Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 22. Januar 2016


  • Willkommen in der d!conomy –
    Hier werden die neuen Apple-, Amazon- und Google-Stories geschrieben           



Willkommen in der d!conomy –
Hier werden die neuen Apple-, Amazon- und Google-Stories geschrieben
            



von Dieter Wendt    
Chefredakteur 100%-DEPOT         FacebookLike   TwitterFollow 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

was für eine Woche. Wieder mussten DAX und Dow ziemlich bluten. Ihre Verunsicherung wächst von Tag zu Tag. Das merken wir hier in der Redaktion an Ihren zahlreichen E-Mails und Anrufen. Kein Wunder bei dieser Schlitterpartie. Da braucht es sehr starke Nerven. Sie können sicher sein, dass wir an Ihrer Seite stehen und alles dafür tun, Sie ohne größere Blessuren durch dieses schwierige Fahrwasser zu begleiten.


Angst und Resignation sind schlechte Ratgeber

Angst und Resignation sind aber immer schlechte Ratgeber. Denn sie bringen uns nicht wirklich weiter. Sie kennen mich. Ich schaue lieber nach vorne und analysiere, welche Themen gerade an den Märkten und der Öffentlichkeit besonders gespielt werden.

Wenn Sie nämlich mal die ganze Berichterstattung zu den Märkten und insbesondere zum Öl beiseiteschieben, kristallisiert sich für diese Woche ein Thema besonders heraus:


Digitalisierung, Digitalisierung, Digitalisierung

Diesem Thema gilt es besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Denn hier werden die nächsten Google-, Amazon- und Apple-Stories gemacht, die ich auf keinen Fall verpassen möchte und Sie wahrscheinlich auch nicht.

Schon am Dienstag hat Ihnen meine Kollegin Cindy Ullmann ja von der DLD aus München berichtet. Wo sich das Silicon Valley mit der europäischen Elite traf, um die Zukunft der Welt zu besprechen.

Denn die Digitalisierung ist nicht nur ein kurzfristiger Trend, der schnell wieder von der Bildfläche verschwinden wird. Nein Big Data, Cloud, Mobile, Social Business und das Internet der Dinge wirken schon jetzt massiv auf die Wertschöpfungsketten aller Wirtschaftszweige ein. In ihrem Zusammenspiel entwickelten sie eine noch nie dagewesene Innovationsdynamik und bieten Unternehmen aller Branchen und Märkte große Chancen.


Die CeBIT ist keine Computermesse mehr

Natürlich ist die Digitalisierung auch das Thema der weltgrößten Messe für Informationstechnik, der CeBIT, die in zwei Monaten ihre Tore in Hannover öffnet.

So stellte die Deutsche Messe AG als CeBIT-Ausrichterin auf der Preview-Veranstaltung, die dieser Tage in Hannover standfand, die Leitthemen vor. Und siehe da, alles dreht sich um Digitalisierung.


50 Billionen Dinge warten darauf, miteinander vernetzt zu werden

Laut Oliver Frese, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG, sind 50 Billionen Dinge bereit, digital miteinander vernetzt zu werden. Sie warten praktisch nur darauf in das Internet der Dinge integriert zu werden. Weltweit sind Investitionen in Cloud-Infrastrukturen und -Dienstleistungen in Höhe von 100 Bio. Dollar geplant.

„Kein Wirtschaftszweig bleibt vom rasanten Einzug der Digitalisierung unbetroffen", so Frese weiter. Daher verlasse die CeBIT den Status einer Computermesse und fokussiere sich künftig auf drei Säulen: Digitalisierung von Wirtschaft und Märkten, Digitalisierung von öffentlicher Hand und Verwaltung, Digitalisierung der Gesellschaft.

Viele der Entwicklungen sind heutzutage noch gar nicht absehbar und werden zu ganzen neuen Investmentmöglichkeiten führen.


Selbst der Zauberberg in Davos wird von der Digitalisierung erfasst

Das Thema Digitalisierung, das auf der CeBIT schon im letzten Jahr Hauptthema war, macht selbst vor dem jährlich stattfindenden Weltwirtschaftsforum in Davos nicht halt. Das offizielle Motto des Weltwirtschaftsforums 2016 lautet „Die vierte industrielle Revolution gestalten“.

Bis morgen tagen hier Spitzenpolitiker und Top-Manager aus aller Welt. Diskutiert werden globale Probleme und Herausforderungen.

Schnell merkt man, wie sehr die Digitalisierung die Weltelite beschäftigt: So träumt Facebook–Chefin Sheryl Sandberg beispielsweise von einer Vernetzung der ganzen Welt. Ihrer Ansicht nach könnten Kinder in ärmeren Regionen von einem Internetanschluss nur profitieren. Sie könnten online die Schule besuchen und müssten keine beschwerlichen Wege auf sich nehmen.


Vernetzung bietet unendliche (Investment-)Chancen

Auch der CEO von
Microsoft Satya Nadella sieht Chancen in der Vernetzung. Anhand der vielen Daten könnten auch ärmere Menschen einen Zugang zu Krediten erhalten, da es dann möglich ist, mit geringem Aufwand Kreditratings auch für Menschen mit sehr wenig Geld zu berechnen.

Diese These unterstützt Paul Kagame, Staatspräsident von Ruanda. Viele Menschen seines Landes würden jetzt mit Solaranlagen ausgerüstet, weil es dank der Kombination aus Mobilfunk und Internet erst jetzt möglich wäre, die Leistungen zu überwachen und abzurechnen.

Zu den Zukunftstechnologien, die unser Leben umkrempeln werden, gehört auch der 3D-Druck. So soll es in grob geschätzt zehn Jahren machbar sein, menschliche Organe, beispielsweise Lebern, im Verfahren des 3D-Drucks zu produzieren und dann zu transplantieren. Angeblich haben chinesische Ärzte bereits vergangenes Jahr einem Jungen eine 3D-produzierte Rippe eingepflanzt.

Doch auch über die Chancen, die fahrerlose Autos, Robotertechnik und neue Biotechnologien eröffnen, dürfte in Davos intensiv diskutiert werden.


„In 10 Jahren ist die Welt bargeldlos“ …

Der neue Chef der Deutschen Bank, John Cryan, hatte in Davos einen seiner raren Auftritte. Er geht davon aus, „dass es in zehn Jahren kein Bargeld mehr geben wird." Cryan findet Bargeld schrecklich ineffizient.

Der andere Aspekt der Digitalisierung: Durch sie könnten in den nächsten fünf Jahren 5 Mio. Arbeitsplätze wegfallen. Dies ist das Resultat einer Studie, die das Weltwirtschaftsforum (WEF) jetzt vorgelegt hat. Für die Studie haben die Autoren gegengerechnet, wie viele Arbeitsplätze durch künstliche Intelligenz, Roboter, 3-D-Druck oder Fortschritte in der Biotechnologie entstehen und wie viele wegfallen. 7,1 Mio. Jobs, die nicht mehr gebraucht würden, stehen demnach gerade einmal 2,1 Mio. neugeschaffene Arbeitsplätze gegenüber.


… und ohne Arbeitsplätze?

Zwar müssen die Maschinen entwickelt, programmiert, gewartet werden. Doch dafür sind weniger Menschen nötig. Die Idee von Grundeinkommen wird immer lauter. In diesem Jahr stimmt die Schweiz darüber ab. Wir werden berichten, wie sie sich entscheiden.

Ich kann Sie also nur auffordern, nicht allzu schwarz in die Zukunft zu schauen. Gerade die Digitalisierung wird uns viele Chancen eröffnen, besonders im Investmentbereich. Da halte ich für Sie die Augen auf. Wenn Sie Interesse an der neuen Google-, Apple- oder Amazon-Story haben, fordern Sie mein 100%-DEPOT an. Damit bleiben Sie sicher auf dem Laufenden.


Draghi beflügelt die Märkte

Und auch EZB-Chef Mario Draghi legt heute eins nach und hat seine Bereitschaft zum Handeln in Davos klar zum Ausdruck gebracht. „Wir haben reichlich Instrumente", sagte er. „Insbesondere haben wir die Entschlossenheit, den Willen und die Fähigkeit des Rats zu handeln und diese Instrumente einzusetzen." Und schon steht der DAX wieder bei 9.700 Punkten.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße

Ihr
Dieter Wendt

Chefredakteur 100%-DEPOT

PS: Übrigens ist Deutschland in Davos zum besten Land der Welt gewählt worden. Laut einer US-Studie gibt es für 16.000 Wirtschafts- und Meinungsführer aus aller Welt kein besseres Land. Gute Führung, starker Mittelstand, hohe Lebensqualität: Das mache Deutschland international spitze. Dem kann ich nur zustimmen.


 



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