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Ausgabe vom 10. Dezember 2015


  • Pressespiegel: Verwerfungen an den Rohstoffmärkten und ernüchternde Notenbankpolitik verunsichern Anleger  

 


Pressespiegel: Verwerfungen an den Rohstoffmärkten und ernüchternde Notenbankpolitik verunsichern Anleger 

  



von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wieder ist der DAX deutlich ins Minus gerutscht. Die Anleger zeigen sich auch heute gebremst und verunsichert. Nach der Woche der ernüchterndenEZB-Entscheidung, ihre Maßnahmen nur leicht zu intensivieren, und vor der Woche, in der dieFedaller Wahrscheinlichkeit nach die Zinswende in den USA einleiten wird, suchen die Börsianer vergeblich nach Wachstumsimpulsen außerhalb der Geldpolitik. 

Doch sind es vor allem die Verwerfungen an den Rohstoffmärkten, die bei den Anlegern für Verunsicherung und Zurückhaltung sorgen. Denn diese bringen leere Auftragsbücher an der Basis. Hinzu kommen die schwachen chinesischen Exportzahlen vom Montag, die den Rohstoffmärkten erneut empfindliche Schläge versetzten. Vor allem der wiederholt unter Druck gerate Ölpreis sorgt seitdem für die Unsicherheit auf dem Börsenparkett. 

Globale Konjunktursorgen drücken auf das Anlegergemüt

Neben dem tiefen Ölpreis, der von etlichen Experten als Ausdruck globaler Konjunktursorgen gedeutet wird, drückte in der laufenden Woche ein aufwertender Euro auf das europäische Anlegergemüt. Auch wenn wir uns an der Tankstelle freuen, gibt die kontinuierliche Talfahrt der Rohstoffe doch Anlass zur Sorge.

Schauen wir uns also heute an, wie die Experten aus drei renommierten Börsenbriefen die Lage am Rohstoffmarkt  im Kontext von Notenbankpolitik und Weltkonjunktur einschätzen. Zwei Rohstoffe, denen in der Industrie besondere Bedeutung zukommt, nämlich Öl und Kupfer, werden dabei besonders unter die Lupe genommen.

Das meinen die Experten:

Frankfurter Börsenbrief
Vom 04. Dezember 2015

Kurzfristig keine Wende bei Rohstoffen in Sicht
„Wenn China den Rohstoff-Super-Zyklus ermordet hat, ist die Fed der Totengräber. 50% der Rohstoffnachfrage fallen auf das Reich der Mitte. Ob Kupfer, Zink, Eisenerz, der Hunger Chinas ist unermesslich. Mit der deutlichen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, mit der Transformation in eine Dienstleistungsgesellschaft, mit der besseren Planung zur Vermeidung von Überkapazitäten und übervollen Lagern hat sich das Land auf Diät gesetzt. Das spüren die Lieferanten in Australien und Südostasien bis hin nach Südamerika. Die Preise gehen in den Keller. Der Bloomberg Commodity Index hat fast schon wieder das Ausgangsniveau des Super-Zyklus von 1998 erreicht. Eigentlich könnte nun jeder Ökonom erwarten, dass die niedrigen Preise die Nachfrage auch jenseits Chinas stimulieren könnten. Allerdings wäre das eine Rechnung ohne den Wirt. Rohstoffe werden in Dollar fakturiert. In diesem Jahr hat der Greenback gegen einen Währungskorb der wichtigsten zehn Währungen um 9%  zugelegt. Die im Dezember anstehende Zinswende wird diesen Trend im kommenden Jahr noch verstärken, da die Fed bisher noch die einzige große Notenbank ist, die den Zügel anzieht. Auf den Punkt gebracht: Rechnen Sie kurzfristig noch mit keiner Trendwende bei den Rohstoffen.“

WirtschaftsWoche 
Vom 07. Dezember 2015  

Öl - Das Überangebot wird kleiner 
„Die amerikanische Energieinformationsbehörde EIA rechnet damit, dass die weltweite Ölnachfrage 2016 um 1,4 Mio. Barrel pro Tag auf 95,3 Mio. Barrel steigt. Diese Hochrechnung ist durchaus realistisch. Zum einen passt sie zum möglichen Trend der Weltkonjunktur, die nach OECD-Analyse 2016 ähnlich zulegen soll wie 2015. Zum anderen ist bei dieser Hochrechnung berücksichtigt, dass die Ölnachfrage in China, dem weltgrößten Energieverbraucher, weiter an Dynamik verliert. 1,62 Mio. Barrel pro Tag dürfte das weltweite Überangebot an Rohöl nach EIA-Berechnungen in diesem Jahr betragen. Verantwortlich dafür ist vor allem die Rekordförderung der Opec-Länder um Saudi-Arabien, die ihre Produktion 2015 um 2,9% ausgedehnt haben dürften, während die Förderung außerhalb der Opec nur um 2% zulegte. Für 2016 aber ist eine Wende in Sicht. Zwar deutet derzeit alles darauf hin, dass die Opec-Förderung weiter steigt. Weil aber der Ausstoß der nordamerikanischen Produzenten - vor allem aus Ölschiefer - 2016 zum ersten Mal seit acht Jahren rückläufig sein dürfte, nimmt die weltweite Gesamtproduktion nur marginal auf 95,7 Mio. Barrel zu. Das wäre dann nur noch ein Überangebot von 0,4 Mio. Barrel. Der Ölpreis muss deshalb nicht sofort durch die Decke gehen. Doch er dürfte sich zwischen 40 und 50 Dollar stabilisieren und dann schrittweise nach oben ziehen.“

Focus Money
Vom 09. Dezember 2015 

Positive Signale für Kupfer – Bodenbildung in Sicht 
„Wer in der Vergangenheit auf Rohstoffaktien setzte, wurde immer wieder enttäuscht. Nun naht die Trendwende. Der Branchenverband der internationalen Kupferindustrie International Copper Study Group, Lissabon, prognostizierte noch im Oktober, dass die Weltkupferbilanz im Jahr 2016 ein kleines Produktionsdefizit aufweisen werde. Jetzt, mehr als vier Wochen später, stellt sich heraus, dass diese Einschätzung zu pessimistisch war. Die chinesischen Kupferimporte haben bereits ein beachtliches Plus erreicht und sind gegenüber dem Vorjahresmonat um 22% auf 351.000 Tonnen angestiegen. Dies sei der höchste Wert seit Januar 2014, heißt es bei Europas größter Kupferschmelze, der deutschen Aurubis AG. Außerdem fielen die Kupferbestände der London Metal Exchange LME in den vergangenen Wochen überraschend von 320.000 auf fast 270.000 Tonnen. Ein weiteres Indiz für eine stärkere physische Nachfrage seitens der Industrie, deren Lagerhaltung zuletzt stark geschrumpft ist. Zudem sprechen technische Indikatoren für eine Bodenbildung bei den Rohstoffen. So wie sich der Einkaufsmanager-Index in den vergangenen Monaten entwickelte, wird deutlich, dass die Produzenten immer mehr Rohstoffe einkaufen müssen. In diesem Zusammenhang fällt das Ergebnis einer Untersuchung des Fraunhofer-Instituts auf. Die Studie von Professor Wietschel kommt zu dem Ergebnis, dass eine weltweit steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und der Ausbau erneuerbarer Energien die Nachfrage nach Rohstoffen wie Kupfer und Lithium fördern. Wietschel kommt sogar zu dem Schluss, dass die ausbeutbaren Kupferreserven etwa 2030, also bereits in 15 Jahren, erschöpft sein werden. Das wiederum würde langfristig die Kosten für Kupfer in die Höhe treiben, besonders wenn man berücksichtigt, dass die großen Bergbauunternehmen gerade ihre Produktionskapazitäten herunterfahren.“

Die Geister scheiden sich – Bodenbildung oder Talfahrt?

Wie Sie selbst  sehen, scheiden sich die Geister bei der Frage nach der Entwicklung an den Rohstoffmärkten dieser Welt. Einig dagegen ist man sich in der besonderen Bedeutung Chinas für die Weltkonjunktur. Damit dürfte uns die Verunsicherung im Rohstoffsektor auch in 2016 weiter begleiten. 

Umso wichtiger bleibt es für Sie als Anleger, hier auf das Know-how, die Umsicht und Weitsicht erfahrener Börsenanalysten zu vertrauen. Wenn Sie das in einem generell unsicheren Umfeld, das uns auch im nächsten Jahr aller Wahrscheinlichkeit nach erhalten bleiben wird, tun wollen, dann lege ich Ihnen nochmals ans Herz, in unserenFonds-Newsletterzu schauen. 

Melden Sie sichhierdurch die Angabe Ihrer E-Mail-Adressekostenlosund unverbindlichanund erhalten Sie Monat für Monat wichtige Informationen zu unserem breit diversifiziertenMulti-Asset-Fonds MS Global One, der neben Aktien besonders aufmerksam den Rohstoffmarkt im Visier hat. 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und eine sichere Hand an der Börse.

Herzliche Grüße

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Bei Fragen zumFondssowie zu unserenSonderkonditionenfür Ihren Einstieg noch in diesem Jahr können Sie sich gerne an unseren Fonds-ExpertenCliff Michelwenden. Per E-Mail:c.michel@js-capital.deoder telefonisch:(0661) 480 499 20 




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