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Ausgabe vom 13. November 2015


  • Welt-Diabetes-Tag 2015 –
    Der Kampf gegen die Volkskrankheit Nummer 1



Welt-Diabetes-Tag 2015 – Der Kampf gegen die Volkskrankheit Nummer 1

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

morgen jährt sich zum 14. Mal der Welt-Diabetes-Tag. Dieser Tag wurde erstmals am 14. November 1991 begangen. Seit 2007 ist er offizieller Tag der Vereinten Nationen. Damit ist Diabetes Mellitus die zweite Krankheit nach HIV/AIDs, die von der UN offiziell in den Kalender aufgenommen worden ist. Mittlerweile beteiligen sich 101 Länder weltweit an dem Tag. Warum der 14. November? Das ist der Geburtstag von Sir Frederick Banting, der 1922 zusammen mit Charles Best das Insulin entdeckte.

Im Visier: Die steigende Verbreitung von Diabetes Mellitus

Ziel dieses Tages ist es, auf die steigende Verbreitung von Diabetes Mellitus hinzuweisen. 2008 wurden erstmals im Rahmen der Blue Monument Challenge weltweit berühmte Gebäude und Bauwerke blau beleuchtet, um auf die Erkrankung aufmerksam zu machen. Teil der Aktion waren neben vielen anderen Gebäuden bereits das London Eye, „Die kleine Meerjungfrau“ in Kopenhagen oder das Empire State Building.

Diabetes entwickelt sich zur wahren Epidemie

Diabetes hat sich in den letzten Jahren weltweit zu einer Epidemie ausgeweitet. Die amerikanische Diabetesgesellschaft IDF (International Diabetes Federation) rechnet mit einer halben Milliarde Diabetes-Kranken bis 2030.

Leider sind hiervon auch immer mehr Kinder und Jugendliche betroffen. Selbst China schlägt jetzt Alarm: Schon jeder zehnte Bürger im Reich der Mitte leidet an Diabetes. Der wachsende Wohlstand verändert die Essgewohnheiten. Westliche Ernährungsgepflogenheiten werden übernommen und führen zu Übergewicht, Bluthochdruck und eben auch Diabetes.

Auch in Indien wird von steigenden Erkrankungen berichtet. Nach jüngsten Zahlen der International Diabetes Federation belegt die Volksrepublik mit rund 90 Mio. Diabetes-Kranken (10% der Bevölkerung) inzwischen den traurigen Spitzenplatz – vor Indien (rund 50 Mio.).


China belegt traurigen Platz 1

Dabei wäre die Krankheit mit guter Ernährung und etwas Bewegung gut in Schach zu halten. So fordert die Deutsche Diabetes Gesellschaft in Deutschland tägliche Bewegung in Schulen und Kindergärten und die Einführung einer „Fett-Zucker-Steuer“, die ungesunde Lebensmittel so teuer mache, dass sie eher links liegengelassen werden.

Immerhin sind auch in Deutschland mehr als 6 Mio. Menschen wegen Diabetes in ärztlicher Behandlung. Begleiterscheinungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenerkrankungen können im schlimmsten Fall zum Tod führen.


Unternehmen bieten fettleibigen Mitarbeitern Abnehm-Prämien

Mittlerweile haben selbst einige Großunternehmen wie IBM die Gefahr erkannt und stellen ihre beleibten Mitarbeiter vor die Wahl: „Dick bleiben oder mehr Geld.“ So zahlt IBM Mitarbeitern, die Ihr Gewicht nachweislich reduzieren, jeden Monat 150 Dollar zusätzlich. Und diese Maßnahme zahlt sich aus. Die Mitarbeiter sind wesentlich belastbarer und die Krankenstatistik geht zurück.

Die wahren Profiteure der Diabetes-Epidemie sind die Pharma-Unternehmen

Was für die Erkrankten schlecht ist, lässt jedoch die Kassen derjenigen Unternehmen klingeln, die Insulin und Medikamente gegen die Begleiterscheinungen der Diabetes auf den Markt bringen. Große Pharma-Konzerne wie Novo Nordisk, Bayer und Abbott Laboratories spielen hier in der ersten Liga.

Novo Nordisk, Bayer und Abott Laboratories spielen hier in der ersten Liga

Der Pharma-Konzern Novo Nordisk beispielswiese ist Weltmarktführer in der Bekämpfung von Diabetes. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Kopenhagen ist mit seinen Tochtergesellschaften in 75 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit rund 40.300 Mitarbeiter. In 180 Ländern vertreibt Novo Nordisk seine Produkte, darunter Insulin, die dazugehörigen Injektionssysteme, aber auch Wachstumshormone und weitere Medikamente gegen Bluterkrankungen.

Mehr als die Hälfte des globalen Insulinmarktes hält allein das dänische Unternehmen. Um Nachahmer in Schach zu halten, haben sie den Wirkstoff des Insulins leicht verändert und sich patentieren lassen. So ist der Hauptumsatzbringer des Pharmakonzerns auf Jahre vor Produktpiraten geschützt. Der Insulinhersteller freut sich über gute Geschäfte und hat seinen Umsatz und Gewinn in den letzten Jahren deutlich gesteigert.


Warren Buffetts Coca-Cola-Investment in der Schusslinie

Wegen der steigenden Diabetesfälle ist jetzt auch Warren Buffett in die Schusslinie geraten. Der Hedgefondsmanager Bill Ackman kritisiert die Beteiligung von Warren Buffetts Unternehmensbeteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway in Höhe von 9,2% am Softdrink-Hersteller Coca-Cola.

Buffett sei damit der größte Aktionär und verantwortlich für die rasante Zunahme von Übergewicht und Diabetes weltweit. Wie verlautet wurde, handelt es sich hierbei wohl um eine Retourkutsche, weil Charlie Munger, Partner von Buffett, die Geschäftspraktiken von Valeant Pharmaceuticals, in das Ackman 20 Mio. Dollar investiert hat, scharf kritisiert hatte.

Bleibt mir nur, Ihnen ein schönes Wochenende zu wünschen. Machen Sie am Welt-Diabetes-Tag doch mal einen Spaziergang durch den Wald. Genießen Sie das bunte Herbstlaub und die frische Luft. Ich habe es mir jedenfalls fest vorgenommen.

Herzliche Grüße

Ihre
Cindy Ullmann

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