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Ausgabe vom 03. November 2016


  • Pressespiegel: Ölmarkt – Trendwende in Sicht –
    Oder doch nicht? 

Pressespiegel: Ölmarkt – Trendwende in Sicht –
Oder doch nicht?



von Kathrin Dörfeld

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Anfang Oktober machte sich mit dem deutlichen Sprung des Ölpreises über die psychologisch wichtige Marke von 50 Dollar die Hoffnung breit, dass das schwarze Gold nun wieder nachhaltig teurer werden könnte. Hoffnung kam vor allem auch von Seiten der OPEC-Staaten, die sich auf eine Förderbegrenzung geeinigt haben. Auch Nicht-OPEC-Länder wie Russland signalisierten Bereitschaft, sich an Produktionskürzungen zu beteiligen.

Das Problem: Die OPEC-Staaten haben bis dato keine präzise Idee, wie sie letztlich die Begrenzung umsetzen wollen. Welche OPEC-Mitglieder werden ihre Produktion drosseln? Und um wie viel? Den einen oder anderen beschleichen schon jetzt Zweifel, dass ein gemeinsamer Schritt diesmal gelingt. So verblasste die Erleichterung über die Einigung auch recht schnell und der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stürzte wieder auf 47,28 Dollar ab.

Der Ölpreis ist ein Preis, der jeden betrifft. Seine Veränderungen folgen dabei dem Grundprinzip: Wird der Ölpreis teurer, werden rund 80% aller Industrieprodukte ebenfalls teurer – dafür aber mit der Erkenntnis echten Wachstums. So viel steht fest: Wer derzeit auf die Öl-Branche setzt, braucht eine sehr konsequente und weitgedachte Strategie. Wie die Experten renommierter Finanz- und Börsenpublikationen die aktuelle Situation am Ölmarkt einschätzen, lesen Sie im Folgenden: 

Das meinen die Experten:

Platow-Börse
Vom 02. November 2016

Billiges Öl belastet die Börsen
„Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stürzte auf etwa 48 Dollar ab. Die Folgen bekommen in erster Linie die Ölkonzerne zu spüren. In der vergangenen Woche präsentierten die US-Riesen ihre Q3-Zahlen. ExxonMobil verzeichnete einen Gewinneinbruch von 38%, bei Chevron waren es 37%. In dieser Woche legten mit BP und Royal Dutch Shell zwei Europäer ihre Zahlen vor. Bei BP hat sich der Umsatz wegen des billigen Öls im dritten Quartal nahezu halbiert. Dennoch hielt sich der Frust in Grenzen, hatten Analysten doch einen noch stärkeren Rückgang prognostiziert. Für eine Überraschung sorgte der Shell-Konzern, der seine Gewinne auf 2,8 Mrd. Dollar steigern konnte (+18%). Experten waren von 1,7 Mrd. Dollar ausgegangen. Aber nicht nur die Ölmultis geraten unter Druck. Denn während sich ein niedriger Ölpreis bis vor wenigen Jahren positiv auf die Aktienmärkte auswirkte, ist inzwischen das Gegenteil der Fall. Zu viele Branchen wie Bergbau-Konzerne, die Stahlindustrie, Öl- und Gaszulieferer oder die Finanzindustrie, sind von dem Schmierstoff abhängig. Damit drückt der niedrige Preis für den Rohstoff auf die Börsenkurse. 2017 wird sich daran nicht viel ändern, teurer als 60 Dollar wird Öl wohl nicht. Anleger müssen ihre Fähigkeiten als Stock Picker unter Beweis stellen.“

EURO am Sonntag
Vom 31. Oktober 2016

Vom Überlebensmodus in eine Erholungsphase
„Die Energiebranche stellt sich darauf ein, dass der Ölpreis so bald nicht wesentlich steigen wird. Doch Chefs wie Rex Tillerson von ExxonMobil, dem weltweit größten Ölkonzern, stufen die Warnungen als Schwarzmalerei ein. ‚Ich sehe keine Voraussetzungen für einen großen Zusammenbruch des globalen Öl- und Gasangebots während der nächsten drei, vier Jahre‘, sagt er. Mit seinem Optimismus steht er nicht allein. Die meisten Firmen in der Branche sind zuversichtlich – und bleiben bei Kosten und Investitionen dennoch auf der Bremse. Auf einen Preisanstieg durch eine Kürzung der Fördermengen der OPEC verlässt sich kaum einer bei der Planung. Und dennoch wird zumindest in einigen Bereichen wieder mehr investiert. In den USA nimmt die Anzahl der Ölplattformen nach drei Quartalen mit Rückgängen wieder zu. Positive Signale gibt es auch von der Börse. Kürzlich sammelte die US-Firma Extraction Oil & Gas mit ihrem Börsengang 644 Mio. Dollar ein. Es war das größte Debüt eines Energieunternehmens seit dem Ölpreiscrash vor zwei Jahren. Investoren hoffen, dass das Schlimmste überstanden ist. Tom Ellacot, Chef der Marktforschung beim renommierten Analysehaus Wood Mackenzie, geht davon aus, dass ‚die Branche vom Überlebensmodus in eine Erholungsphase wechselt‘. Eine Folge des derzeitigen Sparkurses: Das Volumen der neu erschlossenen Reserven, Grundlage für künftiges Wachstum, wird kleiner. Mit 2,7 Mrd. Barrel sind die 2016 erschlossenen Reserven so niedrig wie zuletzt vor 70 Jahren. Auch 2017 soll das Volumen schrumpfen. Für Branchengrößen wie BP, Chevron, ExxonMobil und Royal Dutch ist das beunruhigend.“


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 WirtschaftsWoche

Vom 28. Oktober 2016

Trendwende in Sicht
„Antizyklisch in Ölaktien zu investieren ist eine gute Idee. Denn nur, weil alle plötzlich über eine Welt ohne Öl reden, wird daraus noch längst keine Wirklichkeit. Zählten Ölaktien 2015 noch zu den schwächsten Börsenwerten, so haben sie im bisherigen Jahresverlauf die meisten anderen Branchen abgehängt. Der weltweite Öl-Sektorindex des Indexanbieters MSCI liegt 16% vorne. Zum Vergleich: Der allgemeine Industrieländerindex MSCI World stieg nur um magere 3%. Für den jüngsten Preissprung über 50 Dollar pro Barrel sorgte ausgerechnet die Organisation erdölexportierender Länder, kurz OPEC. Erstmals seit acht Jahren verständigte sich das Kartell auf eine Produktionskürzung. Der Ölminister Venezuelas, Eulogio Del Pino, geht fest davon aus, dass die OPEC 700.000 Barrel pro Tag vom Markt nimmt. Hinzu kämen 500.000 Barrel von Nicht-OPEC-Mitgliedern. Tag der Wahrheit ist der 30. November. Dann treffen sich die OPEC-Minister in Wien. Die Riesen der Branche, die von der Erkundung über die Erschließung, Produktion, Raffination bis hin zur Tankstelle die gesamte Wertschöpfungskette abdecken, halten sich noch in der Gewinnzone. Reine Förderer aber arbeiten bei Preisen von 50 Dollar und tiefer mit Verlust. Massiv verloren haben auch die Aktien von Servicegesellschaften, die Förderern Dienstleistungen von der Exploration bis zur Bohrung anbieten. Sie leiden besonders stark unter dem Investitionsstau, wären aber die größten Gewinner bei einer Trendwende. Und die ist in Sicht. Das weltweite Überangebot könnte sich schneller abbauen als vielfach angenommen. Der weltweite Ölverbrauch nimmt noch unverändert zu – trotz erneuerbarer Energien, E-Autos und Klimaschutzversprechen.”

Wann die Ölbranche wieder festen Boden unter den Füßen bekommt, bleibt abzuwarten. Die Bilanz in diesem Jahr: 2016 wurden in der Ölbranche 1,0 Bio. Dollar weniger investiert. 2,7 Mrd. Barrel Öl- und Gasvorkommen wurden in 2016 erschlossen – und damit so wenig wie zuletzt vor fast 70 Jahren!

Wer als Privatanleger derzeit in den Öl-Sektor investieren möchte, dem raten wir nur auf ausgewählte Titel zu setzen. Welche Öl-Aktien unsere Chefanalysten Ihnen aktuell empfehlen, lesen Sie in unseren Börsenpublikationen Das 100%-Depot und Turnaround-Brief.     

Herzlichst

Ihre

Kathrin Dörfeld

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