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Ausgabe vom 14. Januar 2016


  • Pressespiegel:
    Wie entwickelt sich die neutrale Schweiz im Sog der Weltmärkte? 


 


Pressespiegel:
Wie entwickelt sich die neutrale Schweiz im Sog der Weltmärkte? 

 



von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie war das noch mit dem Apfel auf dem Kopf, nein von dem Kopf? Ja, richtig, der Schweizer Nationalheld Wilhelm Tell musste sich der Prüfung stellen, seinem Sohn einen Apfel vom Kopf zu schießen, weil er sich gegen die Obrigkeit aufgelehnt hatte... Das Sinnbild schlechthin für die schweizerische Unabhängigkeit und Freiheit. Aber wie sieht es heute aus bei unseren neutralen Nachbarn, was tut sich in dem beschaulichen Alpenland, das für seine Alleingänge hinreichend bekannt ist?  

Was macht eigentlich die Schweiz? 

Der Grund, warum ich mich ausgerechnet heute, wo sämtliche Weltbörsen nach kurzem Luftholen wieder in den Keller rauschen, mit der Schweiz beschäftige, ist nicht etwa das Gefühl, die Eidgenossen hielten sich aus allem heraus, sondern die süße Verlockung: Einmal nicht über die Krisen dieser Welt, die sich immer stärker aufheizende Flüchtlingsdebatte, die sich häufenden grausamen Terroranschläge und die damit einhergehende Verunsicherung an den Weltbörsen zu berichten.

Die süße Verlockung hat auch einen Namen: Schokolade, genauer gesagt Lindt-Schoki. Zwischen allen Schlagzeilen der Wirtschaftsmagazine stach heute Morgen ein Artikel aus demHandelsblattüber den Schweizer SüßwarenkonzernLindt & Sprüngliheraus. Entgegen dem allgemeinen Trend verlieh er mit erfreulichen Zahlen einen guten Geschmack. 

„Wie Lindt sich auf dem Gipfel hält“(Handelsblatt, 14. Januar 2016)

So titelt das renommierte Wirtschaftsmagazin in seiner heutigen Online-Ausgabe. In dem Artikel ist zu lesen: 

„Es sind keine süßen Zeiten für Schweizer Unternehmen. Doch der Schokoriese Lindt lässt sich von dem schwierigen Umfeld nur wenig bremsen. Seine Erfolgsgeheimnisse machen den Konzern derzeit krisenfest. Franken-Stärke, Rezession in den Schwellenländern, Terrorangst: Für Hersteller hochwertiger Konsumgüter aus der Schweiz ist das Umfeld alles andere als schokoladig. Dennoch schafft Lindt & Sprüngli im abgelaufenen Jahr ein Umsatzplus von organisch 7,1% auf 3,65 Mrd. Franken. Aber auch bei Lindt hinterlässt das Umfeld einige Schleifspuren. Denn der Hersteller der berühmten Schweizer Schokolade konnte das Wachstumstempo aus dem ersten Halbjahr nicht halten. Bis Ende Juni konnte Lindt & Sprüngli den Umsatz organisch noch um 9,4% ausbauen.Der Jahresumsatz liegt damit knapp unter der Konsensschätzung der Analysten, die im Schnitt mit 3,7 Mrd. Franken gerechnet hatten. Das Management ist dennoch zufrieden: ,Einmal mehr wächst die Gruppe substanziell schneller als der Gesamtschokoladenmarkt, der wenige Wachstumsimpulse aufweist', teilte die Gruppe mit. Bei anderen Schweizer Unternehmen läuft es dagegen deutlich schlechter. Der Luxusgüterkonzern Richemont meldete ebenfalls am Mittwoch, dass der Umsatz im Weihnachtsquartal währungsbereinigt um vier Prozent auf 2,927 Mrd Euro sank. Im Vorjahr hatten die Verkäufe von Cartier-Schmuck und Edeluhren der Marken Piaget und IWC noch stagniert.“

Am Beispiel der vomHandelsblattbeleuchteten schweizerischen Unternehmen lässt sich unschwer erkennen, dass auch dort Berg- und Talfahrt herrscht – und das nicht nur in den Skigebieten. Der Schweizer LeitindexSMIsucht verzweifelt Halt, genau wie seine großen Kollegen weltweit.  Dass hier dennoch eine Sondersituation vorherrscht, die es verdient, näher unter die Lupe genommen zu werden, erklären Ihnen die beiden folgenden Artikel sehr gut.

Das meinen die Experten: 

Zürcher Trend
Vom 12. Januar 2016

SMI auf Boden-Suche 
„Der chinesische Sell-off, den wir schon besprochen haben, hinterließ tiefe Kratzer im Chartbild des Schweizer Leitindex SMI. Statt der Möglichkeit, nach der ersten Schwäche Anfang letzter Woche eine Stabilisierung um die 8.600 Punkte hinzubekommen, ging es am Ende sogar bis auf fast 8.200 Zähler runter. Damit wurden die Tiefs aus der September- Korrektur und fast schon aus dem Sell-off Mitte August vorigen Jahres erreicht, was trotz der damit verbundenen Verluste auch eine kleine Hoffnung impliziert. Denn das nun erreichte Niveau könnte (plus/minus 100 Punkte) als Basis für eine Markt-Stabilisierung dienen. Aber auch, wenn wir wie eingangs betont eher positiv die jüngsten Marktturbulenzen begleiten möchten, so halten wir es für den Schweizer Markt angesichts der extrem durcheinandergeratenen Charttechnik für ratsam, erst einmal etwas defensiver aufzutreten. Was aber nicht heißen soll, dass es nicht genügend interessante Kandidaten am Schweizer Finanzplatz gibt.“

Actien-Börse
Vom 07. Januar 2016 

Zürich inzwischen schwerer als Frankfurt
„Die Summe der Kapitalisierungen erreicht damit, umgelegt auf die Bevölkerung, fast das Neunfache. Die Qualität des SMI/SPI hat natürlich ihren Preis: Der SMI demonstrierte in den vergangenen Monaten, wie ein Markt eine 20%ige Aufwertung der Währung im Adhoc-Verfahren verarbeitet. Das zeugt von relativer Stärke und Selbstbewusstsein. Freilich auch gekonnt gesteuert dadurch, dass man Investoren gerne sieht, die die 5-%-Quote beachten, aber nicht versuchen, damit das Management zu beeinflussen. Größter Aktionär dieser Art ist auch in Zürich Blackrock. Der Aufpreis für diese Qualität ergibt sich aus dem KGV und zeigt gegenüber dem DAX einen Aufschlag von gut 15 oder gar 20%. Es ist die Prämie für Kontinuität und Solidität: Es gibt keine politischen Eingriffe oder Strukturvorschriften etc., sondern ruhige Sondierungen und entsprechende Kompromisse. Wir werden Zürich als zweites Standbein für europäische Investments ausbauen. Vom Umfang her können wir dies in der ,Actien-Börse' nicht voll erfassen. Deshalb bedienen wir uns unseres Schweizer Partners als breitere Basis. Die Schweizer Börse bietet Investmentadressen, wofür es keine Alternative in Europa gibt.“

Mehr als Schokolade und Uhren...

Sowohl die Schweizer als auch die deutschen Börsenexperten sehen durchaus Potenzial in der Schweiz. Und dass das Alpenland nicht nur Schokolade und Luxus ist, sondern beispielsweise auch im Pharmabereich interessante Kandidaten aufweisen kann, das wird durch Weltkonzerne wieRocheoderNovartisklar. 

Einen weiteren hoch interessanten Schweizer Wert aus der Lebensmittelsparte halten wir in unserem konservativenBÖRSEN-SPIEGEL-Musterdepot. Sicher ahnen Sie als erfahrener Leser schon, um wen es hier geht, wenn nicht, schauen Sie im neu gestalteten, noch informativerenBÖRSEN-SPIEGEL smart moneynach. Der Wert hat es auf eine Gesamtperformance von satten 311% Plus gebracht und wird von uns als langfristig kaufenswert eingestuft. 

Bei Fragen zumBÖRSEN-SPIEGEL smart money-Abonnementkönnen Sie mir gerne eine E-Mail schreiben an: Martina.Bisdorf@boersenspiegel.com.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Herzliche Grüße

Ihre 

Martina Bisdorf

PS: Warum US-Aktien wieder stärker gewichtet werden sollten, das erklärt ChefredakteurJürgen Schmittin der aktuellen Ausgabe desBÖRSEN-SPIEGEL smart money. Er erläutert seinen Lesern unter anderem:„In den USA hat man sich inzwischen wohl auch mit einem tendenziell stärkeren Dollar angefreundet. Schließlich eröffnet dieser in den kommenden Monaten und Jahren wieder erstklassige Möglichkeiten für US-Unternehmen, in den aufstrebenden Schwellenländern zuzukaufen.“ 

Rufen Sie mich an, wenn Sie Fragen zum neuenBÖRSEN-SPIEGEL smart moneyhaben. Ich binab nächsten Montagwieder für Sie da unter Tel.:(0661) 480 499 0




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