Börse, Wirtschaft, Lifestyle - Was Anleger & Börsenprofis bewegt

Ausgabe vom 07. September 2015


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Amazon und Facebook:
Höher, schneller, weiter –
Folgen Sie diesen Giganten!  

   

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV, wird bei der Bewertung einer Aktie sehr gerne zu Rate gezogen, lässt sich doch anhand dieser Kennzahl sehr genau nachverfolgen, wie sich der Gewinn des Konzerns im Verhältnis zum Kurs der Aktie in der Vergangenheit entwickelt hat, wie der Konzern im Vergleich zur Konkurrenz oder dem Marktdurchschnitt aktuell dasteht und wie die Gewinnaussichten des Unternehmens sind sowie welche Kurspotenziale sich daraus ergeben.

Auch ich nutze diese Kennzahl sehr häufig bei meinen Analysen. Natürlich ist sie nur eine von vielen weiteren Faktoren, die wir in diesem Zusammenhang prüfen. Aber man kann das KGV durchaus als eine wesentliche Größe der Aktienanalyse bewerten. Doch wie immer gibt es auch hier die Ausnahme von der Regel. Denn bei einigen Unternehmen lässt sich das Kurspotenzial mit dem KGV einfach nicht messen. Sie sind völlig losgelöst von nüchternen Bilanzkennzahlen zu betrachten – sie sind also Exoten.

Keine Angst: Ich will sie hier nicht zu vermeintlichen Geheimtipps verleiten. Diese Exoten von denen ich spreche, sind keine unbekannten Start-Ups, sondern echte Flaggschiffe der Weltwirtschaft. Sie sind groß geworden, weil sie den richtigen Riecher für Trends der Zukunft hatten und diese nachhaltig und mit dem richtigen Know How weiterentwickelt haben. Sie investieren nahezu jeden feien Dollar oder Euro wieder direkt in ihr Unternehmen, um es weiter voranzubringen. Dementsprechend fällt der Gewinn meist weniger üppig, das KGV dafür umso utopischer aus. Doch wegen ihrer enormen Zukunfts- und Wachstumsaussichten ist diese Bewertungskennziffer wenig aussagekräftig. Sie brauchen Beispiele? Gerne.

Amazon: Vom kleinen Buchhandel unter die Top-10 der Börsenschwergewichte

Amazon ist eine der größten Erfolgsstorys der Internet-Ära. Ob Unternehmensgründer Jeff Bezos vor zwei Jahrzehnten im 40. Stock eines New Yorker Wolkenkratzers schon genau diesen Plan hatte? Aus einem kleinen Online-Buch-Handel ein Weltimperium zu machen? Wir wissen es nicht. Fakt aber ist: Amazon wurde innerhalb von nur zwei Jahrzehnten zum weltumspannenden Giganten mit einem stetig wachsenden Jahresumsatz (2014: 89 Mrd. Dollar), der nicht nur dem stationären Einzelhandel zusetzt, sondern mit seinem Cloud-Geschäft auch unzählige Start-Ups am Laufen hält.

Zudem ist die Expansion noch lange nicht abgeschlossen: Der 51-jährige Konzernlenker Bezos hat nach eigenen Aussagen noch so einiges auf dem Schirm. Nach wie vor wird nahezu jeder eingenommene Dollar in den Ausbau des Geschäfts gesteckt. Gewinn bleibt da nur wenig hängen. Die Aktionäre stört der Verzicht auf Dividenden offenbar dennoch nicht. Der Aktienkurs kennt seit Jahren nur den Weg in Richtung Norden: Allein in den letzten fünf Jahren hat der Kurs um 380% zugelegt. Aktueller Börsenwert: 211,67 Mrd. Dollar. Damit gehört Amazon zu den Top-10 der Börsenschwergewichte der Welt.

Gigantisch! Denken Sie groß und größer für Ihr Investment

Wir haben es bei Amazon also mit einem echten Giganten zu tun. Stillstand kennen diese Giganten nicht. Sie denken weiter, höher und schneller.

Der von Amazon eigens entwickelte E-Book-Reader Kindle wurde 2007 auf den Markt gebracht und aktuellen Schätzungen zufolge bis dato weltweit rund 30 Millionen mal verkauft. Zwar geht aufgrund der wachsenden Nutzung von Tablets und Smartphones der E-Book-Reader-Absatz mittlerweile leicht zurück. Doch das Kindle-Prinzip ist und bleibt ein Meilenstein: Man kauft sich ein Kindle E-Book, liest morgens am Frühstückstisch die Einleitung, steigt in die U-Bahn und liest dort auf dem Mobiltelefon auf dem Weg zur Arbeit über die Kindle-App mal eben das nächste Kapitel, um dann nach Feierabend zu Hause mit dem Reader wieder genau an der Stelle weiterzulesen, bei der man aus der U-Bahn gestiegen ist. Dieses Kindle-Prinzip hat Amazon wahrhaft einen Riesenerfolg beschert.

Facebook: Mit der berüchtigten „goldene Nase“ zum Weltkonzern

Noch ein Beispiel? Kein Problem. Nehmen wir Facebook: Erst seit 2012 an der Börse, hat die Aktie bereits gut 132% zugelegt. Das KGV liegt bei stattlichen 42,6 auf Basis der für 2015 erwarteten Gewinne. Und dennoch trauen viele Analysten der Aktie noch deutliches Kurswachstum zu. Warum: Facebook hat die berüchtigte „goldene Nase“. Unternehmensgründer und CEO Mark Zuckerberg investiert viel in neue Technologien.

Sensationellster Einkauf war wohl die Übernahme des Kurznachrichtendienstes WhatsApp für 19 Mrd. Dollar. Für das Start-Up Oculus, das eine Art „Zauberbrille“ für Computerspiele bzw. Videokonferenzen entwickelt hat, machte der dynamische Konzernboss 2 Mrd. Dollar locker. Der Einstieg im Jahr 2012 bei der Foto-Plattform Instagram für 1 Mrd. Dollar hat sich für Facebook bereits mehr als ausgezahlt.

Instagram boomt, die Zahl der Nutzer steigt. Und Facebook will immer mehr Nutzer gewinnen. Dafür verbessert er den Dienst permanent weiter. Konnten früher nur (entsprechend dem früheren Polaroid-Format) quadratische Fotoaufnahmen in der Community gepostet werden, sind seit Kurzem auch Bilder im Hochkant- und Querformat möglich. Zudem besserte das boomende Foto-Netzwerk vor einigen Tagen mit einem Update eine Funktionalität nach, die erst Ende 2013 eingeführt wurde – das Feature Instagram Direct. Bereits 85 Mio. Menschen nutzen Instagram Direct jeden Monat aktiv und verschicken darüber Nachrichten. Grund genug, um den Foto-Versand, der bislang auf die Auswahl von Bildern aus dem Smartphone-Archiv beschränkt war, auszubauen. Künftig können Nutzer nun auch Fotos aus dem News Feed durch Tippen auf das Pfeil-Symbol unterhalb der Beiträge privat versenden, wie es bei Postings bei Facebook längst geläufig ist.

Facebook-Aktie im Korrekturmodus – Wir nehmen das genauer unter die Lupe

Und Facebook steht trotz all dieser Veränderungen innerhalb kürzester Zeit nicht still: Im ersten Halbjahr hat das soziale Netzwerk 2,2 Mrd. Dollar für den Bereich Forschung und Entwicklung bereitgestellt. Bei einem Umsatz von 7,6 Mrd. Dollar macht das eine stattliche F&E-Quote von 29%. Das belastet den Gewinn, bringt aber unglaubliche Wachtsumsperspektiven. Und genau deswegen hat mein Kollege Jürgen Schmitt im BÖRSEN-SPIEGEL die Facebook-Aktie schon lange im Visier. Zuletzt hatte die Aktie im Zuge der allgemeinen Marktschwäche deutliche Kursrücksetzer zu verzeichnen.

Doch in den vergangenen Tagen gab es hier wohl einige interessante Neuigkeiten, wie mir Jürgen Schmitt verriet. Und deshalb hat unsere BÖRSEN-SPIEGEL-Redaktion das Papier in ihrer heute erscheinenden Ausgabe für ihre Leser noch einmal genauestens unter die Lupe genommen.

Mein Tipp an Sie: Sie haben als Leser unseres Newsletters BÖRSEN-SPIEGELdaily in dieser Woche die exklusive Chance, an unserem großen Schnupper-Abo (12 Wochen den BÖRSEN-SPIEGEL für NUR 149 Euro testen) teilzunehmen. Ein Schnäppchen, dass Ihnen jede Menge Mehrwert bringen wird, soviel steht fest. Und wenn Sie schnell sind, dann sichern Sie sich HIER und JETZT auch die aktuelle Ausgabe mit der großen Analyse zu Facebook.

Ihnen allen einen guten Start in die Börsenwoche.

Ihre
Cindy Ullmann


Termine der Woche – Ihre BÖRSEN-SPIEGEL-Woche im Überblick

Montag, 7. September 2015

Konjunkturdaten:
Deutschland: Industrieproduktion 07/15
EU: Sentix-Konjunkturindex 09/15
EU: EZB Monatsbericht 08/15

Hinweis: Die Börse in den USA ist wegen des Feiertags geschlossen.

Dienstag, 8. September 2015

Konjunkturdaten:
Deutschland: Handelsbilanz 07/15

Unternehmensdaten:

Deutschland:
Air Berlin: Verkehrszahlen 08/15

Mittwoch, 9. September 2015

Konjunkturdaten:
Deutschland: Verband der Chemischen Industrie, Quartalsbericht Q2/15

Unternehmensdaten:

Deutschland:
Lufthansa: Verkehrszahlen 08/15

Schweiz:
Logitech: Hauptversammlung, Lausanne

USA:
Apple: Neuheiten-Präsentation

Donnerstag, 10. September 2015

Konjunkturdaten:
14:30 USA: Im- und Exportpreise 08/15
16:00 USA: Lagerbestände Großhandel 07/15

Unternehmensdaten:

Deutschland:
Fraport: Verkehrszahlen 08/15

Freitag, 11. September 2015

Konjunkturdaten:
08:00 Deutschland: Großhandelspreise 08/15
08:00 Deutschland: Verbraucherpreise 08/15
14:30 USA: Erzeugerpreise 08/15
16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 09/15
EU: Moody's Ratingergebnis für Irland
EU: S&P Ratingergebnis für Griechenland

Unternehmensdaten:

Deutschland:
Gerry Weber: Q3-Zahlen


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