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16. Februar 2016


  • Setzen Sie auf den Megatrend bargeldloses Bezahlen            


Setzen Sie auf den Megatrend bargeldloses Bezahlen          


von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

heute vor 160 Jahren wurde Rudolph Karstadt, der Gründer der Warenhauskette „Karstadt“, geboren. Zusammen mit seinen Geschwistern Sophie-Charlotte und Ernst lieh er sich 1.000 Taler, um am 14. Mai 1881 in Wismar ein „Tuch-, Manufaktur- und Confektionsgeschäft“ zu eröffnen.

Das Besondere an dem neuen Geschäft: Die Karstadts bieten feste Preise. Das ist unüblich in einer Zeit, in der das Feilschen und Anschreiben noch Usus ist. Drei schwere Jahre muss Rudolph Karstadt auf den Erfolg warten. Seine Geschwister sind längst ausgestiegen.


Rudolph Karstadt: „Bar, aber billig“

Zur Jahrhundertwende aber gibt es in Norddeutschland schon 22 Filialen. In den zwanziger Jahren beginnt dann die goldene Zeit der Warenhäuser. Karstadts Motto „Bar, aber billig“ trifft den Nerv der Zeit.

Warum ich Ihnen das erzähle? Wenn Rudolph Karstadt heute noch leben würde, würde er sich wahrscheinlich aus vielerlei Gründen wundern.


Karstadtpleite, die Erste

Nur eins kannte er schon, die Pleite. Denn 1929 eröffnete Karstadt am Herrmannplatz in Berlin das damals wohl modernste Warenhaus der Welt, ein Hochhaus, in dem 4.000 Verkäufer auf 70.000 Quadratmetern arbeiten. Es gibt eine U-Bahn-Station und ein Schwimmbad im Keller, einen LKW-Aufzug und Restaurants für 900 Gäste.

Doch kurz nach der Eröffnung beginnt die Weltwirtschaftskrise. Rudolph Karstadt verliert jede dritte Filiale und sein gesamtes Vermögen. 1932 gibt der Firmengründer mit 76 Jahren seinen Vorstandsvorsitz auf. Am 19. Dezember 1944 stirbt Rudolph Karstadt. Sein Prestigeobjekt wird am Ende des Krieges von der SS gesprengt, damit die Vorräte nicht an die Russen fallen. 

Trotz allem wird das Unternehmen in der Nachkriegszeit zum größten deutschen Warenhauskonzern. Verschläft aber in den 70er Jahren den Trend zu Supermärkten und Billigdiscountern außerhalb großer Städte. Zahlreiche Übernahmen wie u. a. von Hertie und Neckermann brechen Karstadt dann endgültig das Genick. 2004 werden 25.000 Angestellte aufgrund der hohen Schuldenlast von 4 Mrd. Euro entlassen.


Karstadt-Pleite, die Zweite

Den Rest der Geschichte kennen Sie. Seit der Insolvenz 2009 des damaligen Eigentümers Arcandor wechselten einige Besitzer das Unternehmen. Am 14. August 2014 wurde dann die Komplettübernahme von Karstadt durch die Signa Holding des österreichischen Investors René Benko bekanntgegeben, die bereits die Mehrheit an den Sport- und Premiumhäusern besitzt.

René Benko hatte das angeschlagene Unternehmen Karstadt 2013 gemeinsam mit seinem israelischen Geschäftspartner Beni Steinmetz von dem Investor Nicolas Berggruen erworben. Knapp zwei Jahre später hatte Benko den größten Teil der Immobilien, die noch in ihrem Besitz waren, an Steinmetz abgegeben. Behalten hat er nur die Immobilien der Premiumhäuser KaDewe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München, die er in der KaDeWe-Group bündelte. Außerdem behielt Benko die Karstadthäuser in der Stuttgarter Fußgängerzone und am Kurfürstendamm in Berlin. Gerade hat er verkündet, aus dem großen Haus am Kurfürstendamm eine Shopping-Mall zu machen.


Warenhäuser veränderten damals das Leben der Menschen…

Doch zurück zu Rudolph Karstadt. In der Chronik zum 125. Karstadt-Jubiläum schrieb das Unternehmen: „Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. So eine große Idee, eine Idee, die das Leben der Menschen verändern sollte, kam in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf: das Prinzip Warenhaus.”

Schon mit seinem ersten Geschäft verwirklicht Karstadt wie oben beschrieben eine für die damalige Zeit revolutionäre Geschäftsidee: Er bietet zahlreiche Artikel „in größter Auswahl und zu sehr billigen Preisen”, wie die Eröffnungsanzeige verkündet. Der Verkauf finde jedoch “nur gegen Bar statt”. Diese damals unübliche Art der sofortigen Barzahlung sichert Karstadt planbare Zahlen und ermöglicht ihm günstige Konditionen im Einkauf.

Bargeld ist für die damalige Zeit der Schlüssel für erfolgreiches und planbares Handeln. Mittlerweile befinden wir uns in einer ganz anderen Zeit und Rudolph Karstadt würde sich die Augen reiben.




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BNP Paribas präsentierte:
„Rendezvous mit Harry“

Harry, der Außenseiter. Trader Harald Weygand sieht sich in seiner weiterhin skeptischen Meinung zum DAX allein unter vielen Tradern. Er möchte eine bestehende Gegenwehr erst mal noch abwarten, so Harry während der wöchentlichen Sendung „Rendezvous mit Harry“ vom 15. Februar. Einher ging eine ausführliche Analyse zum DAX. Des Weiteren waren der japanische Nikkei Index (am Tag mit 7% Kurssprung nach oben) und der Dow Jones Themen der Sendung. Von der Aktienseite gab es eine Analyse zu Cisco Systems und Gilead Sciences, einem unter den Teilnehmern häufig nachgefragten volatilen Biotechwert.

Am Ende der Sendung ging Harry detailliert auf die Entwicklung des Goldpreises ein. Dabei flossen zusammen mit den Teilnehmern mehrere Betrachtungsweisen in die Analyse ein. Ganz kurz dann noch: Euro/Dollar. Hier könnte der Euro noch Aufwärtspotenzial haben. Harry spricht von einem möglichen Doppelboden beim Chart. Die Sendung wurde wie gewohnt von Volker Meinel geleitet. Sie möchten die Sendung noch einmal sehen und hören? Dann einfach
hier klicken. „Rendezvous mit Harry“ gibt es wieder am Montag, 21. Februar, wie immer um 19 Uhr.





… doch in Zeiten des Online-Shoppings wirken sie heute nur noch wie antiquierte Einkaufstempel

Nicht nur, dass der Online-Handel dank des Internets die Spielregeln der gesamten Branche verändert hat und Warenhäuser nur noch wie antiquierte Einkaufstempel wirken.

Denn die Zalandos und Amazons dieser Welt sind 24 Stunden geöffnet, sie bieten maßgeschneiderte Sonderangebote und haben eine gigantische Auswahl. Und sie legen weiter nach: mit virtuellen Anproben, frischen Lebensmitteln und Zustellung am selben Tag. Nach einer Studie des Instituts für Handelsforschung in Köln soll bis 2020 jedes zehnte Ladengeschäft vor dem Aus stehen.


„Nur Bares ist Wahres“ oder: Wie sich Zahlungsweisen verändern

Nein, auch die Zahlungsweisen haben sich verändert. So befindet sich das Volumen der bargeldlosen Zahlungen laut des World Payment Report von Gapgemini und der Royal Bank of Scotland, der zuletzt im Oktober 2015 erschienen ist, auch 2014 weiterhin auf einem starken Wachstumskurs. 389,7 Mrd. Transaktionen wurden 2014 getätigt. Das ist neuer Allzeitrekord und eine Steigerung zu 2013 um 8,9%.

Und laut der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers hat jeder vierte Deutsche mobiles Bezahlen per Smartphone oder Tablet zumindest einmal ausprobiert. In erster Linie nutzen Deutsche Mobile Payment für Reisen, Flug- oder Bahntickets und Hotels sowie für Kleidung und Schuhe.


Moderne versus Freiheit - Die Diskussion um das Bargeld schlägt hohe Wellen

Interessant dazu ist sicher die aktuelle Diskussion um die Bargeldobergrenze von 5.000 Euro bzw. die Abschaffung der 500-Euro-Banknote. „Nur Bares ist Wahres“, wer kennt den Spruch nicht? Doch in Zeiten von Überweisungen, Kreditkarten, bargeldlosem Zahlen an den Supermarktkassen, PayPal und bezahlen via Mobiltelefon, wirken Banknoten und Münzen zunehmend veraltet.

Auf der anderen Seite jedoch ist Bargeld ein Stück Freiheit, welche man aus Bequemlichkeitsgründen nicht aufgeben sollte. Martina Bisdorf hat Sie darüber ja letzte Woche an dieser Stelle umfassend informiert.


EZB-Chef Draghi denkt offen über die Abschaffung des 500-Euro-Scheins nach

Auch EZB-Präsident Mario Draghi hat gestern vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments laut über die Abschaffung der 500-Euro-Banknote nachgedacht. „Der 500-Euro-Schein ist ein Instrument für illegale Aktivitäten“, betonte der Notenbankchef.

Eine Abschaffung der größten Banknote würde die Menschen in der Eurozone nicht vom Sparen abhalten, versicherte Draghi weiter. Demnach soll der Banknotenausschuss innerhalb von zwei bis drei Monaten klären, wie der Schein aus dem Verkehr gezogen werden soll. Danach treffe der Rat dann die endgültige Entscheidung.

Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen. Ob irgendwann die Entscheidung fällt, dass es gar kein Bargeld mehr geben wird, oder nicht, liegt sicher nicht in unserer Hand. Obwohl Sie ihren Unmut darüber natürlich in zahlreichen Petitionen für den Erhalt des Bargeld kundtun können.


Profitieren Sie vom Megatrend des bargeldlosen Bezahlens

Eins steht fest: Bargeldloses Bezahlen wird immer mehr zunehmen. Und wir hier in der BÖRSEN-SPIEGEL-Redaktion wollen, dass Sie von diesem Trend frühzeitig profitieren.

Um in der aktuellen Korrekturphase den günstigsten Preis für Sie zu ergattern, legt sich Jürgen Schmitt, Chefredakteur des BÖRSEN-SPIEGEL, jetzt bei dem Profiteur des Megatrends bargeldlosen Bezahlens auf die Lauer. Sie wollen wissen, welchen Wert er favorisiert?
Dann fordern Sie noch heute das Schnupperabo vom BÖRSEN-SPIEGEL an.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Ihre
Cindy Ullmann

PS: Übrigens hat Jürgen Schmitt in der aktuellen Ausgabe des BÖRSEN-SPIEGEL aufgrund der Korrekturphase ganze 27 Werte in seine Abstauberliste gepackt. Mit dieser Liste können Sie sich jetzt auf Schnäppchenjagd begeben.
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