Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 17. Februar 2016


  • Wachsende Unsicherheit bremst Börsen weiter aus –
    Krisensichere Anlagehäfen gesucht


  • Zitat der Woche 



Wachsende Unsicherheit bremst Börsen weiter aus –
Krisensichere Anlagehäfen gesucht




von Martina Bisdorf

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Unsicherheit und bisweilen auch die Unzufriedenheit der Anleger wächst. Das gilt nicht nur für Großinvestoren wie Carl Icahn und David Einhorn, die sich, wie heute bekannt wurde, in großem Stil von Apple-Anteilen getrennt haben. Warum? Weil sie schon seit Langem nicht mehr zufrieden sind mit Apples Unternehmenspolitik. Ihrer Ansicht nach beteiligt der kalifornische IT-Riese seine Aktionäre zu wenig am Erfolg des Unternehmens.

Auch kleinere und vor allem viele Privatinvestoren sind derzeit stark verunsichert. Wir erleben das hier in der Redaktion tagtäglich. Immer wieder rufen besorgte Anleger an oder schreiben uns E-Mails mit der Frage aller Fragen: „Was soll ich tun mit meinen Aktien? – Alles verkaufen, aussitzen, in andere Investitionsformen gehen…?“

Nun, ich gebe zu, das ist auch für uns nicht ganz so einfach zu beantworten. Vor allem ist die Situation jedes Anlegers anders und dieser muss natürlich Rechnung getragen werden.


Quo vadis? – Wann wird Licht am Ende des Tunnels kommen?

Wohin entwickeln sich die Aktienmärkte, wann kommt endlich der Aufschwung? Wenn wir die passende Glaskugel hätten, würden wir Ihnen das gerne verraten. Fakt ist zunächst einmal, dass wir uns immer noch in einer scharfen Korrektur befinden. Wann Licht am Ende des Tunnels in Sicht sein wird, das wagen selbst die erfahrensten Börsianer nicht vorherhzusagen.

Eine ganz entscheidende Rolle spielen hier natürlich auch die Medien. Und die hauen im wahrsten Sinne des Wortes eine Schlagzeile nach der anderen heraus. Heute Morgen lese ich in den Newstickern der einschlägigen Wirtschaftsmagazine folgende Schlagzeilen:


  • Unsicherheit über Öl-Preis reißt Nikkei nach unten
  • Iran vereitelt Förderbegrenzung – Ölpreiskrise dehnt sich aus
  • Wohnraum wird unbezahlbar – Flüchtlinge sorgen für steigende Mieten und explosive Immobilienpreise

..., um nur einige zu nennen. Hier bekommt man dann seine Zweifel, ob nun Nachrichten Kurse machen oder die Kurse Nachrichten, wovon wir übrigens langfristig überzeugt sind, was die Börse anbelangt. Nun, ich will diese Negativschlagzeilen einmal einordnen, dabei möchte ich die durchaus ernste Lage keinesfalls verharmlosen, aber in ein möglichst objektives Licht rücken.

Lange Durststrecke verunsichert asiatische Anleger

Nach den Gewinnen der letzten Tage legen die Anleger in Fernost eine Verschnaufspause ein: Die Börsen schlossen teils im Minus. Gründe sind unter anderem die Ölpreise und weltweite Konjunktursorgen. Viele Händler setzen nicht mehr darauf, dass es gelingt, die Produktion zu kappen und damit den Preis zu stabilisieren.

In Tokio gab der Nikkei-Index 1,36% auf 15.836 Punkte nach, nachdem er zu Wochenanfang mehr als 7% zugelegt hatte. Viele Händler fürchteten, dass der starke Yen den Exporteuren des Landes zu schaffen macht, zumal weltweit die Wirtschaft ins Stocken gerät. Einige Anleger legten nach den Gewinnen der vergangenen Tage zudem eine Verschnaufpause ein.


Iran spielt wieder mit

Der Iran erteilte einem Zeitungsbericht zufolge den Plänen, die Öl-Produktion auf dem aktuellen Niveau einzufrieren, eine Absage. Die Ölproduzenten Russland, Saudi-Arabien, Katar und Venezuela hatten sich gestern darauf verständigt, die Produktion auf dem Januar-Niveau zu belassen. Das Abkommen von Doha greift aber nur, wenn auch andere große Öl-Länder mitmachen.

Der Iran aber will seine Ölförderung weiter steigern, bis das Land das Produktionsniveau vor Einführung der Atomsanktionen wieder erreicht hat. „Vom Iran zu verlangen, seine Ölfördermenge einzufrieren, ist unlogisch“, zitierte die iranische Tageszeitung „Shargh“ heute einen iranischen Opec-Gesandten. Das steigert natürlich den Druck im Kessel der ohnehin schon angespannten Lage im Krisengebiet rund um die Ölförderländer.


Lage in Syrien spitzt sich zu

Was gerade in Syrien passiert, das kann man allerdings kaum in beschwichtigende Worte fassen. Dabei lässt sich unschwer erahnen, um welche Zahlen sich der Flüchtlingsstrom aus dem von Krieg und Terror geplagten Land erweitern wird. Es ist doch klar, dass jeder, der es irgendwie schafft, sich mit seiner Familie zumindest in die Türkei retten will, die allerdings trotz aller Gastfreundschaft, die sie in den letzten Monaten bewiesen hat, auch am Ende ihrer Kapaziäten ist, und die Grenze erst einmal, zumindest teilweise, dicht gemacht hat.

Der Mietpreiszyklus hierzulande hatte laut Immobilienexperten in 2015 seinen Zenit erreicht, doch mit den vielen Zuwanderern wandelt sich die Lage. So ist einem Bericht des Handelsblatts zufolge in den deutschen Ballungsräumen aufgrund des erhöhten Bedarfs an Wohnraum weiter eine spürbare Steigerung der Wohnungsmieten zu erwarten. Dort halte der Neubau mit der wachsenden Nachfrage noch immer nicht Schritt, teilte der Zentrale Immobilienausschuss (ZIA) gestern anlässlich der Veröffentlichung des jährlichen Gutachtens für die Immobilienwirtschaft in Berlin mit.


Mieten und Immobilienpreise steigen weiter – Aber von Blase ist keine Rede

Im bundesweiten Durchschnitt steigen die Wohnungsmieten nach der Untersuchung inzwischen jedoch deutlich langsamer. Im Westen hätten die Angebotsmieten seit Anfang 2015 nicht mehr nennenswert zugelegt, im Osten seien sie sogar leicht gesunken. Aufgrund der weiterhin angespannten Märkte in den Ballungsräumen sei aber insgesamt keine Stagnation zu erwarten.

Allerdings werde die hohe Zuwanderung von Flüchtlingen nach Ansicht der meisten Experten nicht zu dem enormen Nachfrageschub nach Wohnungen führen, den manche erwarten. Es habe sich „ein bisschen Hysterie breitgemacht“, hört man aus Immobilienkreisen. Schließlich werden nicht alle der 1,1 Mio. Menschen, die 2015 als Flüchtlinge nach Deutschland kamen, auch hier bleiben. Die Zahl der neuen Einwohner werde vielmehr bei der Hälfte oder noch darunter liegen, erwarten Forscher.


Betongold als Krisenwährung

Von den eigenen vier Wänden träumen gerade in Krisenzeiten viele. Doch die Realität sieht für Häuslebauer wenig rosig aus: Denn in Deutschlands Großstädten kostet es laut einer Studie den Durchschnittsverdiener bald 100 Jahre und mehr, eine Immobilie abzubezahlen.

Immobilienerwerber brauchen derzeit bei einem Zinssatz von 2,5% pro Jahr im Durchschnitt 25,8 Jahre, um einen Kredit für eine 110 Quadratmeter große Eigentumswohnung abzubezahlen. Das zeigt die Postbank-Studie „Wohnatlas 2015“, für die Kaufpreise in allen 402 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands ins Verhältnis zum jeweiligen Einkommensniveau gesetzt wurden. Vorausgesetzt ist, dass für die Tilgung maximal 40% des Haushaltsnettoeinkommens aufgewendet werden und 20% Eigenkapital vorhanden waren.


Krisensicherung richtig diversifizieren und positionieren 

Wie auch immer Ihre „Krisenwährung“ aussieht, Sie werden vernünftig genug sein, Ihr hart Erspartes in einen einigermaßen sicheren Hafen zu bringen. Das ist auch unser Bestreben bei der Monitor-Selected-Strategie in unserem hauseigenen Fonds MS Global One. Hier schützen Sie Ihr Kapital mit Sachwerten, zu denen neben Aktien, Rohstoffen und Edelmetallen selbstverständlich auch der Immobilienbereich gehört.

In diesem Sektor ist der
MS Global One mit erstklassigen Aktien wie beispielsweise dem Massivbau-Unternehmen Helma Eigenheimbau, WCM Beteiligungen oder Vonovia erstklassig positioniert. Ich darf meinen Kollegen Jürgen Schmitt, Chefredakteur des BÖRSEN-SPIEGEL und Fonds-Initiator, zitieren, der mit Fug und Recht über den MS Global One behauptet:

„Wir schlagen uns besser als der DAX! Um langfristig einen überdurchschnittlichen Vermögensaufbau zu erzielen, muss man an den Kapitalmärkten ein gut kalkuliertes Risiko eingehen. In der aktuellen Marktlage, in der es kaum noch Assetklassen mit Rendite-Chancen gibt, kommt man dabei an Aktien nicht vorbei. In diesem Zusammenhang ist es natürlich unser Ziel, vor allem in Schwächephasen besser abzuschneiden als die maßgeblichen Indizes. Und hier konnten wir im Verlauf der letzten Monate eine deutliche Outperformance erzielen. Diese haben wir vor allem durch Absicherungsmechanismen in den jeweiligen Extremphasen erreicht, worauf wir auch künftig verstärkt achten werden.“


MS Global One Newsletter als Leitfaden durch schwierige Marktzeiten

Wenn Sie mehr über die pragmatische Absicherungsstrategie und unser Fonds-Management wissen wollen, dann melden Sie sich gleich hier zu unserem kostenlosen monatlichen MS Global One Newsletter an und erhalten Sie bereits nächste Woche die neue Ausgabe mit spannenden Aktienanalysen sowie der aktuellen Markteinschätzung von Chefanalyst Jürgen Schmitt .

Ich grüße Sie herzlich und kritisch zur Wochenmitte,

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Bei Fragen zum MS Global One und unseren derzeitigen Sonderkonditionen für den Einstieg in die B-Tranche können Sie sich jederzeit an unseren Fonds-Experten Cliff Michel wenden. Telefonisch unter
(0661) 480 499 20 oder per E-Mail an: c.michel@js-capital.de.




Zitat der Woche


„Die Krise kommt, die Krise geht, die Welt ganz einfach fortbesteht.“

Wolfgang J. Reus (1959 – 2006; deutscher Journalist und Satiriker)





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