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      22. März 2016


  • Terror in Brüssel überschattet nicht nur die Börsen  


Terror in Brüssel überschattet nicht nur die Börsen  

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

da ahnt man nichts Schlimmes, macht beim Frühstück unbedarft das Radio an und da ist sie wieder, die Angst vor dem Terror: Zwei Explosionen am Brüsseler Flughafen. Schon kurze Zeit später folgen Meldungen über eine Detonation in der Brüsseler Metro.

Brüssel befindet sich im Ausnahmezustand. Es herrscht die höchste Terrorwarnstufe. Keine Ahnung, was heute noch passiert. Nicht auszudenken, wie sich Angehörige und Freunde der Opfer fühlen müssen. Ihnen gilt natürlich unser ganzes Mitgefühl. Wie schrecklich muss es sein, seine Lieben auf diese Art und Weise zu verlieren.


Unsere Welt wird unsicherer

Leider hatten viele nach der Verhaftung von Salah Abdeslam, dem mutmaßlichen Drahtzieher der Paris-Attentate, mit Anschlägen in Belgien gerechnet.

Dass das Netzwerk aber so schnell und mit solcher Stärke zurückschlagen würde, konnte wohl niemand ahnen. Die große Frage ist doch, können wir uns angesichts der Rücksichtslosigkeit dieser Terroristen überhaupt schützen? Ich fürchte ernsthaft, wir müssen uns leider daran gewöhnen, dass unsere Welt ein Stück weit unsicherer geworden ist und wir uns mehr und mehr auf Terroranschläge einrichten müssen.

Facebook hat für Brüssel den sogenannten Safety Check aktiviert. Mit dem Safety Check wissen Verwandte und Freunde sofort, wer in Sicherheit ist. Befindet sich ein Nutzer in Brüssel, fragt Safety Check per Nachricht, ob derjenige sicher ist. Hierbei hat der Nutzer dann die Wahl zwischen „Ich bin in Sicherheit“ oder „Ich befinde mich außerhalb des Gefahrengebiets“.


Luftfahrtgesellschaften leiden unter Brüsseler Anschlagsserie

Auch an der Börse dominieren die Anschläge das Handelsgeschehen. Der DAX fällt heute Morgen um 1,8% ins Minus. Besonders betroffen sind wegen der Anschläge am Brüsseler Flughafen die Luftfahrtgesellschaften. Die Lufthansa reagiert innerhalb von Minuten mit Verlusten in Höhe von minus 3,5%. Und ist damit das Schlusslicht des DAX.

Airline-Aktien wie die von Air France, der British Airways-Mutter IAG sowie die Billig-Flieger Ryanair und EasyJet fielen um bis zu 4%. Auch Aktien von Reiseveranstaltern wie Thomas Cook oder TUI kommen am Morgen ins Rutschen. Unsicherheit heißt bei institutionellen Händlern leider erst einmal „Verkaufen“.


Bewahren Sie jetzt Ruhe

„Verkaufen“ sollten Sie jetzt auf keinen Fall, sondern einfach Ruhe bewahren. Wenn Sie Leser unserer Börsenpublikationen BÖRSEN-SPIEGEL smart money, Smart Money Investor oder dem 100%-DEPOT sind, dann erhalten Sie im Laufe des Tages per Eilmeldung genaue Instruktionen von uns, was zu tun ist. Warten Sie also bitte einfach ab und handeln Sie nicht überstürzt.

Angesichts der Brüsseler Anschläge rücken alle anderen Termine an der Börse wie der positiv ausgefallene Ifo-Index und die ZEW-Konjunkturerwartungen in den Hintergrund.


Apple will den Massenmarkt bedienen

Neben den Anschlägen verblasst auch Apples gestrige, mit Spannung erwartete, Keynote. Wie immer bei einer anstehenden Keynote von Apple wurde schon im Vorfeld viel spekuliert. Viele Experten rechneten mit kostengünstigeren iPhones, die zwar mit weniger Funktionen ausgestattet sind, aber auch unter 500 Dollar kosten sollen. Warum? Weil Apple diesen gewaltigen Markt bisher außer Acht gelassen hat.

iPhone und Smart Watch werden günstiger, aber nicht billig

Und Apple-Chef Tim Cook lieferte. Das neue iPhone SE ist ein Gerät, dessen Display etwas kleiner ist, aber so aussieht wie das iPhone5. Technisch ist es allerdings mit einem schnellen Prozessor, einem 12-Megapixel-Display und einem NFC-Chip auf dem neuesten Stand. Neu ist der Preis. Das iPhone SE soll nur noch 399 Dollar bzw. 489 Dollar kosten. Das ist günstiger als andere iPhones, aber nicht billig. Hier hat Apple wohl die Zeichen der Zeit erkannt und will so im hart umkämpften Markt weitere Marktanteile erwerben.

Auch die Smart Watch wird preiswerter. In den USA kann sie ab sofort für 299 Dollar, also 50 Dollar günstiger, erworben werden.


Apple überrascht nicht mehr, sondern liefert

Was bei Apple gestern mal wieder ausblieb, war „The next big thing“. Viele Anleger hatten sich einen neuen Coup erhofft, die den 20%-igen Kursverfall seit seinem Allzeithoch im vergangenen Jahr wieder in die richtige Richtung bringen sollte.

Demnach blieb die Euphorie an der Börse aus. Die Aktie des US-Technologie-Giganten rutschte im Handel in New York am Abend deutscher Zeit sogar leicht ins Minus. Aber eben nur leicht.

Die Anleger sehen Apples Zukunft also entspannt entgegen. Gerade Institutionelle sehen Apple mittlerweile mit anderen Augen. So auch John Scandalios, mächtiger Fondsmanager im Silicon Valley, in einem aktuellen Interview mit der Süddeutschen Zeitung auf die Frage, warum er Apple die Treue halten würde:

„Wissen Sie, was das Interessante an Apple ist? Seit Jahren erwarten alle, dass Apple endlich mit dem nächsten revolutionären Produkt nach dem iPhone auf den Markt kommt. Dies ist aber in meinen Augen gar nicht so entscheidend. Schauen Sie sich das Unternehmen doch an: Es handelt sich um eine Gewinnmaschine mit mehr als 200 Mrd. Dollar an Cash-Reserven. Viele Anleger haben nun aber die Geduld mit Apple verloren, weil das nächste große Ding einfach nicht kommen will. Ich finde: Dies ist ein idealer Zeitpunkt, um günstig Apple-Aktien zu kaufen.“

Ob wir auch dieser Meinung sind, das erfahren Sie in unseren Börsenbriefen. Ich wünsche Ihnen trotz aller widrigen Umstände einen schönen Tag.

Herzliche Grüße

Ihre
Cindy Ullmann

PS: Wissenschaftlich bewiesen: Laut der aktuellen Studie der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors „Aktie – die ,neue Sicherheit‘ im Depot“, ist es langfristig sicherer für Anleger, die ihr Vermögen wahren bzw. ausbauen möchten, in Aktien zu investieren, statt in Festgelder und Staatsanleihen höchster Bonität. Das gilt insbesondere, wenn Sie auf Dividendentitel setzen.

        


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