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Ausgabe vom 24. November 2015


  • Schnäppchenjäger aufgepasst: Bald ist „Black Friday“   


Schnäppchenjäger aufgepasst: Bald ist „Black Friday“  

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich wie Sie gestern im BÖRSEN-SPIEGELdaily gelesen haben, befinden sich die Deutschen in bester Kauflaune. Da passt es sehr gut, dass uns diesen Freitag ein Event ins Haus steht, das sozusagen zumindest in den USA traditionell als Start des Einzelhandels ins Weihnachtsgeschäft gilt. Denn am 27. November heißt es wieder „Black Friday“. Auch in Deutschland ist dieser Tag längst etabliert und lockt Schnäppchenjäger an. Vor allem Online-Shops locken hierzulande Kaufwillige mit Angeboten und Rabatten.

„Black Friday“ läutet Weihnachtsgeschäft ein

Der „Black Friday“ kommt, wie kann es anders sein, aus den USA. Wie Sie vielleicht wissen, wird Thanksgiving, das US-amerikanische Erntedankfest, traditionell am vierten Donnerstag im November eines jeden Jahres groß gefeiert.

Die ganze Familie trifft sich, um Truthahn zu essen und es sich im Kreis der Lieben gut gehen zu lassen. Viele Amerikaner nehmen sich auch noch den Freitag frei, um ein langes Wochenende zu genießen. Was liegt da näher als an diesem Tag shoppen zu gehen, übrigens eine der Lieblingsbeschäftigungen der Amerikaner.


Erst Thanksgiving feiern und dann shoppen, shoppen, shoppen

Viele Einzelhändler nutzen diese Kauflaune aus und locken die Kunden mit Rabatten und Sonderangeboten in die Shoppings-Malls und Geschäfte. Ich habe mir dieses Vergnügen einmal live angetan und kann Ihnen versichern, dass einige Amerikaner das Wort Rabattschlacht sehr wörtlich nehmen. Schon morgens um 5 Uhr öffnen viele Geschäfte ihre Tore und werden regelrecht gestürmt. Es scheint fast so, als wäre dies die letzte Gelegenheit zum Shoppen.

Da viele Kunden gezielt kürzer treten, um das Sparschwein für dieses Shopping-Event zu füllen, ist der „Black Friday“ zum umsatzstärksten Tag im US-Einzelhandel geworden. 2014 haben 133,7 Mio. Menschen in den USA am „Black Friday“-Wochenende eingekauft. Dabei wurden 50 Mrd. Dollar ausgegeben.


Auch die Deutschen lieben den „Black Friday“

Es war also nur eine Frage der Zeit, wann dieses gut funktionierende Marketing-Event auch zu uns herüberschwappt. Und siehe da, seit ein paar Jahren hat sich der „Black Friday“ auch hier etabliert. In Deutschland findet dieser Tag allerdings vor allem im Internet statt.

Bereits am 26. November, genauer gesagt Donnerstagabend, können Sie sich bereits auf www.blackfridaysale.de oder www.blackfriday.de nach Schnäppchen umsehen. Doch auch große Einzelhändler wollen hier mitmischen. Mittlerweile nehmen viele namhafte Händler an der Rabattschlacht teil.


Amazon und Apple ziehen die meisten Kunden an

Weil auch der Onlinehandel gerne ein Stück vom Extrakuchen haben wollte, hat man den Cyber Monday ersonnen. Amazon hat auf seine Cyber Monday-Woche bereits letzte Woche massiv aufmerksam gemacht und ist am Montag gestartet. Alle 10 Minuten gibt es in dieser Woche ein Angebot, solange der Vorrat reicht.

Auch Apple will nicht hinten anstehen und bietet jedes Jahr einige Schnäppchen an. Was es dieses Jahr ist, erfahren Sie und ich aber leider erst am Freitag. Unter dem Motto „Geschenke voller Geschenke“ macht Apple aber schon jetzt seinen Kunden den Mund wässrig. In den USA entstehen vor den Apple-Stores regelrechte Zeltstädte, um ja der erste im Store zu sein.


Überlegen Sie sehr genau, was Sie brauchen und informieren Sie sich vorab über die Preise

Die Schnäppchenangebote hören sich sehr verlockend an, aber Vorsicht! Denn auch Händler wollen vor allem eins, verkaufen. Da entpuppt sich das vermeintliche Schnäppchen vielleicht hinterher als zu teuer. Viele der Preisnachlässe beruhen nämlich auf einem Vergleich mit den unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller, die kaum ein Kunde bezahlt. Daher sollten Sie genau überlegen, was Sie kaufen möchten und wissen, was es kostet.

Lassen Sie sich nicht durch blinkende Rabattangaben zum Spontankauf hinreißen. Da kann es schnell passieren, dass Sie etwas kaufen, was Sie gar nicht benötigen. Je höher der angegebene Rabatt, desto skeptischer sollten Sie sein und Preise mithilfe von Preisvergleichs-Portalen vergleichen.

In den letzten Jahren lag die tatsächliche Preisersparnis gegenüber dem Marktpreis beispielsweise bei Elektronikartikeln bei etwa 20%. Fallen Sie auch nicht auf die künstliche Verknappung herein. Dieser Verkaufstrick hat schon viele zu ungewollten Käufen verleitet. Bedenken Sie, auch nach dem „Black Friday“ bieten Händler weiterhin günstige Angebote an.


Unternehmen auf Einkaufstour – Viagra kauft Botox

Shoppen scheint auch bei Unternehmen gerade sehr beliebt zu sein. Erst gestern wurde die Megafusion in der Pharmabranche bekannt gegeben. Der Viagra-Hersteller Pfizer greift für den Botox-Hersteller Allergan tief in die Tasche und will das Unternehmen für 150 Mrd. Dollar übernehmen. Jedenfalls hat der Verwaltungsrat des US-Unternehmens die Übernahme schon mal abgenickt. Bereits am Montag könnte die Hochzeit der beiden Pharmaunternehmen bekannt gegeben werden.

Dies wäre die größte Fusion des Jahres und es gliche einem Fest der Superlative. Schließlich würde so der weltgrößte Arzneimittelhersteller entstehen. Umsätze von jährlich 60 Mrd. Dollar würden erzielt werden. Damit würde der neue Pharmagigant den jetzigen weltgrößten Hersteller verschreibungspflichtiger Medikamente Novartis vom Thron stoßen. Allerdings wird erst im zweiten Halbjahr 2016 mit dem Abschluss der Elefanten-Hochzeit gerechnet.


Übernahmewelle erreicht 2015 Rekordvolumen

Mit einem Kauf von Allergan würde Pfizer das Volumen von Fusionen und Übernahmen in der gesamten Gesundheitsbranche dieses Jahr auf mehr als 600 Mrd. Dollar treiben und so die jüngste Rekordjagd krönen.

Dagegen sieht die letzte Megaübernahme im Nahrungsmittelbereich des Jahres 2015, der Kauf des Bierbrauers SABMiller durch den Konkurrenten Anheuser-Busch Inbev für knapp 105 Mrd. Dollar, eher mickrig aus. Welche Megafusionen in 2015 noch stattgefunden haben, erfahren Sie in einer der kommenden BÖRSEN-SPIEGELdaily-Ausgaben.

Ich wünsche Ihnen eine friedliche Woche.

Herzliche Grüße

Ihre
Cindy Ullmann

PS: Carl Icahn tut es schon wieder. Gerade ist der aktivistische Investor beim kränkelnden Drucker- und Kopierer-Hersteller Xerox eingestiegen. Icahn hält 7,13% der Anteile. Damit ist er zweitgrößter Anteilsinhaber nach dem Vermögensverwalter Vanguard Group. Die Aktien des Unternehmens sind seiner Meinung nach unterbewertet. Dieses Statement allein genügte: Der Kurs der Xerox-Aktie stieg nachbörslich um 7,5%. 




 


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