: Arbeitslosenquote 10/16
14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/16 (endgültig)
16:00 USA: Bauinvestitionen 10/16
16:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 11/16
USA: Pkw-Absatz 11/16

Unternehmensdaten:
Europa:

Großbritannnien: Glencore: Investorentreffen

Sonstige Termine:
10:00 Deutschland: Pk Amazon Logistikzentrum zu aktuellen Entwicklungen und Investitionen sowie Infos zum Weihnachtsgeschäft, Pforzheim
11:00 Deutschland: Konjunktur-Pk der Kosmetik- und Waschmittel-Industrie, Frankfurt
13:00 Deutschland: GDV-Jahreskonferenz Volkswirtschaft und Finanzmärkte, München
Brüssel: Treffen des EU-Ministerrates für Verkehr, Telekommunikation und Energie (bis 02.12.)


Freitag, 02. Dezember 2016

Konjunkturdaten:
Deutschland: KBA / VDA / VdIK - Kfz-Neuzulassungen 11/16
11:00 EU: Erzeugerpreise 10/16
EU: S&P Ratingergebnis Polen, Irland
14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 11/16

Unternehmensdaten:
Deutschland:

Software AG: Investorentreffen
Wincor Nixdorf: Geschäftsbericht 2016

Europa:
Frankreich: Vinci: Investor Day

Sonstige Termine:
09:00 Deutschland: Commerzbank-Konjunkturausblick mit Chefvolkswirt Jörg Krämer
Deutschland: Aufsichtsratssitzung Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) u.a. zum aktuellen Stand des Projekts Hauptstadtflughafen (BER). Möglicherweise Verkündung eines Eröffnungstermins.
Brüssel: Treffen des EU-Ministerrates für Verkehr, Telekommunikation und Energie (bis 02.12.)


Quelle: finanznachrichten.de




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