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01. März 2016


  • Warren Buffett sieht optimistisch ins Jahr 2016        

Warren Buffett sieht optimistisch
ins Jahr 2016"

 

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

während viele Anleger sich angesichts der Marktturbulenzen die Wunden lecken, läuft einer mit breit grinsenden Gesicht herum. Richtig, die Rede ist von Warren Buffett. Gerade hat er seine Investoren in seinem jährlichen Aktionärsbrief darüber unterrichtet, dass 2015 ein Superjahr für seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway war.

Dieser Aktionärsbrief erfreut sich nicht nur bei Berkshire Hathaway-Aktionären großer Beliebtheit. Schließlich wollen auch wir wissen, wo der drittreichste Mann der Welt sein Vermögen investiert und vor allen Dingen, was er seinen Anlegern für 2016 für Ratschläge mit auf den Weg gibt.

Buffett schließt 50. Dienstjubiläum mit Rekordgewinn ab

Noch wichtiger ist aber folgender Satz in seinem Aktionärsbrief: „Viele Amerikaner glauben jetzt, dass es ihren Kindern nicht so gut gehen wird, wie ihnen selbst. Diese Ansicht ist komplett falsch: Die Babys, die jetzt in Amerika geboren werden, sind die glücklichsten in der ganzen Geschichte“. Schließlich ist Wahlkampf in den USA und Buffett schießt als Unterstützer von Hillary Clinton mit diesem Satz klar gegen deren Herausforderer Donald Trump, der ein düsteres Bild von den USA malt, dass nur ein „starker Mann“ wie er wieder groß machen könne.

Doch zurück zu Berkshire Hathaway. Die Beteiligungsgesellschaft hat 2015, im 50. Jubiläumsjahr, einen Rekordgewinn erzielt, obwohl es für das Unternehmen an der Börse eher schlechter lief. Hier machte er im Jahr 2015 12% Verlust.

Der Überschuss allerdings stieg im Vergleich zum Vorjahr um 21% auf 24,08 Mrd. Dollar. Besonders die von Buffett forcierte Fusion der Lebensmittelgiganten Kraft und Heinz sorgte für sprudelnde Sonder-Gewinne. Im vierten Quartal hatte Berkshire den Gewinn sogar um 32% auf 5,5 Mrd. Dollar erhöht.

 


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BNP Paribas präsentierte:
„Rendezvous mit Harry“

„Boden oder kein Boden", so die Frage, die in der Sendung „Rendezvous mit Harry“ von Beginn an im Raum stand. Für Trader Harald Weygand sind wir beim DAX längst nicht überm Berg. 9.500 Punkte scheinen eine entscheidende Marke. Unter den DAX-Aktien ragt Adidas, zuletzt Wochengewinner im DAX, hervor. Für Harry weiterhin ein interessanter Wert. Ein so genanntes „Spidertop" sieht er hingegen bei der Allianz. Was das ist, erklärt Harry in der Sendung vom 22. Februar.

Begleitet von
Kemal Bagci von BNP Paribas führte wieder einmal Volker Meinel durch die Sendung. Bagci konnte einiges zur Ölpreisentwicklung beitragen. Hier sieht Harry beim WTI viel Licht. Auch die Entwicklung des britischen Pfundes versus Dollar stand im Fokus und am Ende musste natürlich bei zahlreichen Nachfragen der Goldpreis unter die Chartlupe kommen. Sie möchten die Sendung noch einmal sehen und hören? Dann einfach hier klicken. „Rendezvous mit Harry“ gibt es wieder am Montag 29. Februar wie immer um 19 Uhr.


 



Amerikaner arbeiten viel effizienter als früher

Als Grund für die Wachstumsstärke seines Unternehmens aber auch der USA nennt Buffett die zunehmende Produktivität. Seiner Meinung nach arbeiten die Amerikaner wesentlich effizienter als früher.

Berkshire Hathaway hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem echten Finanz-Schwergewicht entwickelt. Die Gesellschaft ist breit aufgestellt. Neben dem Eisenbahnunternehmen BNSF ist Buffett auch an vielen Unternehmen im Finanzsektor beteiligt. Zu den wichtigsten Beteiligungen zählen hier sicherlich der Versicherungskonzern Geico oder die Bank Wells Fargo. Ferner ist Berkshire Hathaway in der Nahrungsmittel-, Bekleidungs- oder Immobilienbranche aktiv.

Wer Buffett kennt, weiß, dass die jetzigen Marktturbulenzen ihm wenig Angst einjagen. Schließlich sind viele Aktien jetzt wieder günstig zu haben. Seine goldene Investmentregel lautet dann schlicht und einfach: „Kaufen“.

Warren Buffetts 5 wichtigsten Investmentregeln aus seinen Aktionärsbriefen:

1) Verfallen Sie bei Marktturbulenzen nicht in Panik: 2014 schrieb Buffett in seinem Aktionärsbrief: „Spiele werden von denen gewonnen, die sich auf das Spielfeld konzentrieren, nicht von jenen, die ihren Blick nur auf die Anzeigetafel richten. Wenn Sie Samstage und Sonntage genießen können, ohne einen Blick auf die Aktienkurse zu richten, sollten Sie dies auch unter der Woche versuchen.“

2) Seien Sie demütig gegenüber den Märkten: In steigenden Märkten kann laut Buffett jeder mit Aktien gewinnen. Erst in schwierigen Marktphasen trennt sich die Spreu vom Weizen.

3) Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb, sondern diversifizieren Sie! So schrieb er 2008 an seine Anleger: „Es gibt keine Regel, das Geld nur dort zu investieren, wo man es verdient hat. Im Gegenteil, es ist oft ein Fehler, genau das zu tun.“

4) Hinterfragen Sie Formeln und Investmentmodelle: „Investoren sollten gegenüber historischen Modellen skeptisch sein. Diese von einer streberhaft tönenden Sekte entworfenen Modelle, die mit esoterischen Vokabeln wie Beta, Gamma oder Sigma benannt werden, tönen beeindruckend. Zu oft vergessen die Investoren, zu hinterfragen, welche Annahmen eigentlich dahinter liegen.“ (2009)

5) Und last but not least: Seien Sie flüssig, wenn die Zeit reif ist, um günstig zu kaufen!


Machen Sie es Warren Buffett nach. In Zeiten von Minizinsen gehören Aktien nun mal in jedes Depot.

Auch wir veröffentlichen übrigens monatlich unseren haueigenen Brief an die Aktionäre in Form unseres kostenlosen MS Global One-Fonds-Newsletters. In diesem Fonds-Newsletter erfahren Sie alles über unsere Multi-Asset-Strategie, die sich gerade in den jetzigen Zeiten durch ihre große Flexibilität auszahlt, weil sie zum Beispiel durch den Kauf von Gold besser performt, als der Markt. Die aktuelle Ausgabe ist gerade erschienen. Hier kostenlos anfordern.

Herzliche Grüße

Ihre
Cindy Ullmann

PS: Eine Sache fehlte jedoch in Buffetts Aktionärsbrief. Er verlor kein Wort darüber, wann ein Nachfolger das Ruder übernehmen soll. Schließlich ist Warren Buffett mittlerweile 85 Jahre alt. Wenn es nach ihm ginge, würde er weitermachen, bis er 100 Jahre alt ist.

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