Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 02. November 2016


  • Zukunftsvisionen voraus –
    Mit innovativen Ideen durchstarten 


Zukunftsvisionen voraus –
Mit innovativen Ideen durchstarten



von Martina Bisdorf

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

man möchte meinen, die Start-ups schießen gerade wie Pilze aus dem Boden. Offenbar ist die Zeit günstig, vor allem aber sind die Ideen gut, die die meist jungen Menschen an den Markt bringen. Auch wenn die Bedingungen für einen Neustart hierzulande nicht gerade einladend sind, so gibt es scheinbar doch noch genügend Unternehmergeist, sich davon nicht abhalten zu lassen. 

Anstatt darüber zu schimpfen, wie gut es doch die Kollegen mit Forschergeist in den USA haben, wo sie überaus willkommen sind und in den meisten Fällen auch genügend Sponsoren finden, krempeln die innovationsfreudigen Jungunternehmer die Ärmel hoch und starten durch. Und wie man sieht, wird die nötige Ausdauer, die ein solches Projekt erfordert, meist belohnt.

Innovationswille, Unternehmergeist und Ausdauer werden belohnt

Die drei Start-ups, die ich Ihnen heute vorstellen möchte, haben es meiner Ansicht nach mehr als verdient, einmal präsentiert zu werden, sind ihre Ideen besonders verbraucherfreundlich, im Alltag nützlich und nicht zuletzt auch börsenaffin. Sehen Sie selbst:

Dedrone: So richtet die Drohne keinen Schaden an

In Kassel haben sich drei Männer Gedanken darüber gemacht, wie man den zu erwartenden Schaden, den Drohnen anrichten können, dezimieren kann. Der Bedarf für solche Überlegungen ist da, denn rund 4 Mio. zivile Drohnen wurden 2015 weltweit verkauft; gut 400.000 kommen jeden Monat dazu – Tendenz steigend. Die Fluggeräte werden immer billiger, leistungsstärker – und damit auch gefährlicher: Drohnen spionieren Konkurrenten aus, schmuggeln sogar Drogen über Gefängnismauern und verursachen Zwischenfälle an Flughäfen oder Kraftwerken. 

Deshalb baut Dedrone Drohnen-Warnsysteme: Sensoren und Software orten unbefugte Eindringlinge und alarmieren Sicherheitskräfte; Funksignale stören Drohnen und zwingen sie zum Landen. „Die unteren zwei Meter Grenze um ein Gefängnis oder Kraftwerk sind durch Zäune und Kameras meist gut abgeschirmt", erklärt Firmenchef Jörg Lamprecht, „darüber sind die Anlagen oft schutzlos." 

Der wichtigste Markt der Nordhessen sind die USA. Von San Francisco aus steuern die Gründer von Dedrone, Ingo Seebach, Jörg Lamprecht und Rene Seeber seit Anfang 2016 das US-Geschäft. Insgesamt haben die „Drei gegen die Drohne“ schon 40 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz (2015) von rund 5 Mio. Euro. Zu ihren Hauptkunden zählen neben Kraftwerken auch Stadien und Flughäfen. 

Nextmarkets: Börse leicht verständlich 

Gut 20 Börsenprofis beschäftigt Nextmarkets. Diese haben die Aufgabe, Anlegern bei ihren Entscheidungen in Geldangelegenheiten zur Seite zu stehen und auch Tipps zum Umgang mit komplexen Produkten wie Derivaten zu geben. Alle Trainer haben nach Unternehmensangaben zuvor mehrere Jahre in der Finanzbranche gearbeitet.

Zwei Jahre lang hat Nextmarkets-Gründer Manuel Heyden gemeinsam mit seinem Bruder Dominic an der Software für die Plattform gebastelt, bevor sie im Januar dieses Jahres online ging. Mehr als 1.000 Kunden sollen sich seitdem registriert haben. Für knapp 40 Euro im Monat können die Investoren einen einzelnen Berater konsultieren, für knapp 100 Euro dürfen alle Experten befragt werden. Nextmarkets ist bereits das zweite Unternehmen der beiden Brüder. 2007 haben sie die Social-Trading-Plattform Ayondo aufgebaut. Von dieser Beteiligung haben sie sich mittlerweile aber getrennt. Die Geschäftsidee, Anleger in Finanzthemen zu schulen, scheint dafür umso besser anzulaufen. 

Ally: So kommen Sie am schnellsten durch die Stadt

Dieses Unternehmen dürfte besonders die Großstädter unter Ihnen ansprechen. Die Berliner sammeln Verkehrsdaten und versprechen ihren Kunden schnellere Wege per Auto, Bus oder Fahrrad durch die Metropolen. Da liegt durchaus Musik drin, denn für Ally-Gründer Tom Kirschbaum beginnt definitiv das „Endspiel der Urbanen Mobilität“ mit autonom fahrenden Autos. In wenigen Jahren würden Menschen von Tür zu Tür gebracht. „Wir liefern den Fahrzeugen die Daten für optimale Routen“, sagt der 40-Jährige. 

Das Unternehmen bietet eine kostenlose Mobilitäts-App, die Nutzern anzeigt, ob sie mit Bus, Bahn, zu Fuß oder per Carsharing-Auto am schnellsten ans Ziel gelangen. Über die App sammelt Ally dann anonymisierte Verkehrsdaten, aggregiert sie und stellt sie Unternehmen wie Navigationsdiensten und Nahverkehrsbetrieben gegen Geld zur Verfügung. Die Idee ist brillant und birgt jede Menge Fantasie. Der britische Verkehrskonzern Arriva etwa, eine Tochter der Deutschen Bahn, will bald einen Bus testen, der seine Fahrstrecke dem voraussichtlichen Nutzerverhalten anpasst, denn auf Basis der Ally-Daten wisse man, wer wann wo mit welchem Ziel einsteigt.

Maxim Nohroudi und Tom Kirschbaum gründeten Ally 2013 und haben inzwischen 35 Mitarbeiter. Zu ihren Kunden zählen neben der Deutschen Bahn auch andere namhafte Konzerne wie Lufthansa und Volkswagen. Außer dem Büro in der Landeshauptstadt existiert noch ein weiteres Büro in Porto Allegre (Brasilien). 

Mit diesen positiven und Mut machenden Beispielen für eine innovative Unternehmenskultur in unserem Land wünsche ich Ihnen einen schönen Tag und erfolgreiche Investments.

Herzliche Grüße

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Eine nicht ganz so erfreuliche Nachricht lief heute von der Lufthansa über die Newsticker. Der Preiskampf in der Luftfahrt zwingt Deutschlands größte Fluggesellschaft ihre Wachstumspläne zusammenzustreichen. „Dem Preisdruck im Luftverkehr begegnen wir mit konsequenter Kapazitäts- und Kostendisziplin“, sagte Vorstandschef Carsten Spohr. Im laufenden Geschäft will er 2016 auf diese Weise ähnlich viel Gewinn einfliegen wie im Vorjahr. Im Sommer bescherte die Betriebsrenten-Einigung mit den Flugbegleitern dem DAX-Konzern einen Sondergewinn. Seine Wachstums- und Investitionspläne für das laufende Jahr dampfte der Vorstand hingegen ein weiteres Stück ein. Im laufenden Jahr werde das Flugangebot statt um 5,4% nur noch um 5,2% wachsen, sagte ein Sprecher. Im vierten Quartal streicht die Lufthansa dazu unrentable Verbindungen. Zwar soll das Flugangebot in diesem Zeitraum noch immer 8,7% größer sein als ein Jahr zuvor, aber um einen Prozentpunkt schwächer wachsen als bisher geplant.



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Ihr Cliff Michel
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