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Ausgabe vom 04. September 2015


  • IFA – Warum das Who-is-Who der Tech-Giganten sich in Berlin trifft  


 

IFA – Warum das Who-is-Who der Tech-Giganten sich in Berlin trifft 


   
   

von Cindy Ullmann

Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute geht unser Blick nach Berlin. Bis Mittwoch sind hier ab heute die Tore der 55. Internationalen Funkausstellung (IFA) für die Besucher geöffnet. Die IFA gehört zu den ältesten Industriemessen Deutschlands und findet jährlich im Sommer in den Messehallen unter dem Berliner Funkturm statt. Bereits 1924 fand die Messe zum ersten Mal statt.

Ziel der IFA ist es, dem breiten Publikum die neuesten Produkte aus dem Bereich Unterhaltungs- und Haushaltselektronik vorzustellen. Zahlreiche Weltneuheiten sind bereits auf der IFA präsentiert worden. So wurde hier 1933 der Volksempfänger vorgestellt. 1935 feierte dann das erste Tonbandgerät Premiere. Worauf 1967 dann der erste Farbfernseher folgte. 1985 gab es eine erste Demo des hochauflösenden Standards HDTV. Und noch vieles mehr.


Neuheiten und Unterhaltung ziehen die Massen an

Neben den zahlreichen Neuheiten zieht die weltweit bedeutendste Fachmesse ihrer Art neben der CES in Las Vegas aber auch viele Besucher wegen Ihrer Show-Acts an. Denn anders als die Fachmesse CES ist die IFA in erster Linie eine Publikumsmesse mit einem umfangreichen Unterhaltungsprogramm.

Ich weiß noch, wie meine Oma, die technisch total uninteressiert war, jeden Sommer zur IFA ging, nur um Dieter Thomas Heck, den Moderator der „Hitparade“ einmal persönlich zu sehen. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere unter Ihnen noch an diese Sendung.


IFA ist zum achten Mal in Folge komplett ausgebucht

Da die Fernsehstars damals einen viel größeren Stellenwert hatten als heute, war das Interesse, einmal einen Blick auf die Stars und Sternchen zu erhaschen, natürlich viel größer. Doch auch heute erfreuen sich die Konzerte und TV-Shows im Fernsehgarten großer Beliebtheit.

Überhaupt ist die IFA immer noch ein wahrer Publikumsmagnet. Im Jahr 2014 kamen 240.000 Besucher. Kein Wunder, dass die Messe trotz der vergrößerten Fläche von 150.?000 Quadratmetern zum achten Mal in Folge komplett ausgebucht ist. Aufträge im Wert von gut 4 Mrd. Euro sollen auch dieses Mal wieder auf der Leitmesse vereinbart werden.


Ob Anbieter von Drohnen, intelligenten Haushaltsgeräten oder Virtual-Reality-Gaming,…

Die Ausstellerliste liest sich wie das Who-is-Who der deutschen und internationalen Unterhaltungs- und Tech-Branche. Denn inzwischen nutzen auch viele Hersteller aus der traditionellen PC-Branche die Messe für einen Auftritt. Hier darf einfach keiner fehlen.

Schon jetzt blickt die Branche gespannt auf das Weihnachtsgeschäft. Nur die TV-Hersteller klagen. Dafür boomen Smartphones und Wearables.

Die Verkaufsschlager der Konsumelektronik sind mehr denn je Smartphones. Allein in den ersten sechs Monaten wurden fast 11,4 Mio. Geräte verkauft, ein Plus von 7%. Der Umsatz kletterte sogar um 17% auf 4,4 Mrd. Euro, weil die Preise kräftig anzogen. Allein für die mobilen Alleskönner gaben die Bundesbürger damit erstmals mehr als für alle neuen TV-, Video- und Audiogeräte zusammen aus.


… hier darf einfach keiner fehlen

Aber auch Anbieter von Drohnen, intelligenten Haushaltsgeräte und Virtual-Reality-Gaming dürfen auf dieser Messe nicht fehlen. Ein besonderes Augenmerk wird in diesem Jahr auf den vernetzten Haushalt gelegt. Hersteller von Waschmaschinen, Kühlschränken und allem anderen, was ein Haushalt benötigt, tummeln sich auf der Messe.

Waschmaschinen, Heizungsregler, Rauchmelder, Steckdosen, Glühbirnen, Türschlösser. All diese Dinge sind zukünftig ans Internet angeschlossen. Über Apps lassen sich die Geräte einfach per Smartphone steuern. Die IT-Marktforschungsfirma Gartner schätzt, dass aktuell weltweit 100 bis 200 Mio. Haushalte vernetzte Geräte haben. Zum Jahr 2020 sollen es 500 bis 700 Mio. sein.


Der vernetzte Haushalt ist der kommende Megatrend, auf den alle Anbieter setzen

So sorgen clevere Saugroboter in Abwesenheit des Besitzers für ein sauberes Zuhause. Auch der Haushaltsgeräte-Hersteller Miele stellt auf der IFA erstmals eine mitdenkende Waschmaschine vor. Sie soll unter anderem verhindern, dass der Benutzer zu viel Waschmittel verbraucht.

Die Firma Bosch stellt einen Kühlschrank vor, der Temperatur und Luftfeuchtigkeit je nach Lebensmittel ändern kann. Ein anderer ist mit einer Kamera versehen, die den Kühlschrankinhalt überwacht und per Smartphone abgerufen werden kann. Vorbei ist die Frage im Supermarkt, was man noch im Kühlschrank hat oder braucht.


Miele, Bosch und Samsung sind nur einige Firmen, die den Menschen das Leben leichter machen wollen

Der Hersteller Samsung stellt auf der IFA sein aktuelles Smart-Home-Konzept vor, zu dem auch ein Sensor im Bett gehört. Das flache Gerät mit dem Namen „SleepSense" soll den Schlaf des Besitzers überwachen und die Haustechnik an dessen Bedürfnisse anpassen. So soll das Licht ausgehen, wenn Sie einschlafen und zum Aufwachen die Kaffeemaschine von alleine anspringen. Damit dies ohne Probleme funktioniert, sollen in spätestens fünf Jahren alle Hausgeräte von Samsung vernetzt sein.

Die russische IT-Sicherheitsfirma Kaspersky Lab denkt noch weiter und hat einen Chip entwickelt, der den Kunden unter die Haut gesetzt wird. Er dient dazu, den Träger zu identifizieren. Das ist aber hoffentlich noch Zukunftsmusik.

Sie sehen selbst, das vernetzte Haus ist der Megatrend, auf den viele Unternehmen aufspringen und sich positionieren. Doch nicht nur die Tech-Giganten wie Apple, Samsung und Co. erwarten sich hier wahre Umsatzschübe, nein auch die Versicherungsbranche will ein großes Stück vom Smart-Home-Kuchen abhaben.


Auch die Versicherungen wollen vom Smart-Home-Trend profitieren

Jetzt raten Sie mal mit was? Ganz einfach mit Sicherheitsausrüstungen für Ihr Zuhause. Gerade ist der größte deutsche Versicherer eine Kooperation mit Panasonic eingegangen. Kurz vor der Internationalen Funkausstellung in Berlin besiegelten sie die Zusammenarbeit für ein Sicherheitspaket. Für einen bestimmten Preis erwirbt der Kunde eine Reihe von Sensoren für Wasser, Glasbruch, Türen oder Fenster, komplett mit einer Zentrale und einer Sirene. Sie können sicher sein, dass andere Unternehmen ebenfalls auf diesen Zug aufspringen werden.

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Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße

Ihre
Cindy Ullmann

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