Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 18. September 2015


  • Soll ich jetzt in RWE und E.ON einsteigen?        


Soll ich jetzt in RWE und E.ON einsteigen?          


von Dieter Wendt    
Chefredakteur 100%-DEPOT         FacebookLike   TwitterFollow 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

gestern war es nun soweit. Die Taube Janet Yellen hat gesprochen. Und wie die Hälfte der Marktteilnehmer vermutete, bleiben die US-Zinsen erst einmal auf ihrem jetzigen Niveau. Jetzt könnten Sie denken: „Prima, ist doch alles in Butter. Die Aktien werden nach dieser Entscheidung steigen.“ Das wird vielleicht auch noch passieren, aber nicht unbedingt heute, denn bedenken Sie, dass die andere Hälfte der Marktteilnehmer davon ausgegangen ist, dass es zu einer Zinserhöhung kommt.


Die Taube Yellen belässt alles so, wie es ist…

Diese Anleger wurden also prompt auf dem falschen Fuß erwischt und müssen sich jetzt erst einmal neu sortieren. Daher kann es heute zu einigen Turbulenzen an den Börsen kommen. Bitte vergessen Sie auch nicht, dass heute großer Verfallstag an den Terminbörsen ist. Wie Sie wissen, geht es an der Börse an so einem Tag oft drunter und drüber. Daher bleibt meine Devise bestehen: Abwarten, bis sich die Wogen geglättet haben! Nächste Woche sieht es schon wieder ganz anders aus.

… und verunsichert die Märkte

Neben dem Fed-Zinsentscheid und seinen Folgen beschäftigte Sie diese Woche jedoch eine Frage noch viel mehr. Jedenfalls war mein Posteingang voll damit und in der Redaktionssprechstunde klingelten die Telefone heiß: „Soll ich jetzt nach dem starken Kurseinbruch in RWE und E.ON einsteigen?“

Normalerweise sind solche Informationen meinen 100%-DEPOT-Lesern vorbehalten, aber heute breche ich einmalig diese Regel und verrate Ihnen, was ich meinen Lesern am Dienstag im 100%-DEPOT zu E.ON und RWE geraten habe.


E.ON und RWE beschleunigen Talfahrt

Wegen der Folgen des Atomausstiegs stehen die Aktien der beiden Versorger RWE und E.ON seit Monaten unter Druck und kennen leider nur noch eine Richtung, die nach unten.

Wie Sie selbst wissen, hat sich die Talfahrt in den vergangenen Tagen noch einmal beschleunigt. So brach die Aktie von RWE allein in den vergangenen sechs Wochen um mehr als 40% ein. Seit Jahresanfang sind es fast 58%. Und am Dienstag stürzte die Aktie auf ein historisches Tief von 10,18 Euro.


RWE steht kurz vor dem DAX-Rauswurf

Zuletzt schlug die Aktie zwar wieder den Erholungskurs ein, auch wegen der Gerüchte um einen arabischen Investor, aber die Verluste seit Jahresanfang konnten damit nicht ausgeglichen werden. Ganz im Gegenteil, angesichts der schlechten Zahlen droht hier sogar der Rauswurf aus dem DAX. Bei E.ON sieht es nicht viel besser aus. Dieser Wert kann seit Jahresanfang 47% Minus verbuchen.

Sieht so eine Kaufchance aus?

Schließlich gehörten diese beiden Dividendentitel ja mal zu den „Witwen- und Waisenpapieren“, waren also eine fast sichere Bank und bestens geeignet für eine solide Altersvorsorge. Schließlich wird Strom und Gas immer gebraucht. 

Dieses Beispiel zeigt Ihnen sehr schön, welchen Einfluss die Politik auf die Wirtschaft haben kann. Werden die Rahmenbedingungen geändert, kann selbst das sicherste Unternehmen unter die Räder kommen.


Cashcows werden zum unkalkulierbaren Risiko

Nach der Atomkatastrophe in Fukushima hat die Regierung den schnellen Atomausstieg quasi über Nacht beschlossen und den beiden Energieriesen ihre Geschäftsgrundlage genommen. Jahrelang haben sich die Atommeiler als wahre Cashcows präsentiert, die den Aktionären eine nachhaltig hohe Dividendenrendite bescherten. Bis 2022 müssen alle Atomkraftwerke vom Netz genommen worden sein. Was sich so einfach anhört, entwickelt sich für die hiesigen Versorger zu einem wahren Desaster.

Milliardengrab kann zur Insolvenz führen

Verschlimmert wird die Sache durch ein gerade veröffentlichtes Gutachten. Dieses bestätigt, dass den deutschen Versorgern 30 Mrd. Euro an Rückstellungen fehlen. Zwar wurde dies bereits dementiert, ich bin mir aber sicher, dass da noch eine kräftige Belastung auf die Unternehmen zukommen wird. Daher sollten Sie selbst eine Insolvenz der beiden Unternehmen nicht ausschließen. Ich habe meinen Lesern deshalb zum jetzigen Zeitpunkt von einem Einstieg abgeraten.

Mein Rat: Verbrennen Sie sich an RWE oder E.ON nicht die Finger

Es gibt doch viele andere Investments bei denen Sie nachts ruhig schlafen können und trotzdem gutes Geld verdienen.

Spaß macht mir zum Beispiel der Reisekonzern TUI. Dieser 100%-Depotwert liegt schon satte 70% im Plus. Wie es mit diesem Unternehmen weiter geht, lesen Sie in meiner aktuellen 100%-DEPOT-Ausgabe.

Hier empfehle ich meinen Lesern auch das profitabelste Biotech-Unternehmen der Welt.
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Und noch eins: Zögern Sie angesichts der aktuellen Lage bitte nicht, in Aktien zu investieren. Denn es gibt keine bessere Möglichkeit, sein Vermögen vor möglichen Repressionen zu schützen. Denn mittelfristig müssen wir uns wohl alle auf eine Art Enteignung einstellen, die Sichtguthaben und Ersparnisse „rasieren“ wird. Wir bleiben auf der Kaufseite. Ich hoffe, Sie auch.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße

Ihr

Dieter Wendt
Chefredakteur 100%-DEPOT

PS: Und noch etwas spricht für Aktien: Aufgrund  der Niedrigzinsen erhöhen viele Staats- und Pensionsfonds ihr Aktienquoten gewaltig. So will der japanische Pensionsfonds die Gewichtung von sowohl japanischen als auch ausländischen Aktien von bisher jeweils 12 auf nun 25% ausweiten. Auch in anderen Ländern wie China oder Norwegen gibt es ähnliche Bestrebungen.
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