Börse, Wirtschaft, Lifestyle- Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 17. Dezember 2015


  • Pressespiegel: Zinserhöhung light – Ein Viertel Prozent, nicht mehr und nicht weniger...


 


Pressespiegel: Zinserhöhung light –
Ein Viertel Prozent, nicht mehr und nicht weniger...


 



von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„doch was ist, wenn die amerikanische Notenbank am 16. Dezember die Zinsen anhebt? Nichts! Dies ist aus meiner Sicht längst eingepreist. Mehr noch, man erwartet diesen Schritt inzwischen sogar. Schließlich setzen die Marktteilnehmer fest darauf, dass sich die US-Konjunktur inzwischen deutlich stabilisiert hat.“Erinnern Sie sich? Dieses Zitat meines KollegenJürgen Schmitt, ChefredakteurBÖRSEN-SPIEGEL, habe ich Ihnen am 03. Dezember mit der Bitte um Gelassenheit an die Hand gegeben.

Und wie sieht es heute, einen Tag nach demFed-Zinsentscheid aus? Eben, genau so. Außer einem kräftigen Aufatmen nach kurzer Nervosität, verbunden mit der deutlichen Erholung der wichtigsten Börsen-Indizes ist nicht viel passiert. Es geht immerhin in eine positive Richtung.

Ein Viertel Prozent lässt die Märkte Aufatmen 

Gestern um 20 Uhr deutscher Zeit hat die amerikanische NotenbankFederal Reserve (Fed)wie erwartet das Ende der Nullzins-Politik eingeläutet. Statt zwischen 0 und 0,25% wird der Leitzins in der größten Volkswirtschaft der Welt jetzt zwischen 0,25 und 0,5% liegen. Das ist eine sehr moderate Zinsanhebung, aber immerhin die erste seit 2006.Janet Yellenlieferte, was die Märkte in den vergangenen Wochen erwartet hatten und so scheint zunächst einmal tatsächlich Ruhe und Freude eingekehrt zu sein. 

In den ersten Minuten nach der Verkündung drehte der Dow Jones-Index zwar leicht ins Minus. Doch der wichtige Gradmesser für die größten US-Industriekonzerne berappelte sich schnell wieder und schloss mit einem Plus von 1,28% auf 17.749 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 1,45% und stieg auf 2.073 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit plus 1,52% bei 5.071 Stellen aus dem Handel. 

Börsen starten heute weltweit durch

Auch an den deutschen und europäischen Börsen gibt es heute nur eine Richtung: nach oben. Der DAX startete gleich in den ersten Handelsminuten auf 10.739 Zähler durch, ein Plus von 2,58% gegenüber dem Vortagesschluss. Auch der MDAX der mittelgroßen Werte machte einen großen Schritt vorwärts, er stieg um 1,65% auf 21.006 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDAX ging es um 1,63% auf 1821,66 Punkte hinauf. Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 zog um 1,87% auf 3.307,36 Punkte an. Vom asiatischen Parkett gibt es ebenfalls nur positive Meldungen.

Lesen Sie hier, wie die Kollegen aus anderen Börsenbriefen und Wirtschaftsmagazinen die Auswirkungen der vorsichtigen Zinserhöhung einschätzen bzw. schon in genau dieser Erwartung im Vorfeld eingeschätzt haben.

Das meinen die Experten:

EURO am Sonntag
Vom 13. Dezember 2015

Bild an den Börsen wird sich aufhellen 
„Die EZB hat die Geldpolitik nicht so stark gelockert wie erwartet, der Einbruch des Ölpreises lässt multiple Sorgen aufkommen, und dann steht noch die Entscheidung der US-Notenbank Fed an, die wohl in die erste Zinserhöhung seit sieben Jahren münden wird. Höhere Zinsen sind Gift für die Aktienmärkte, da sie Investitionen und Konsumkredite verteuern. Kein Wunder also, dass DAX und Co. abermals nach unten tendieren. Extrem starke Anstiege der Volatilitäts-Futures in den USA zeigen sogar Anzeichen von einer Minipanik. Das ist völlig übertrieben. Die Fed dürfte zwar die Zinsen anheben, dies aber in derart beschwichtigende Worte packen, dass der Markt aufatmen und weitere Zinserhöhungen vorerst ausschließen wird. Gleichzeitig fängt sich der Ölpreis, was den Börsen ebenfalls Auftrieb gibt. Hinzu kommen die wieder attraktiven Bewertungen. Nach den Kursverlusten notieren nur noch zwei DAX-Konzerne nahe ihres Bewertungshöchststands, gemessen am Kurs-Buchwert-Verhältnis. Zuvor waren es neun. Da auch der VaR-Indikator keinerlei kritische Signale liefert, stehen die Chancen gut, dass sich das Bild an den Börsen schnell aufhellen wird.“

Geldbrief
Vom 15. Dezember 2015

Es kann alles auch ganz anders kommen...
„Für besonders gefährlich halten wir aktuell die Konsensmeinung, wonach der US-Dollar zum Euro nur weiter steigen könne – dank Zinserhöhungen in den USA. Was, wenn nicht: Die erste Zinserhöhung in den USA, ,geplant' nach Redaktionsschluss für den 16.12.2015, ist leidlich eingepreist. Aber diese Zinserhöhung könnte eine Eintagsfliege bleiben. So könnten die USA durchaus wieder in die Rezession rutschen, die Fed sogar wieder über eine Zinssenkung nachdenken. Und dann geht’s mit dem Dollar erst einmal wieder nach unten. Dieses Szenario ist zumindest nicht unwahrscheinlich. Also Vorsicht bei Sprüchen wie: ,Der Euro ist bald keinen Dollar mehr wert' – das kann auch völlig anders kommen.“


Zürcher Trend
Vom 15. Dezember 2015

Reaktion an Anleihemärkten wird im Januar sichtbar werden
„Mithin wird die Reaktion auf die Zinsentscheidung in der ersten Januar-Woche sichtbar werden, wenn die Kurse der Unternehmensanleihen auf die Zinserhöhung reagieren. Nun folgt: Wehe dem, eine große Adresse fällt um. Glencore in der Schweiz und Nobel House in Hongkong sind seit gut sechs Monaten unter Dauerbeschuss von aktiven Investoren, die die Bilanzstruktur und den Verschuldungsgrad bezweifeln. Diese beiden Handelshäuser dominieren ca. 50% des weltweiten Rohstoff-Handels und sind auf kurzfristige Refinanzierungen angewiesen. Sollten diese Refinanzierungen stocken, haben wir ,einen Lehman-Moment'. Dann wird der Jahresbeginn an den Börsen holprig. Kollabieren die Rohstoff-Preise weiter, wovon nach der letzten Opec-Entscheidung und den Zahlen aus China auszugehen ist, dann verschärft dies die Ausgangslage zusätzlich. Problem sind hier die massiven Überkapazitäten, die nach dem Preiskollaps eine Stabilisierung der Preise verhindert. Doch hier ergibt sich eine strukturelle Parallele zum Immobilien-Markt der Amerikaner 2007. Natürlich fragen sich alle, wie die Fed reagiert, wenn eine solche Finanzkrise im Januar oder Februar greifen sollte. Sollte sie ihre Zinspolitik revidieren, ist sie nicht nur total blamiert, sondern auch Frau Yellen kann ihren Hut nehmen. Mit dieser Ausgangslage rutschen wir über in den Jahreswechsel.“

An Aktien wird weiter kein Weg vorbei führen  

Dass mit dem ersten kleinen Schritt in Richtung Zinserhöhung noch keineswegs sichergestellt ist, dass es nun so weitergehen wird, darin sind sich die Experten einig. Der Meinungskonsens der ausgewählten Artikel lässt sich lapidar auch zusammenfassen in ein: „Es könnte auch alles ganz anders kommen...“ 

Eine gewisse Unsicherheit und damit auch Volatilität wird uns demnach auch im neuen Jahr und gewiss auch noch darüber hinaus erhalten bleiben. Wir hier in der Redaktion  sind uns allerdings einig, dass die Märkte noch lange Zeit mit der nötigen Liquidität versorgt werden, wie auch immer. Die Notenbanken werden die Politik des billigen Geldes nicht per se aufgeben, zumindest nicht in absehbarer Zeit.

Wir begleiten Sie weiter - Und haben tolle Überraschungen für Sie

Gerade deshalb führt unserer Einschätzung nach auch in2016kein Weg an der Aktienanlage vorbei.Gerne begleiten wir Sie dabei weiterhin mit unseren Publikationen. Ich verrate Ihnen auch schon mal, dass wir in 2016 unser20-jähriges Jubiläumfeiern und Sie anlässlich dessen mit einigen interessantenJubiläumsangebotenüberraschen werden.

Bleiben Sie dabei und lesen Sie auch nächstes Jahr hier imBÖRSEN-SPIEGELdailytäglich, was sich in Börse, Wirtschaft und Weltgeschehen tut und was wir Ihnen zu bieten haben.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Herzliche Grüße

Ihre
Martina Bisdorf

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