Börse, Wirtschaft, Lifestyle- Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 08. Oktober 2015


  • Pressespiegel: Blick rund um den Globus 

 

Pressespiegel: Blick rund um den Globus 



von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vom Herbstgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, dessen endgültige Ergebnisse wir heute erwarten, sind bereits positive Nachrichten durchgesickert. So dürfen wir trotz derVW-Krise mit weiterem Aufschwung unserer Konjunktur rechnen: Die Experten revidieren zwar ihre Wachstumserwartungen leicht von 2,1 auf 1,8%, erwarten aber keinesfalls einen Einbruch.  2016 soll die deutsche Wirtschaft dann ebenfalls um 1,8% zulegen. 

Deutsche Flaggschiff-Skandale können die Konjunktur kaum erschüttern

DerDAXbefindet sich weiter auf der Aufwärtstreppe, er kratzt auch heute Früh beim Stand von 9.970 Punkten an der 10.000-Punkte-Marke. Was wollen wir mehr – zumindest für den Augenblick? Wäre da nicht dieDeutsche Bank, die es in regelmäßigen Abständen immer wieder schafft, für Negativschlagzeilen zu sorgen: 

John Cryanmacht klar Schiff. Damit Deutschlands größtes Geldhaus unbelastet mit seiner „Strategie 2020“ starten kann, räumt der Brite radikal in der Bilanz auf. Das führte im dritten Quartal vor und nach Steuern zu einem Rekordverlust von rund 6 Mrd. Euro. Nicht nur, dass die Aktie daraufhin um 6,5% nach unten rauschte, die Aktionäre müssen sogar damit rechnen, dass die Dividende ausfällt. 

Wie auch immer diese Nachricht verarbeitet werden wird, ist unsere heimische Marktlage offensichtlich so stabil, dass die Erschütterungen durch die großen Flaggschiffe gut verdaut werden. 

Wie sieht es im „Rest der Welt“ aus?

Doch wie sieht es in anderen Ecken der Erde aus? Bei allen Querelen um unsere DAX-Unternehmen und um die Flüchtlingskrise müssen wir als Anleger aufpassen, dass wir keinen Tunnelblick bekommen. Viele globale Nachrichten, die für die Weltwirtschaft und den Aktienmarkt durchaus relevant sind, sind in den Medien unter den Tisch gefallen. 

Was ist mit weniger beachteten Ländern wie Kanada, das nicht nur aus Potash und seinem K+S-Übernahmepoker besteht, dem geheimnisvollen Südafrika oder dem krisengebeutelten Brasilien? Welche Chancen könnten diese Teile der Erde vielleicht bieten? Diesen Fragen sind einige Experten aus renommierten Finanzmagazinen nachgegangen. Die aussagekräftigsten Artikel habe ich für Sie zusammengestellt. Blicken wir also gemeinsam auf den „Rest der Welt“:

Das meinen die Experten: 

Focus Money
Vom 07. Oktober 2015

Kanadischer Aktienmarkt bietet gute Chancen
„Kanadas Aktienmarkt besitzt wieder gute Chancen – zumindest Titel, die stark mit dem südlichen Nachbarn USA verbunden sind. Die Analysten des Investmenthauses Macquarie raten daher in ihrer Kanada-Strategie den Investoren, auf Unternehmen mit Hebel auf die US-Wirtschaft zu setzen. Denn in den USA nehmen die privaten Konsumausgaben und die Kredite wieder zu, was für eine Stärke der Konjunktur spricht. Zudem weise der Markt einen extremen Pessimismus auf, der für zukünftige Kursgewinne spräche. Zu den kanadischen Favoriten von Macquarie zählen die Kundenkreditbank Element Financial , der Lebensversicherer Manulife Financial, der Sportmodekonzern Gildan Activewear und der Einzelhändler Alimentation Couche-Tard.“

Zürcher Trend
Vom 06. Oktober 2015

Zinswende am Kap – Südafrika wagt den Aufbruch
„Anders als im Dollar wird Südafrika die Zinsen 2016 senken. Denn das Wachstum verfehlt die Regierungsprognose scharf und steuert auf früher undenkbare Niveaus zu. Im Mittel lag das BIP seit der Apartheid bei 3% bis 5%. Seit ,Lehman' hat sich das alte Minimum zum Maximum gewandelt, während das Wachstum in den schwachen Phasen unter 1% zu fallen droht. Kein Wunder, dass der Rand auf ein 14-Jahrestief gefallen ist. Die Inflation rechtfertigt weder weiter steigende Zinsen noch das aktuelle Zinsniveau. Die SARB hob das Niveau seit 2014 auf aktuell 6% an. Doch die Streiks haben Südafrika ausgebremst, was sogar in der Leistungsbilanz sichtbar wurde, und die Öl-Baisse hat der Inflation die Spitze genommen. Noch wichtiger: Südafrika wagt einen neuen Aufbruch. Die Regierung steht unter Zugzwang, die Wachstumserosion abzufangen. Eine der vielen Initiativen ist dabei der neue Energieplan für Eskom. Eine andere wird sein, die SARB von einer Zinssenkung zu überzeugen, um eine Rezession zu verhindern. Der Rand und die bekannten Zero-Bonds bieten daher in dieser Lage ausgezeichnete Einstiegschancen. Emerging Market-Währungen kauft man bekanntlich am besten, wenn sie am Boden liegen. Denn dann ist die Wende nicht weit. Der Rand befindet sich genau an diesem Wendepunkt. Dank der Zinserhöhung bewegen sich auch die Zeros auf sehr attraktiven Zinsniveaus, teils weit im zweistelligen Bereich.“ 

Frankfurter Börsenbrief 
Vom 01. Oktober 2015 

Brasilien auf Ramsch-Niveau – Turnaround weit verfehlt
„In Brasilien verschärft sich die Krise. Von Sparen ist im aktuellen Haushaltsentwurf weit und breit nichts mehr zu lesen. Auch Ideen für eine Schuldenreduzierung sucht der Beobachter leider vergebens. Besonders problematisch: Die Geduld der Finanzcommunity, die das Land lange gestützt hat, ist scheinbar am Ende. Standard & Poor‘s hat das Rating Mitte September von BBB- auf BB+ abgestuft. Die Analysten deuteten zudem an, dass an weitere Abstufungen zu denken sei. Aber nicht nur das Tempo der Abwertung auf „Ramsch-Niveau“ lässt aufhorchen. Gleichzeitig wurde auch eine Reihe von Bankenratings eingedampft. Wenn die Banken höhere Zinsen zu zahlen haben, wird die Kreditvergabe eingeschränkt. Wie Dominosteine wird nun jede Industrie vom Spekulanten angestoßen und auf die Standfestigkeit überprüft. Nach Erhebung der Wirtschaftszeitung „Valor“ erwirtschafteten im vergangenen Jahr nur ein Drittel der an der Börse gelisteten Unternehmen eine Eigenkapitalrendite über dem aktuellen Leitzins (14,25 %). Wegen der Abwertung des Real wird Energie für Brasilien immer teurer. Das kann Brasiliens Wirtschaft, die ohnehin von rückläufiger Industrieproduktion und negativer Leistungsbilanz gebeutelt ist, kaum gebrauchen. Wir erwarten eine weitere Abwertung des Real noch über mindestens sechs Monate. Auf den Punkt gebracht: Der Turnaround ist in weite Ferne gerückt.“

Chancen und Miseren

Während es im hohen Norden Amerikas recht gut aussieht, scheint man am Zuckerhut aus seiner Misere nicht herauszukommen, ja gar noch weiter abzudriften. Immer wieder für Überraschungen könnte hingegen das Kap sorgen. Südafrika sollte man nicht aus dem Blickfeld verlieren. 

Mit diesen Eindrücken rund um den Globus wünsche ich Ihnen einen schönen Tag.

Herzliche Grüße

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Bleibt natürlich der Hoffnungsträger USA. Hier läutet heute Abend der AluminiumrieseAlcoatraditionell die neue Berichtssaison ein. Sie verspricht, vieles an den Tag zu bringen. Es dürfte spannend werden. Wir bleiben für Sie dran. 



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