Börse, Wirtschaft, Lifestyle- Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 07. Januar 2016


  • Pressespiegel: Weltbörsen rauschen in den Keller –
    Wie gefährlich ist der China-Crash für das Börsenjahr 2016?  

 


Pressespiegel: Weltbörsen rauschen in den Keller – Wie gefährlich ist der China-Crash für das Börsenjahr 2016?   



von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der DAX steht gerade bei 9.876 Punkten und ist damit zum ersten Mal seit Oktober 2015 wieder unter die psychologisch wichtige 10.000-Punkte-Marke gerutscht. Mit dieser Hiobsbotschaft müssen wir Wirtschaftsredakteure heute unsere Publikationen eröffnen. Klar, das tut weh, wir alle hätten uns wahrlich einen besseren Jahresauftakt gewünscht. 

China-Sog reißt DAX in die Tiefe – Autobauer besonders hart getroffen 

Aber das kurzfristig Unvermeidliche ist leider geschehen: Der Sog der Aktienkurse in China zieht auch den deutschen Leitindex in die Tiefe. Von den Verlusten blieb keiner der 30 Konzerne des Index verschont. Am stärksten erwischte es aber heute die Autobauer, für die China nun mal seit Jahren ein wichtiger Absatzmarkt ist. So stehtVWmit 4,8% im Minus,BMWmit 4,5%.  Während Volkswagen 2014 etwa ein Drittel seiner Autos nach China verkaufte, war es bei BMW ein Fünftel. BeiDaimlerstand das Reich der Mitte zuletzt für 15% des Absatzes. Auch die Aktie der Stuttgarter gab mit 4,9% deutlich nach.

Heftige Kursrutsche weltweit - Hilflose Maßnahmen aus dem Reich der Mitte

Auslöser für die neuerlichen Kursrutsche war die Entscheidung von Chinas Notenbank, den Yuan erneut abzuwerten – am achten Tag in folge. Die Börsen des Landes brachen in der Folge ein weiteres Mal um rund 7% ein. Danach hat ein Sicherheitsmechanismus, ein sogenannter Circuit Breaker, den Handel schon zum zweiten Mal in nur vier Tagen ausgesetzt. Hilflos wirkende Maßnahmen, die die Börse in Shanghai allenfalls vorübergehend stabilisieren können. Im Grunde kann man dabei zusehen, wie sich die Chinesen ihr eigenes Grab schaufeln, denn – im Ernst – wer kauft schon Aktien, die er nicht wieder verkaufen darf?

Mit im Abwärtssog ist natürlich nicht nur der DAX, sondern alle Weltbörsen. So verlor der Pariser Leitindex CAC 40 heute zu Handelsbeginn 3%, der britischen FTSE 100 rund 2%. Zuvor verlor der Nikkei in Japan 1,7% und  der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans sank um 2,2%. Am stabilsten zeigte sich noch die Wall Street. Dort knickte der Dow Jones um knapp 1,5% ein. 

Auch die Rohstoffmärkte werden in Mitleidenschaft gezogen

Die Kursturbulenzen in China versetzten schließlich auch den Rohstoffmärkten einen weiteren Schlag. Der Preis für die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee brach um bis zu 4,3% ein und lag mit 32,76 Dollar je Barrel so niedrig wie zuletzt vor knapp 12 Jahren. Das wichtige Industriemetall Kupfer notierte 1,4% niedriger bei 4.555 Dollar je Tonne. 

Das verunsichert die Anleger, verständlicherweise. Und auch ich kann nicht leugnen, dass die Lage ernst ist und es selbstverständlich einer genauen Beobachtung bedarf. Warum aber gerade deswegen auch in 2016 kein Weg an Aktien vorbeiführen wird, das können Sie den folgenden Kommentaren aus renommierten Börsenpublikationen entnehmen, die die Situation für Sie einordnen.

Das meinen die Experten: 

Zürcher Trend
Vom 05. Januar 2016

China größter Stabilisator für Gesamtnachfrage im Weltmarkt
„Der zweite China-Knall nach fünf Monaten ist ebenfalls nur ein Teil der China-Story, die Europa und die USA noch beschäftigen wird. Es wird eine längere Anpassungsphase für ein Land, das aus einem ersten Boom in die Normalisierung geht. Zunächst: Ein Markt-Knall spiegelt lediglich die Überraschung wider. Vor allem denjenigen, die die Zusammenhänge offensichtlich nicht wahrhaben wollen. Die dilettantische Markttechnik an der Shanghai-Börse ist freilich ein Zeichen mangelnder Kompetenz, was man irgendwie nachvollziehen kann: Schlichtes Nicht-Wissen, wie ein Finanzmarkt funktioniert. In der Mao-Bibel war darüber nichts zu lesen. Die Abfolge der ökonomischen Zusammenhänge, die jeder mit der Wirtschaft Vertraute kennt, ist relativ leicht zu verstehen: Das Wachstum der Chinesen lässt schrittweise nach. Von den Spitzenwerten über 10 % auf nunmehr 7% mit der ziemlich sicheren Prognose einer 5 vor dem Komma, und zwar schrittweise, womit weder ein Konjunktureinbruch noch eine andere Crash-Ursache vorliegt. Der Grund: Chinas Wirtschaftsstruktur bedarf des Umbaus. Aus der ehemaligen kommunistischen Schwerindustrie wird schrittweise eine Konsumgüterindustrie, wozu ebenso Binnenproduktion als auch Import gehören, nachdem der billige Export ebenfalls zurückgebaut werden muss. Verantwortlich dafür sind die inzwischen um rund 300 % gestiegenen Löhne = Arbeitskosten. In aktuell 7% BIP-Wachstum stecken also zwei Zahlenreihen: Rückbau der alten und Zubau der neuen Industrien. Die Differenz ist dann die monatliche Veränderung. Wer profitiert davon aus der Sicht des Auslands? Die Binnenkonjunktur wächst schneller als der Export. Daraus entsteht ein weiterer Trend: So wie der Import der Chinesen zunimmt, steigt die Nachfrage der Chinesen nach ausländischen Gütern. Der Importüberschuss ist sodann die Nachfrage, die in westlichen Ländern entsteht, womit China die interessantere Konjunktur-Lokomotive wird. Genauso wie die Amerikaner mit ihrem Importüberschuss und ihrer negativen Handelsbilanz seit 1946 die Konjunktur-Lok der Welt sind. Ab wann China netto Kapitalimporteur sein wird, lassen wir vorerst offen. Aber 1,2 Mrd. Menschen sind die größte Nachfrage-Macht der Zukunft, zweimal grösser als jeweils Europa und die USA zum Vergleich. Resümee: Solange diese Kontinuität gewahrt ist, nämlich schrittweise Normalisierung inkl. der Terms of Trade, ist China keine Gefahr, sondern der größte Stabilisator für die Gesamtnachfrage am Weltmarkt.“

Der Aktionärsbrief
Vom 06. Januar 2016 

Selektion wird 2016 die Rendite bestimmen 
„2016 wird das Jahr der großen Divergenzen. Sicher dürfte schon ab dem ersten Handelstag sein, dass 2016 nicht ganz einfach sein wird. Einheitliche Trends wird es in keiner Assetklasse, keiner Region, keinem Index, selbst in keiner Branche geben. Die Selektion, das Alpha, wird 2016 Ihre Rendite bestimmen, und genau hier sehen wir unsere Expertise. Die großen Kontraste der Notenbankpolitik sind ein Eckpfeiler der weltweiten Ungleichgewichte. Chinas Wirtschaft befindet sich im größten Umbau seit Jahrzehnten. Die Regierung will erreichen, dass die Unternehmen des Landes innovativer und der Dienstleistungssektor und der Binnenkonsum gestärkt werden. Das kostet Wachstum und schickt die Rohstoffpreise in den Keller. Jede schlechte Nachricht aus China wird von den Aktienmärkten mit Abschlägen quittiert. Dabei ist die Konsumstimmung in China hervorragend. Generelle Trendaussagen sind derzeit nicht nur unbrauchbar, sondern auch unseriös. Unser Fokus liegt zu 100 % auf den Einzelstories. Hier liegt die Rendite in 2016!“

BÖRSEN-SPIEGEL
(von Chefredakteur Jürgen Schmitt) 
Vom 04. Januar 2016 

Aktienanlage bleibt attraktivste Rendite-Möglichkeit der Gegenwart
„Wie jeden Morgen unter der Woche habe ich auch den heutigen Montag mit n-tv zum Frühstück begonnen. Und das erste, was ich um 06:45 Uhr dort im Ticker las, war die Schlagzeile: ,Shanghai Composite: minus 6,9%, Börsenhandel vorzeitig beendet.' ,Na dann Mahlzeit', war mein erster Gedanke. ,Das neue Börsenjahr geht ja gleich einmal gut los.' Dabei waren die jüngsten Nachrichten zur chinesischen Konjunktur zwar definitiv nicht berauschend, doch die Reaktionen heute spiegeln schon eine gewisse Panik wider, die sich ja gleich auch hierzulande mit einem deftigen Minus zum Jahresauftakt fortsetzte. Und diese Panik ist aus meiner Sicht maßlos übertrieben. Zum einen werden einmal mehr sämtliche positiven Faktoren ausgeblendet, zum anderen schüren Medien und Untergangs-Propheten mal wieder Crash-Ängste. Die Finanzwelt hat sich komplett verändert Sicherlich kann und will auch ich die vorhandenen Gefahren an den internationalen Kapitalmärkten nicht kleinreden oder gar ignorieren. Die Finanzwelt von heute ist eine andere, als es die Teilnehmer über viele Jahrzehnte gewohnt waren. Dort standen eher spekulative Anlagen mit hohen Renditemöglichkeiten stets im Wettbewerb mit festverzinslichen Anlagen. Das ergab stets eine gute Messbarkeit für Über- bzw. Unterbewertungen. Das ist heute quasi nicht mehr gegeben. Solange aber die Wirtschaft wächst (und die Prognosen für die EU und die USA sind für 2016 besser als für 2015) und die Unternehmen attraktive Gewinne erzielen und hohe Dividenden ausschütten, bleibt die Aktienanlage die attraktivste Rendite-Möglichkeit der Gegenwart.“ 

Auch anno 2016 führt kein Weg an Aktien vorbei – Aber aufgepasst: 
Es bedarf eines besonderen Fingerspitzengefühls!

Das Resümee der erfahrenen Börsenexperten, die allesamt den Aktienmarkt schon über Jahrzehnte beobachten, ist eindeutig: Ohne Ihre berechtigten Ängste und Bedenken kleinreden zu wollen, können Sie positiv ins Börsenjahr 2016 blicken. Denn mit den richtigen Entscheidungen wird es auch hier gute Rendite-Möglichkeiten in der Aktienanlage geben. 

Die Wirtschaftsprognosen für Europa und die USA sind gut, die Konsumstimmung in China ist trotz aller Verstimmungen weiterhin hervorragend. Es kommt also nur darauf an, richtig zu selektieren, um 2016 vorne mit dabei zu sein. Wie das geht? Nun, hier ist natürlich in Anbetracht der angespannten Situation neben einem besonderen Fingerspitzengefühl an erster Stelle Know-how gefragt. Mein Rat: Jeder, der nicht schon selbst über Jahre hinweg mit dem nötigen Sachverstand die Börse beobachtet, sollte jetzt auf Expertenwissen vertrauen.

Ich empfehle Ihnen daher die nötige Portion Gelassenheit und die Lektüre unserer BörsenbriefeBÖRSEN-SPIEGEL smart money,Smart Money InvestorundDas 100%-DEPOT, die Sie sicher durch das neue Börsenjahr begleiten werden. Bei Fragen dazu rufen Sie uns gerne an unter:
(0661) 480 499 0.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Herzliche Grüße

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Meinbesonderer Tippfür Sie: Informieren Sie sich eingehend auf demBörsenTAG Dresdenam Samstag,16. Januar 2016, über die neusten und renditestärksten  Anlagetrends. Hier treffen Sie auch meine KollegenJürgen SchmittundCliff Michel, die sich vor Ort für Ihre Fragen gerne einen Moment Zeit nehmen. Nähere Informationen dazu erhalten Sie vonCliff Michelpersönlich in der morgigen Ausgabe desBÖRSEN-SPIEGELdaily.  




Abbestellen des Newsletters

Wenn Sie diesen kostenlosen Newsletter abbestellen wollen, klicken Sie bitteHIER.

Ihnen wurde dieser kostenlose Newsletter weitergeleitet
und Sie wollen ihn nun auch beziehen?

Gehen Sie einfach aufwww.boersenspiegel.comund geben Sie Ihre E-Mail-Adresse in das entsprechende Formularfeld ein.

Kritik, Fragen, Anregungen?
Senden Sie uns eine E-Mail an
Martina.Bisdorf@boersenspiegel.com

Risikohinweis
Bitte beachten Sie: Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber für vertrauenswürdig erachtet. Dennoch ist die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der Ausführungen für die eigene Anlageentscheidung möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Wir geben zu bedenken, dass Aktien grundsätzlich mit Risiko verbunden sind. Der Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Sie sollten sich vor jeder Anlageentscheidung weitergehend beraten lassen. Der Herausgeber kann Short- oder Long-Positionen in der/den behandelte(n) Aktie(n) halten. Copyright: © 2015 MECONOMICS. Nachdruck (auch auszugsweise), kommerzielle Weiterverbreitung und Aufnahme in kommerzielle Datenbanken nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

Herausgeber:
MECONOMICS GmbH, Flemingstrasse 20-22, 36041 Fulda

 V.i.S.d.P.: Jürgen Schmitt, Fulda



Börsen-Spiegel Verlagsgesellschaft mbH
Flemingstrasse 20-22
36041 Fulda
Telefon: +49 (661) 480 499 0
Telefax: +49 (661) 480 499 15
E-Mail: service@boersenspiegel.com
Datenschutz | AGB | Impressum
©2020 Börsen-Spiegel Verlagsgesellschaft mbH