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15. Januar 2016


  • 65 Länder friedlich an einem Ort –
    Das geht nur auf der „Grünen Woche“       



65 Länder friedlich an einem Ort –
Das geht nur auf der „Grünen Woche“      



von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

die Welt scheint aus den Fugen. Es vergeht kein Tag, an dem die IS nicht irgendwo zuschlägt. Nicht zu vergessen, die ganzen Streitigkeiten und Konflikte weltweit. Da lohnt es sich, einen Blick nach Berlin zu werfen.

Hier öffnet heute die „Internationale Grüne Woche“, die weltgrößte Agrarmesse, für Privatbesucher ihre Pforten. Hier scheint die Welt im wahrsten Sinne des Wortes noch in Ordnung. Keine Kriege, keine Streitigkeiten, keine Anschläge (hoffentlich, die Sicherheitsmaßnahmen wurden jedenfalls verstärkt). 65 verschiedene Länder stellen friedlich ihre Heimat vor.

Willkommen im Schlemmerparadies

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als Kind einmal mit meiner Oma dort war. Es war das reinste Schlemmerparadies. Überall gab es etwas zu probieren. Ausgeruht haben wir uns in der Blumenhalle, um neue Kraft zu schöpfen für die Schweine, Rinder und Kaninchen. Hier konnte man lernen wie aus einem Weizenkorn eine Pflanze entsteht, warum unser Wald so wichtig ist usw. Auch heute gibt es noch einen Erlebnisbauernhof.

Ich weiß noch, dass ich von den verschiedenen Ländern total fasziniert war, deren Aussteller in ihren Trachten einheimische Köstlichkeiten anboten. Auch heute sind rund zwei Drittel der Ausstellungsfläche von der nationalen und internationalen Ernährungswirtschaft belegt.

So schnell wie dort kommen Sie wohl selten von den USA direkt nach Asien und weiter nach Afrika. Ein Traum für jeden, der gerne ausprobiert und offen für fremde Küchen ist.

Vom „Wilden Westen“ zu „1.000 und einer Nacht“

Selbst die ausgefallensten Länder, in die Sie vielleicht nicht gerade in den Urlaub fahren, sind dort vertreten. So ist das westafrikanische Sierra Leone erstmals bei der „Grünen Woche“ dabei. Immerhin 1.660 Aussteller aus 65 Ländern präsentieren sich auf der diesjährigen „Grünen Woche“.

Auch heutzutage ist die Grüne Woche ein wahrer Besuchermagnet. Bis zum 24. Januar werden wieder 400.000 Besucher in den Messehallen am Funkturm erwartet. Damit ist sie die besucherstärkste Berliner Messe.

Stimmung der Bauern ist gedrückt

Die Stimmung insbesondere der Bauern dürfte dieses Mal nicht so gut sein, weil sinkende Preise auf den Weltmärkten und schwache Umsätze im Inland auf die Einkommen drücken. Besonders deutsche Schweinehalter und Milchbauern mussten im zurückliegenden Jahr Einkommensverluste von durchschnittlich rund 35% beklagen. Und es ist kein Ende in Sicht.

Hauptgrund für den Einbruch ist der andauernde Handelsstreit mit Russland, das erstmals die Teilnahme an der Grüne Woche abgesagt hat. Russland ist für Deutschlands Bauern der größte ausländische Abnehmer nach der Schweiz und den USA gewesen – mit einem Exportvolumen von 1,8 Mrd. Euro pro Jahr.

Jubiläum: 90 Jahre „Grüne Woche“

Die gedrückte Stimmung ist schade, denn die Internationale Grüne Woche feiert Jubiläum. 90 Jahre gibt es die Leistungsschau der Landwirtschaft bereits. Entstanden ist die „Grüne Woche“ 1926. Damals war es noch eine einfache lokale Warenbörse, die sich mit den Jahren zur weltweit größten und bedeutendsten Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau entwickelt hat.

Marokko ist im Jubiläumsjahr Partnerland der „Grünen Woche“ und gestaltete daher gestern auch die Eröffnungsfeier. 3.500 geladene Gäste kamen. Damit ist Marokko das erste außereuropäische Partnerland.

Im Brennpunkt: Ernährung der Städte und Kampf dem Hunger

Was wäre eine Messe ohne begleitende Konferenzen. So findet vom 14. bis 16. Januar das „Global Forum for Food and Agriculture 2016“ (GFFA) statt. Diese Konferenz wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgerichtet und gehört mittlerweile zu den bedeutendsten agrarpolitischen Veranstaltungen. 70 Landwirtschaftsminister und Vizeminister sowie die Spitzenvertreter der Land- und Ernährungswirtschaft diskutieren hier zum wichtigen Thema Wie ernähren wir die Städte? - Landwirtschaft und ländliche Räume in Zeiten von Urbanisierung“.

In Halle 16 gibt es eine Sonderschau zum Thema: Eine Welt ohne Hunger ist möglich". Diese wurde erstmals vom Bundesministerium für wirtschaftliche  Zusammenarbeit und Entwicklung ins Leben gerufen.

„Die Ernährungsindustrie ist eine wichtige Säule unserer Volkswirtschaft“

Auf der Eröffnungsrede betonte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV): „Mit einem Umsatz von rund 433 Mrd. Euro ist es eine wichtige Säule unserer Volkswirtschaft. Allein die Ernährungsindustrie ist vom Umsatz betrachtet der viertgrößte Gewerbezweig in Deutschland nach der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der chemischen Industrie, von den Arbeitsplätzen her gesehen der drittgrößte.“

Und was hat das jetzt alles mit Börse, Aktien etc. zu tun? Ganz einfach. Sie wissen, dass wir hier in der Redaktion Sachwerte gegenüber Sparbüchern klar favorisieren. Zu den Sachwerten zählen wir Aktien. Aber wie Sie wissen, schauen wir bei unseren Investments auch gerne immer über den Tellerrand.

Sachwerte gehören jetzt in jedes Depot

Neben Aktien, Gold und Immobilien zählen nämlich auch Wälder, Ackerflächen und Landwirtschaftsbetriebe zu den Sachwerten, die vor drohender Inflation schützen.

Und da schließt sich der Kreis wieder. Denn während es ohne Zweifel sehr nett ist, ein Stück Wald sein eigen zu nennen, sind die Renditen bei Agrarflächen um einiges höher. Wer hier investiert hat, kann sich über lukrative Renditen freuen.

Wer zum Beispiel Anfang der neunziger Jahre Farmland in den USA kaufte, konnte seinen Einsatz im Schnitt mehr als verdreifachen. Viel spricht für weiter steigende Ackerpreise: Die Zahl der Menschen auf der Erde wächst und mit ihr der Bedarf an Weide- und Ackerland. Das hat auch George Soros und andere Investoren erkannt und sich bereits im großen Stil mit Ackerflächen eingedeckt.

Ob und in welche Sachwerte Sie jetzt investieren sollten, erfahren Sie in unseren Börsenpublikationen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf unserer Webseite www.boersenspiegel.com.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

Ihre
Cindy Ullmann

PS.: Save the date: Wenn Sie morgen nicht in Berlin, sondern in Dresden sind, nutzen Sie bitte die Chance meine Kollegen Jürgen Schmitt und Cliff Michel persönlich zu treffen. Und zwar auf dem Börsentag Dresden. Er findet morgen von 09.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Maritim Kongresszentrum Dresden, Ostra-Ufer 2, 01067 Dresden statt. Der Eintritt ist kostenlos.


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