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Ausgabe vom 02. Oktober 2015


  • Wie Sie als Anleger mit „Made in Germany“ Geld verdienen     


 

Wie Sie als Anleger mit „Made in Germany“ Geld verdienen   
   

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

bei all dem Trubel an den Börsen, könnte man es fast vergessen: Morgen jährt sich der Feiertag zur Deutschen Einheit zum 25sten Mal. An diesem Wochenende findet die bundesweite Feier zum Tag der Deutschen Einheit sogar hier in Hessen, genauer gesagt in Frankfurt statt.

Fulda boomt seit der Maueröffnung

Kinder, wie die Zeit vergeht. Ich kann mich noch gut an die vielen „Ossis“ erinnern, die damals nach Fulda kamen, um einzukaufen. Vor der Maueröffnung lag Fulda am Rande Westdeutschlands und dümpelte vor sich hin. Viele Menschen pendelten nach Frankfurt, um dort zu arbeiten. Ohne Zonenrandförderung des Bundes wäre gar nichts gegangen.

Erst mit der Öffnung der Mauer entstand ein wahrer Wirtschaftsboom. Mittlerweile hat der Landkreis Fulda die niedrigste Arbeitslosenquote Hessens. Seit der Deutschen Einheit sank sie kontinuierlich um ganze 46%. Die Region Fulda hat also von der Einheit profitiert und ganz Deutschland feiert.


„Made in Germany“ schwächelt – Aber nur ein bisschen

Na ja, vielleicht nicht ganz Deutschland, denn die Marke „Made in Germany“ hat ja auch wegen des VW-Abgasskandals einige Kratzer abbekommen. Laut einer Forsa-Umfrage der Zeitschrift Stern befürchtet jeder zweite Deutsche einen Image-Schaden für die deutsche Industrie und das Gütesiegel „Made in Germany“.

Wussten Sie eigentlich, dass „Made in Germany“, das Gütesiegel für Qualität und Zuverlässigkeit, damals nur von den Briten entwickelt worden ist, um den Erfolg der deutschen Industrie in Großbritannien zu unterbinden, sprich um deutsche Produkte zu brandmarken?
 

Gütesiegel bereitete Deutschlands Weg zum Exportweltmeister

Dazu wurde 1887 in England ein Gesetz erlassen, nach dem alle deutschen Produkte mit der Kennzeichnung „Made in Germany“ zu versehen waren. Die Briten hofften, dass ihre Landsleute allein schon aus patriotischem Pflichtgefühl die ausländischen Konkurrenten boykottieren würden. Doch das Gegenteil trat ein. Statt deutsche Produkte vom britischen Markt fernzuhalten, galt das Siegel bald als Garant für Qualität und Zuverlässigkeit. „Made in Germany“ entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zum Gütesiegel. Deutschlands Aufstieg zum Exportweltmeister wurde dadurch regelrecht befördert.

Die Zeiten ändern sich. Viele deutsche Produkte werden mittlerweile in Billiglohnländern teilweise zu übelsten Konditionen produziert. Doch einige deutsche Unternehmen produzieren weiterhin in Deutschland.


Rückverlagerung der Produktion nach Deutschland ist voll im Trend

Und laut einer Studie des Fraunhofer Instituts rückverlagern immer mehr Unternehmen ihre Produktion wieder nach Deutschland, da die in Asien produzierten Produkte nicht die gewünschte Qualität aufweisen, Flexibilität und Lieferfähigkeit zu wünschen übrig lassen oder ihnen die Gegebenheiten vor Ort zu unsicher sind.

Adidas wird wieder „Made in Germany“

Diesen Schritt geht auch Adidas, das Unternehmen aus Herzogenaurach, das sich nicht ganz ohne Grund in Cliff Michels Smart Money Investor-Ertragsdepot befindet. So soll das Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit den vier Sternen wieder in Deutschland produziert werden.

Konzernchef Hainer führt die langen Lieferzeiten von Asien nach Deutschland als Argument an, warum sich die Produktion in Deutschland ebenfalls rechnen würde. Auch steigende Löhne und höhere Umweltanforderungen in China stoßen ein Umdenken an.

Aber das ist wahrscheinlich nicht der einzige Grund: Denn mit „Made in Germany“ könnte Adidas den Deutschen Fußball-Bund unter Druck setzen. Und Hauptkonkurrent Nike endgültig auf Platz 2 verweisen.

Bei der WM 2014 verkaufte Adidas 2,1 Mio. deutsche Trikots, die meisten davon während des Turniers und danach, weil dann der vierte Weltmeister-Stern aufgestickt war.


Adidas will Kleidung und Schuhe direkt im Geschäft produzieren

Und Adidas plant einen weiteren Schachzug. Künftig sollen Kleidung und Schuhe vor Ort im Laden, in einer sogenannten Store-Factory, individuell und nach den Wünschen der Kunden produziert werden. 2017 soll die erste Store-Factory ihre Türen öffnen. Ob Adidas für Cliff Michel ein Kauf ist, erfahren Sie im Smart Money Investor. Hier testen.

Ich persönlich freue mich schon auf Trikots und Schuhe „Made in Germany“  und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße

Ihre
Cindy Ullmann

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