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Ausgabe vom 07. April 2016


  • Pressespiegel: Globalisierung der Minuswelt – Wie entwickelt sich hier der Edelmetallmarkt? 




Pressespiegel:
Globalisierung der Minuswelt – Wie entwickelt sich hier der Edelmetallmarkt?   


von Martina Bisdorf

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie jeden Donnerstagmorgen begebe ich mich auch heute auf die Suche nach einer aktuellen, interessanten Presseumschau für Sie. Dabei stelle ich mir immer die Frage: Was treibt die Wirtschaftsmedien diese Woche um? Nun, über die Panama-Papers, die den gesamten Erdball gerade in Aufruhr versetzen, habe ich Ihnen gestern ausführlich berichtet. Bleibt das allgegenwärtige Thema: Die Angst der Anleger im Niedrigzinsumfeld.

Die ultralockere Geldpolitik und neue Wachstumsängste lassen immer mehr Anleiherenditen ins Minus rutschen. Sogar die Anzahl negativ verzinster Staatsanleihen steigt. Das droht jetzt laut neuesten Meldungen aus dem Handelsblatt auch der zehnjährigen Bundesanleihe. Wenn das so weitergeht, werden Zinsen auf diesem Planeten bald zu einer aussterbenden Gattung. Bereits jetzt hat sich binnen weniger Monate das globale Volumen negativ verzinster Staatsanleihen fast verdreifacht. Die Zahlen erscheinen atemberaubend. Ende letzten Jahres rentierten Staatsbonds im Umfang von „nur“ 2,4 Bio. Dollar im Minus. Inzwischen reden wir hier schon 6,6 Bio. Dollar!


Rundumblick auf den Edelmetallsektor – Wie lohnenswert sind Investments?

Da ich Ihnen bereits letzte Woche an dieser Stelle einen aussagekräftigen Rundumblick zum Thema Niedrigzinsen geliefert habe, wollen wir uns heute dem Edelmetallmarkt zuwenden. Warum? Ganz einfach, weil der Ruf der Anleger nach Gold, Silber, Platin und Co. in solchen Zeiten immer laut wird. Man sucht nach dem vermeintlich krisenfesten Investment, um sein Kapital wenigsten halbwegs in Sicherheit zu wissen.

Aber ist dem wirklich so? Wo bewegen sich die Edelmetallpreise gerade hin? Lohnt ein Einstieg? Mit solchen Fragen werden wir zurzeit tagtäglich konfrontiert. Um Ihnen einen möglichst objektiven Einblick in die Geschehnisse am Edelmetallmarkt zu gewährleisten, hier eine repräsentative Auswahl an Meinungen aus drei renommierten Börsenpublikationen:


Das meinen die Experten:

Hot Stocks Investor
Vom 04. April 2016  

Gestiegene Nachfrage weist auf Potenzial hin

„Gold dürfte seine technische Pause abgeschlossen haben, am Montag meldete sich das Edelmetall mit Verve zurück! Die gestiegene Nachfrage zeigt, dass hier noch deutlich mehr Potenzial lauert. So kaufte Russland zwischen Januar und Mitte März 22, China 16 sowie die Türkei und Kasachstan jeweils 1,2 Tonnen. Im gleichen Zeitraum erhöhten die ETFs ihre Goldbestände um 215 Tonnen auf aktuell 1.740 Tonnen. Seit Jahresbeginn sind 7 Mrd. Dollar an Anlagegeldern in börsengehandelte Produkte auf das gelbe Edelmetall geflossen, so viel wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr. Beim Xetra-Gold kletterte der Bestand des hinterlegten Edelmetalls auf ein Rekordhoch. Goldexperten veranschlagen die private Nachfrage aus China, Indien und Nahost ebenfalls in London in der Summe auf 50 bis 55 Tonnen. Nach der jüngsten Konsolidierung dürfte der Goldpreis schon allein aus rein technischer Sicht die Marke von 1.270 bis 1.290 Dollar anlaufen. ,Bei Gold wird derzeit jeder Kursrücksetzer als Kaufgelegenheit gesehen‘, sagt Ole Hansen, Edelmetallexperte bei der dänischen Saxo Bank. Gold kommt zugute, dass Börsianer angesichts der weltweiten Konjunktursorgen im weiteren Verlauf dieses Jahres kaum noch mit Zinserhöhungen in den USA rechnen.“

Der Parseval
02. April 2016

Edelmetalle erfolgreich in 2016 gestartet

„Die Edelmetalle sind sehr erfolgreich in das neue Börsenjahr gestartet. Gold verteuerte sich im ersten Quartal um rund 15% und legte damit so stark wie seit 1990 nicht mehr zu. Platin blieb zunächst zurück und kam nur rund 8% voran. Zuletzt holte das weiße Edelmetall gegenüber Gold allerdings auf und verteuerte sich in dieser Woche um über 3%, während sich Gold nur noch unwesentlich verbesserte. Ich erwarte, dass diese relative Stärke weiter anhalten wird, zumal Platin gegenüber Gold unterbewertet ist. Insgesamt haben die Edelmetalle in diesem Jahr ihre langjährige Baisse beendet. Unterstützend wirkte hier, dass die US-Notenbank Fed zunächst keine weiteren Zinserhöhungen plant. Generell unterstützt eine lockere Geldpolitik die Notierungen der Edelmetalle. Aus der Sicht eines Euro-Anlegers wurde der Wertzuwachs allerdings teilweise durch die jüngste Schwäche des Dollars geschmälert. Diese Schwäche halte ich allerdings für vorübergehend.“

Zürcher Trend:
Vom 30. März 2016

Gold-Markt unterliegt Drei-Phasen-Entwicklung

„Anders als in den Rohstoffen spielt die Termin-Spekulation keine große Rolle. Deshalb beginnt jeder Goldmarkt-Trend vorsichtig und aus anderen Anlässen im gleichen Umfang, wie die Sicherheitsbedürfnisse der Anleger zunehmen. In diesen Ländern spielen weder Anleihen noch Aktien für Privatanleger eine Rolle. In der zweiten Phase einer solchen Markttendenz nehmen die professionellen Investments zu. Dazu gehören insbesondere ETFs oder echte Käufe von Goldbarren in den Finanz-Zentren London und Zürich. Erst in der dritten Phase entsteht dann die berühmte Eskalation bis zur Fahnenstange, wie es 1980 und 2011 nachvollziehbar war. Dieser Verlauf steht wohl bevor. Warum? Die Gold-Produktion ist begrenzt. Eine massive Ausweitung ist unmöglich, im Gegensatz zu Kupfer und anderen Metallen, deren Produktion beliebig hochzufahren ist. Das erklärt die dargestellte Phasen-Entwicklung und deren Endbestimmung. Der Endpreis für Gold orientiert sich weder an den Herstellungskosten oder Zinsen bzw. Wertvergleichen, wie immer diese auch gebastelt sind, sondern an der Entwicklung eines typischen Momentum-Zyklus.“


Edelmetalle rücken in den Fokus der Anleger

Einig sind sich die Experten darin, dass das Niedrigzinsumfeld sowie die noch anhaltende Verunsicherung der Anleger dem Edelmetallmarkt Rückenwind verleihen. Auch in unserem hauseigenen Multi-Asset-Fonds MS Global One setzen die Fonds-Initiatoren Jürgen Schmitt (Chefredakteur BÖRSEN-SPIEGEL) und Cliff Michel (Chefredakteur Smart Money Investor) neben Aktien und Immobilien auf den Edelmetallsektor.

In welcher Form sie das tun, das erfahren Sie im
aktuellen Fonds-Newsletter, zu dem Sie sich hier kostenlos und unverbindlich anmelden können.

Mit diesen Eindrücken wünsche ich Ihnen einen schönen Tag.

Herzliche Grüße

Ihre

Martina Bisdorf

PS: Auch die aktuelle Warnung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) trifft uns Deutsche hart: Die stabile Konjunktur und solide Staatskassen würden täuschen. Aus Sicht der Industrieländer-Organisation steht Deutschland vor einer Reihe großer Herausforderungen. Trotz einer weiter stabilen Konjunktur und der Überschüsse in den Staatskassen bestehe Reformbedarf in der Renten-, Steuer- und Arbeitsmarktpolitik, so Generalsekretär José Ángel Gurría gestern in Berlin bei der Vorlage des Wirtschaftsberichts für Deutschland.



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