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Ausgabe vom 05. November 2015


  • Pressespiegel:
    Währungsturbulenzen und Gefahr des billigen Geldes – Wie stark sind Sparer und Anleger betroffen?




 

Pressespiegel: Währungsturbulenzen und Gefahr des billigen Geldes –
Wie stark sind Sparer und Anleger betroffen?


 



von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Mario Draghi fordert laut einer aktuellen Meldung der Nachrichtenagentur Reuters eine rasche Vollendung der Bankenunion in Europa. Es sei höchste Zeit, die noch fehlenden Elemente umzusetzen, äußerte der oberste europäische Währungshüter auf einer Konferenz der Europäischen Zentralbank (EZB). „Ansonsten würden wir den gleichen Fehler begehen, den wir gemacht haben, als der Euro eingeführt wurde." Damals seien die Folgen einer Währungsgemeinschaft nicht ausreichend im institutionellen Aufbau berücksichtigt worden.

Auch die Einlagensicherung zum Schutz der Sparer müsse her, findet Draghi. Gegen die gibt es jedoch große Widerstände: Vor allem die deutschen Sparkassen lehnen eine solche EU-Absicherung ab. Ihrer Ansicht nach müssen zunächst die nationalen Systeme einsatzbereit und in allen EU-Staaten die Regeln zur Abwicklung maroder Banken umgesetzt sein. Dem Spiegel zufolge haben sie Angst um die eigenen Sicherungstöpfe.


Es wird viel über die „richtige“ Geldpolitik spekuliert – Machen Sie sich Ihr eigenes Bild

Ebenso wie der Weg zur europäischen Bankenunion wird auch die Zinspolitik der EZB mit dem stets offenen Geldhahn von den Finanzmedien kommentiert. Genauso viel wird darüber spekuliert, wie es damit weitergeht und wie sich die Weltwährungen gegenseitig bedingen und beeinflussen.

Damit Sie sich Ihr eigenes, möglichst objektives, Bild dazu machen können, habe ich heute drei aussagekräftige Artikel aus renommierten Börsenpublikationen für Sie ausgewählt, die die komplexe Lage am Finanzmarkt und den vermeintlichen „Währungskrieg“ rund um den Globus aus fachlicher Sicht darstellen sowie die Gefahr des ewig billigen Geldes gut beschreiben.


Das meinen die Experten:

Focus Money
Vom 04. November 2015

Der alte Mann und das Mehr…- Mehr Geld für steigende Kurse

„Ein Freund oder Kompagnon der deutschen Sparer wird dieser Mann wohl nicht mehr: Mario Draghi. Seit ziemlich genau vier Jahren ist der Italiener Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) – und damit unser oberster Währungshüter. Draghi – 68 Jahre alt, geboren in Rom, jahrelang leitender Goldman-Sachs-Banker – ist derjenige, der die mahnenden Worte von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gern in den Wind schlägt. Der die Warnungen, dass das massive Geldfluten so ihre Gefahren birgen, mit einem spitzbübischen Lächeln ignoriert. Und Sparer langfristig in arge Finanznöte bringt. Seit mehr als einem halben Jahr pumpt Draghi 60 Mrd. Euro pro Monat in den europäischen Finanzkreislauf, um die Wirtschaft in Gang zu bringen. Um jetzt festzustellen: Es reicht nicht. Seit Wochen stellt der Italiener die Märkte darauf ein, dass er die geldpolitische Bazooka noch mal nachlädt. Die Geldschwemme wird Anfang Dezember also wohl ausgeweitet. Selbst wenn die Strategie der EZB als höchst zweifelhaft gilt. So richtig in Schwung kam die Konjunktur in Europa auch trotz des vielen billigen Geldes nämlich nicht. Auch die Inflation hat nicht wie erhofft angezogen. Aber wenigstens kommen die Aktienkurse wieder ins Steigen. Während es mit den Börsenkursen wohl eher wieder bergauf geht, dürfte es mit dem Euro eher wieder bergab gehen. Bereits mit den Ankündigungen von Draghi sank die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback von 1,15 Dollar auf unter 1,10. Das nutzt natürlich Exportkonzernen, die nicht zu sehr unter der Nachfrageschwäche Chinas leiden.“




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WirtschaftsWoche
Vom 02.November 2015

Euro, Dollar - Die Parität rückt immer näher

„Für einen kurzen Moment sah es so aus, als ob der Euro die Marke von 1,15 Dollar, die er mehrere Monate lang angelaufen hatte, hinter sich lassen könnte. Ende August, als schwache chinesische Wirtschaftsdaten in Amerika für Unruhe sorgten, sprang die Einheitswährung überraschend auf 1,17 Dollar. Doch die Enttäuschung folgte prompt: Eine schnelle Zinssenkung in China und die Ankündigung von Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank, die schon expansive Geldpolitik noch auszuweiten, ließen den Euro wieder abkippen. Und selbst der Rückzieher der US-Notenbank, die wegen magerer US-Arbeitsmarktdaten erst einmal von Zinserhöhungen Abstand nahm, änderte nichts an der neuen Euro-Schwäche. 1,6 Prozentpunkte mehr Rendite bieten zehnjährige US-Anleihen gegenüber zehnjährigen Bundesanleihen. In diesem Unterschied spiegeln sich neben Draghis expansiver Geldpolitik vor allem die Aussichten auf eine stärkere US-Wirtschaft, die in diesem Jahr um 2,5% zulegen dürfte. In Europa kommt die Konjunktur wahrscheinlich nur auf 1,5% plus. An den Devisenmärkten hat der Euro die Erholung der vergangenen drei Monate beendet. Eine Wende in der laxen Geldpolitik von Draghi ist nicht in Sicht. Langfristig rückt deshalb sogar die Aussicht auf Parität zwischen Dollar und Euro immer näher.“

Das 100%-DEPOT
(von Dieter Wendt)
Vom 03. November 2015

Währungskrieg tobt rund um die Welt

„Chinas Exportmaschine stottert, soviel steht fest! Die erhebliche Aufwertung des Yuan sowie die schleppende Nachfrage in den potenziellen Absatzmärkten sorgen für erhebliche Einbußen im Außenhandel. Erklärtes Ziel von China war immer, eine Alternativ-Währung zum Dollar zu schaffen. Im- und Exporte sollen dann in Renmimbi bezahlt werden und nicht mehr in der Referenzwährung aus Übersee. Doch der Weg zu einer internationalen Reserve-Währung neben Dollar und Euro ist steinig und wird immer wieder von Seiten der Amerikaner torpediert. So lehnte der Internationale Währungsfonds China weiterhin ab. Der IWF fordert stattdessen weitere Liberalisierungsmaßnahmen sowie eine Konvertibilität der chinesischen Währung. Dass China allerdings nicht mehr am Tropf der Amerikaner hängt, bewies die dortige Notenbank mit einer weiteren umfangreichen Zinssenkung. Die Zinserhöhungspläne der Fed wird nicht mitgetragen, denn eine weitere Aufwertung im Vergleich zu anderen asiatischen Währungen will China keineswegs akzeptieren. Der Währungskrieg wird uns noch weiter beschäftigen und für Verschiebungen im globalen Handel sorgen.“


An Aktien führt auch künftig kein Weg vorbei

Soweit sich ein Resumée aus den drei Beiträgen schließen lässt, wird auf jeden Fall klar, dass, so wie es auch Dieter Wendt immer wieder betont, für Sie als Anleger das Investment in Sachwerte, sprich Aktien, noch auf lange Sicht „alternativlos“ bleibt.

Wenn Sie die vollständige Einschätzung meines Kollegen sowie seine Aktienempfehlungen interessiert,
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Mit diesen Eindrücken zur Geldpolitik wünsche ich Ihnen einen schönen Tag.

Herzliche Grüße

Ihre

Martina Bisdorf

PS: An Chinas Aktienmärkten geht es wieder nach oben. Der Bulle sei zurück, frohlocken bereits die Händler. Der Shanghai Composite Index ist allein heute um 1,8% auf 3,522.82 Punkte geklettert. Im Vergleich zum Tiefststand am 26. August lag der Index mehr als 20% im Plus. Die Erinnerungen an den dramatischen Crash zur Jahresmitte scheinen in Shanghai und Shenzhen verblasst...

 



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