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Ausgabe vom 24. März 2016


  • Pressespiegel: Trotz der Finanzmärkte – Leben mit der Terrorgefahr 




Pressespiegel: Trotz der Finanzmärkte – Leben mit der Terrorgefahr  

von Martina Bisdorf

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

diese Karwoche hat es wirklich in sich. Sie ist geprägt vom Leid der Menschen, die zum Opfer der grausamen Terror-Anschläge in Brüssel wurden, vom Schmerz der Angehörigen, denen unser tiefes Mitgefühl gilt, vom Schock, der  ganz Europa erfasst hat. Man möchte meinen, wir seien alle zum Ende der Passionszeit noch einmal kräftig wachgerüttelt worden. 

Entscheidend ist nun, wie wir damit umgehen. Meine Meinung dazu kennen Sie aus dem gestrigen Newsletter. Mehrfach haben meinen Kollegen und ich diese Woche einhellig betont, wie wichtig es ist, nach vorne zu schauen und die sich bietenden Chancen – egal ob am Aktienmarkt oder im Privatleben - zu nutzen.

Dabei ist ein wenig Demut durchaus angebracht, denn wenn uns die Ereignisse in Brüssel eines vor Augen geführt haben, dann das: Das Leben ist ein Geschenk und wir haben nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, etwas daraus zu machen.   

Das Leben ist ein Geschenk – Nutzen wir unsere Chancen

Dass wir damit den Ton der meisten Kollegen von anderen renommierten Börsenbriefen getroffen haben, können Sie gleich dem unten stehenden Pressespiegel entnehmen, den ich aus gegebenem Anlass für Sie zusammengestellt habe. Doch zuvor möchte ich Ihnen die Zuschrift eines Lesers nicht vorenthalten, die mich gestern erreicht und berührt hat, weil aus ihr die pure Verzweiflung sprach. 

Jener langjährige Leser äußerte, dass man doch die Wurzel des Terrors und des Leids anpacken und ausmerzen müsse (namentlich der radikalisierte Islamismus in Form des „IS“) und nicht einfach untätig „normal“ weiterleben könne. Ich habe ihm geantwortet, dass ich das gerne täte, mir aber leider die Mittel dazu fehlen. Dabei habe ich mich darauf besonnen, dass wir eben doch ein Mittel haben, nämlich die „Normalität“.

Pflicht der Finanzmärkte und Anleger: Dem Terror die Stirn bieten 

Wir „Normalbürger“ können diesem Wahnsinn nur begegnen, indem wir den gebotenen Optimismus an den Tag legen und uns nicht unterkriegen zu lassen. Das gilt insbesondere für uns als Anleger. Denn wenn wir zulassen, dass solche Irrsinnstaten unsere Kapitalmärkte lahmlegen, dann haben die Terroristen ihr großes Ziel erreicht, uns „gottlose Kapitalisten“ ins Mark zu treffen. Das dürfen wir nicht zulassen. Und wenn uns das gelingt, dann leisten wir einen entscheidenden Beitrag zum Kampf gegen den Terror.

Dass wir zumindest in dieser Hinsicht auf einem guten Weg sind, das haben wir bereits an den vergangenen beiden Tagen erlebt. Diese Pflicht haben die Finanzmärkte jedenfalls erfüllt, wie ich Ihnen gestern an dieser Stelle berichtete. Und Grund zum Optimismus hinsichtlich der Aktienmärkte dürfen wir auf jeden Fall haben. 

Das Börsenjahr beginnt jetzt – Besonderes Osterei in Ihrem Postfach

Nach Ostern beginnt Zeit der Hauptversammlungen und damit allmählich auch die Dividendensaison. Nach der notwendigen Korrekturphase können wir dann voraussichtlich volle Fahrt in den Börsenfrühling aufnehmen.

Wo genau es lang geht und wie viel Tempo Sie wann geben sollten, das erfahren Sie in unseren Börsenpublikationen:
BÖRSEN-SPIEGEL,Das 100%-DEPOT,Smart Money Investorund demTurnaround-Brief, zu dem alle Leser, die diesen Dienst noch nicht kennen, an den Osterfeiertagen interessante Informationen erhalten werden. Schauen Sie also über die Feiertage in Ihren E-Mail-Eingang. Es lohnt sich! 

Lesen Sie nun, wie angekündigt, wie andere Experten die aktuelle Marktlage einschätzen.

Das meinen die Experten:

Börse easy
Vom 23. März 2016

Märkte zeigen Terror die Nase 
„Verdammte Terroristen! Doch die Märkte zeigten ihnen die Nase. In der EU-Metropole Brüssel zuzuschlagen, war zwar ein politisches Statement, aber die Börsianer handelten trotzdem besonnen: Nach zunächst automatischen Verkäufen, da nicht abzuschätzen war, wie groß die Angriffe aus fallen würden, beruhigte sich der Markt wieder. Worin freilich auch ein gewisser Gewöhnungseffekt liegt. Der DAX jedenfalls beendete den Dienstag-Handel mit +0,41 % bei 9.990 Zählern. Heute Vormittag über der Marke von 10.000, genauer: bei 10.055,06. Das sah noch am Montag anders aus: Eine Öl-Bohrung in den USA - und schon ging der DAX auf Talfahrt. Es schien, als reichte der Börse jede Entschuldigung, um den deutschen Leitindex n i c h t längere Zeit über 10.000 Punkte zu schieben. Seit dem Tief im Februar erholte sich der deutsche Leitindex zwischenzeitlich um rd. 14%. Fünf Wochen in Folge verbuchte er Kursgewinne. Das Jahresminus 2016 ist damit zwar noch nicht wieder wettgemacht, aber die Erholung geht - nachdem der Öl-Preis zu steigen beginnt - in Ordnung. Allerdings war es völlig normal, dass die deutsche Börse vorübergehend innehielt. Unverändert standen die Chancen gut, dass dies nur ein Intermezzo war. Gestern kamen sowohl das aktuelle ZEW-Konjunkturbarometer als auch das ifo-Geschäftsklima für März heraus. Vor allem der 2. Indikator überraschte mit einem weitaus höheren Gesamtwert, als ihm die Analysten zugetraut hatten. Besonders erfreulich daran: Sowohl der Sub-Index zur aktuellen Lage als auch der zu den Erwartungen verbesserten sich deutlich.“ 

Der Aktionärsbrief
Vom 23. März 2016

Zeit, auf Schnäppchenjagd zu gehen 
„Die Märkte beenden das erste Quartal mit einem blauen Auge, aber in ziemlich guter Verfassung. Die erste April-Woche ist dann noch vage wegen der Liquiditätsverpflichtungen unterschiedlicher institutioneller Anleger. Die Rohstoffmärkte und die Schwellenländer haben sich stabilisiert. Das ist die Klammer, die die internationalen Märkte in den nächsten neun Monaten zusammenhält. Daraus entfaltet sich dann die Rally der Aktienmärkte, aber auch der Anleihemärkte, insofern es sich um Emittenten mit niedrigerer Bonität handelt. Kurzum, wir gehen in einen Risk-on-Modus, der die nächsten Monate gilt. Die Notenbanken treten in den Hintergrund. Es ist alles gesagt, was zu sagen war. Neue Impulse werden sie nicht liefern. Aus den verschiedenen Kommentaren nimmt man wahr, dass sie wissen, sie sind mit ihrer Geldpolitik am Ende der Fahnenstange angekommen. Ab April/Mai rechnen wir aber mit wesentlich zuversichtlicherer Kommunikation seitens der Vorstände der Konzerne. Das werden die Analysten gierig aufnehmen. Man muss vorher positioniert sein. Daher sind die nächsten zwei bis drei Wochen für die Schnäppchenjagd wichtig. Die Märkte haben bewiesen, dass eine Baisse, die bis Mitte März lief, zu verkraften ist, ohne dass sie gleich kollabieren oder übertreiben. Große Rettungsmaßnahmen waren nicht notwendig, die Märkte haben sich von selbst stabilisiert und eine brauchbare Ausgangslage für neue Investments geschaffen.“


Effecten-Spiegel
Vom 23. März 2016

Aktien stechen alle anderen Anlagen aus 
„Das Versprechen der US-Notenbank einer behutsamen Zinswende sorgte nicht nur für eitel Sonnenschein an der Börse. Schnell folgte die Ernüchterung, denn der Dollar ging nach der Ankündigung erdrutschartig nach unten und der Euro kräftig nach oben. Damit zogen am heimischen Exporthimmel dunkle Wolken auf. Die nächste Schlechtwetterfront schickte dann der Notenbank-Chef von San Francisco, John Williams, über den Aktienmarkt. Er erwartet angesichts ermutigender Konjunkturdaten eine baldige Fortsetzung der Zinsanhebung. Er sah sogar die kommenden Zinssitzungen im April und Juni als mögliche Termine auf dem Wettersatellit. Dennoch sind die Vorhersagen nicht so schlecht wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Nach der Osterpause kommt allmählich die HV-Saison in Fahrt. Allein die DAX-Unternehmen planen, für 2015 eine Gewinnbeteiligung von insgesamt gut 31 Mrd. Euro an die Anteilseigner auszuschütten. Genau 24 der 30 DAX-Mitglieder erhöhen die Dividende. Renditen deutlich über 3% oder mehr sind keine Seltenheit, womit Aktien auch in diesem Jahr alle anderen Anlagen ausstechen. Darüber hinaus ist die derzeitige Notenbanken-Politik für Aktien grundsätzlich weiter positiv zu werten.“

Marktlage von Optimismus geprägt – Es kann Ostern werden

Pünktlich zum anstehenden Osterfest erreichen uns immerhin in Sachen Aktienmarkt durchweg positive Nachrichten. Hier sind sich die Experten einig: Spätestens Anfang April sollte man sich positionieren und dabei sein, wenn die Märkte wieder Fahrt aufnehmen. Denken Sie daran: Wir lassen uns nicht ausbremsen. 

Wir von derBÖRSEN-SPIEGEL-Redaktion wünschen Ihnen und Ihren Familien in diesem Sinne ein gesegnetes, friedliches Osterfest und freuen uns, wenn Sie nach den Feiertagen mit uns Fahrt aufnehmen. Die nächste Ausgabe desBÖRSEN-SPIEGELdailyerscheint dann am kommenden Dienstag. 

Herzliche Grüße

Ihre

Martina Bisdorf

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