Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 20. Mai 2016


  • Pressespiegel:
    Wie gefährlich ist der Brexit für Wirtschaft und Aktienmärkte?  





Pressespiegel:
Wie gefährlich ist der Brexit für Wirtschaft und Aktienmärkte?  

  


von Martina Bisdorf

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

was bewegte die deutschen Anleger in den vergangenen Wochen? Da war die Berichtssaison, über deren Einfluss Ihnen meine Kollegin Cindy Ullmann am Dienstag an dieser Stelle ausführlich berichtet hat. Ebenso das deutliche Unterschreiten der 10.000-Punkte-Marke des DAX sowie die Aufregung um die Bayer-Monsanto-Übernahme, die die Bayer-Aktionäre negativ quittiert haben. Aber es ist vor allem auch der drohende Brexit, der die Menschen vor die Frage stellt: Wie geht es weiter im Falle eines Falles?

Basteln die Briten an einer Blaupause zum EU-Exodus?

Denn in knapp fünf Wochen entscheiden die Briten, ob sie die Europäische Union verlassen wollen. Ein Austritt hätte schwere Konsequenzen, das denkt sich jeder - aber welche genau? Verunsicherte Sparer und Anleger malen sich Szenarien für ein Ereignis ohne jeglichen Präzedenzfall aus.

Vielerorts befürchtet man den berühmten Blaupause-Effekt, was so viel bedeutet, als dass bei einem britischen Entscheid für den Austritt etliche andere Staaten hinterher ziehen könnten. Bei den derzeitigen nationalistischen Tendenzen, die sich in Europa zeigen, gar kein abwegiger Gedanke. Man schaue nur nach Frankreich und darf gespannt sein, wie die österreichischen Präsidentschaftswahlen am Sonntag ausgehen werden.

Damit Sie sich selbst ein Bild über die wirtschaftlichen und finanzpolitischen Zusammenhänge machen können, habe ich Ihnen einen aussagekräftigen Pressespiegel aus renommierten Finanzpublikationen zusammengestellt. Lesen Sie hier, wie die Experten die Brexit-Gefahr einschätzen.


Das meinen die Experten:

Fuchs-Briefe
Vom 20. Mai 2016

Briten sind sich der Gefahr des Brexit nicht bewusst

„Der Brexit wird den wirtschaftlichen Niedergang Großbritanniens kräftig beschleunigen. Heute hat die britische Industrie vom biederen Typ (Optik, Lebensmittel, Getränke, Tabak, Papier, Textilien, Holzverarbeitung oder Möbel) noch einen BIP-Anteil von 9,4% – Deutschland: 25,9%. Um 2000 waren es in UK noch 20%. Die Hochtechnologie liefert das Ausland. Die Produktivität britischer Unternehmen ist schon jetzt im Wettbewerbsvergleich niedrig. Sie liegt nach sachverständiger Schätzung um 20 - 30% unter Industrieländern wie den USA, Deutschland oder Frankreich – mit einem Durchschnittszuwachs von 1,5% p. a. im Zeitraum 2005/13 (Deutschland 4,7%). Die Investitionsquote des Landes (Bruttoanlage-Investitionen in Prozent des BIP) sinkt seit 2000 beharrlich. Heute liegt sie bei 17% (Deutschland: 20%). Die Brexit-Befürworter verschweigen, wie schwer das ständig steigende Leistungsbilanzdefizit wiegt. Nach einem Brexit wird Britannien als Investitionsziel verkümmern. Die Insel mit gerade mal 60 Mio. Konsumenten sperrt sich vom großen europäischen Markt aus. Hört man, dass hunderte von Unternehmern die Forderung nach einem Brexit stützen, dann kommt ein zweites Motiv zutage: Abwehr der Kontinentalkonkurrenz, die auf Gewinne, Beschäftigung, Absatz, Margen und Bequemlichkeit drückt. Es herrscht die Hoffnung, dass man mit Dienstleistungen und Finanzindustrie den British way of life stabilisieren kann. Vor hundert Jahren schon irrte die Times, als sie nach tagelangem Nebel über dem Ärmelkanal titelte ,The continent is isolated‘. Es war und ist genau umgekehrt. Die Briten werden bei Zustimmung zum Brexit einen fühlbaren Abschlag an Wohlstand, Prestige und Weltgeltung hinnehmen müssen.“

Frankfurter Börsenbrief
Vom 12. Mai 2016

Umfragen sind geduldig

„Derzeit scheint der Markt besonders durch Makro-Themen ausgebremst zu werden: Das Tauziehen um den Brexit scheint doch etwas nervös zu machen. Die Börsen-Zeitung führte jüngst eine Umfrage der British Chambers of Commerce (BCC) an, wonach der Anteil der Brexit-Befürworter bei britischen Unternehmensvertretern von 30 auf 37% gestiegen ist. Andererseits sei die Zahl der Gegner von 60 auf 54% zurückgegangen. Die Umfrage ergab auch, dass sich 45% der Europäer (in den Umfrageländern) für ein Referendum auch in ihrem eigenen Land aussprechen, in Italien und Frankreich waren es sogar 58% bzw. 55%. Auf die Frage, wie man im Falle eines Referendums votieren würde, sprach sich ein Drittel der Europäer in den Umfrageländern für ein Ausscheiden ihres Landes aus der EU aus. In Italien lag die Ablehnungsquote bei 48% und somit bei knapp der Hälfte, in Frankreich und Schweden immerhin noch bei 41 bzw. 39%. In Deutschland wünschten sich 40% ein Referendum und 34% hätten bei einem solchen für einen Austritt aus der EU gestimmt. Das sind immer noch Minderheitspositionen, aber sie deuten gleichwohl an, dass der Kitt im Europäischen Staatenkonstrukt an Tragfähigkeit verloren hat. Die Börsen-Zeitung führt Studien-Ergebnisse von EY an, wonach ca. 55% der Aktien von DAX-Unternehmen bei ausländischen Anlegern liegen. Das impliziert eine gewisse Anfälligkeit.“

Das 100%-DEPOT
(Von Chefredakteur Dieter Wendt)
Vom 10. Mai 2016

Damoklesschwert Brexit schwebt über den Märkten

„Am 23. Juni stimmen die Briten über den Verbleib in der Europäischen Union ab. Befürworter und Gegner fahren bereits mediale Geschütze auf, sodass der Ausgang dieser ,Schicksalswahl‘ völlig offen erscheint. Das Brexit-Lager argumentiert, langfristig würde Großbritannien von einem Ausstieg ökonomisch profitieren, weil es dann seine eigenen Handelsverträge abschließen, Geldtransfers nach Brüssel einsparen und auf übertriebene Regulierungsvorgaben verzichten könnte. Dies ist sicherlich richtig, doch dürfte der Schaden weitaus höher für den Inselstaat ausfallen. Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte bereits vor einigen Monaten Stellung zu einem möglichen Ausscheiden Großbritanniens aus der EU genommen: ,Wir würden weinen.‘ Hohe Schwankungen sind in den kommenden Wochen zu erwarten. Darauf stellen wir uns ein!“


Hohe Schwankungen halten Anleger in Wartestellung

In einem sind sich die Experten, sowohl Volkswirte als auch Analysten, einig: Kommt es zum Brexit, dann sind die wirtschaftlichen Folgen gewaltig. Infolgedessen verharren die meisten Anleger bis zum Tag X, nämlich dem 23. Juni, in Wartestellung. Ob sich aus dieser Marktlage gute Kaufchancen für Sie ergeben – und wenn ja welche – das verrät Ihnen mein Kollege Dieter Wendt in der nächsten Ausgabe seines 100%-DEPOT.

Denn er ist, wie Sie oben selbst lesen können, bestens auf die Schwankungen in den kommenden Wochen eingestellt und darüber hinaus bekannt für seine einzigartige Spürnase, wenn es um Aktien geht. Deshalb bieten wir Ihnen heute an, das 100%-DEPOT von Dieter Wendt drei Monate lang zum Schnupperpreis von günstigen 79,- Euro (anstatt 199,- Euro) zu testen.

Mit diesem Angebot wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße

Ihre

Martina Bisdorf

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