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Ausgabe vom 27. August 2015



  • Pressespiegel: Erholung an den Aktienmärkten – Zu früh gefreut?



 


Pressespiegel: Erholung an den Aktienmärkten – Zu früh gefreut?



   

von Martina Bisdorf
Redaktion BÖRSEN-SPIEGEL        FacebookLike   TwitterFollow

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

was für eine Achterbahnfahrt haben da die Weltbörsen diese Woche aufs Parkett gelegt! Nach einem schwarzen Montag und einem turnaroundverdächtigen Dienstag steht der deutsche Leitindex DAX gerade bei 10.314 Punkten, das sind über 3% Plus allein an diesem Vormittag.

Weltindizes auf Erholungskurs

Der Index der mittelgroßen Werte MDAX stieg heute um 2,4% auf 19.595 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDAX legte um fast 3% auf 1.691 Zähler zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx50 zog ebenfalls um fast 3% an.

Auch an den Börsen Asiens ging es heute durch die Bank aufwärts. Die schwer gebeutelten chinesischen Aktienmärkte erholten sich besonders kräftig. Sorgen um die Wirtschaft des Landes hatten den jüngsten Rutsch an den globalen Börsen ausgelöst. Auch der Wall Street war zur Wochenmitte ein Comeback nach dem jüngsten Einbruch gelungen.

Experten warnen allerdings vor zu großem Optimismus. Es brauche schon einige weitere gute Handelstage, um das Vertrauen und die Zuversicht der Anleger nach den jüngsten Turbulenzen wieder herzustellen, äußerte beispielsweise der Analyst Michael Hewson vom Wertpapierhändler CMC Markets UK.


Experten sehen die Sache differenziert bis skeptisch

Nachdem wir Sie die Woche über auf dem Laufenden gehalten haben, wobei das rasante Tempo der Welt-Kapitalmärkte auch uns vor große Herausforderungen gestellt hat, habe ich Ihnen für heute einige Expertenmeinungen zur Entwicklung an den Börsen zusammengestellt. Interessant dürfte für Sie hier vor allem der Ausblick der Analysten sein.

Mit dabei ist auch Dieter Wendts Einschätzung, die er in seinem 100%-DEPOT am Dienstag abgegeben hat. Auf mehrfachen Leserwunsch hin veröffentliche ich einen Auszug aus seinem Kommentar für Sie. Der Artikel untermauert und ergänzt seine Aussagen, die er hier im BÖRSEN-SPIEGELdaily ebenfalls am Dienstag getroffen hat.


Das meinen die Experten:

Aktien-Spezialwerte
Vom 26. August 2015

„Fear & Greed Index“ schlägt extrem in Richtung Angst aus

„Die letzten zwei Börsenwochen waren nichts für schwache Nerven. Werden die rund 300 Punkte eingerechnet, die der deutsche Leitindex DAX im nachbörslichen Handel am Dienstagabend noch verlor, so liegt das Zweiwochenminus bei 13,0% auf einen Stand von unter 10.000 Punkten. Bislang scheinen uns die (ohnehin unsicheren) Daten aus China aber keinesfalls so schwach zu sein, um die starken hiesigen Kurseinbrüche auch fundamental zu rechtfertigen. Zudem sind trotz der zweifellos wichtigen Rolle Chinas für die Weltwirtschaft (15% der Weltwirtschaftsleistung) auch die Relationen zu beachten. Die Volkswirtschaften der USA und Europas zeigten zuletzt robuste Daten und die Exporte nach China machen für die USA und den überwiegenden Teil der Eurozone gerade einmal rund 1% ihrer entsprechenden Wirtschaftsleistungen aus. Wir wissen nicht, wann der Ausverkauf endet und ob beispielsweise der DAX in zwei Wochen weitere 1.000 Punkte tiefer steht oder sich bereits wieder erholt haben wird. Festgestellt werden kann aber bereits jetzt, dass die technischen Indikatoren auf ein extrem hohes Maß an Angst hindeuten, was gewöhnlich eine bevorstehende Bodenbildung anzeigt. So zeigte der von CNN Money entwickelte „Fear & Greed Index“ (Angst & Gier Index) am Dienstagabend mit einem Punktestand von 3 auf einer Skala von 0 bis 100 extreme Angst an.“

Das 100%-DEPOT
Vom 25. August 2015

Blitz-Crash schüttelt Aktienmärkte kräftig durch

„Ich verfolge die Börse nun schon seit vielen Jahrzehnten und solche Kursbewegungen habe ich zuvor noch nie erlebt. Die wertvollsten Unternehmen der Welt wie Apple, Google oder auch Walt Disney schwankten innerhalb von wenigen Stunden um teilweise über 20%. Einige Werte brachten es fertig, 50% über dem Tagestief zu schließen! Es gab bereits viele Crashs und es wird sie auch immer wieder geben, aber ich behaupte, dass es so etwas zuvor noch nicht gegeben hat. Doch die Kapitulation wäre der falsche Weg - im Gegenteil: es geht nach wie vor kein Weg an Aktieninvestments vorbei. In China schrillen derzeit die Alarmglocken. Trotz zahlreicher staatlicher Eingriffe kollabieren die Börsen weiter. Doch wer glaubt, dass die Chinesen bereits mit ihrem Latein am Ende wären, der dürfte schon bald eines Besseren belehrt werden. Der Pragmatismus der Chinesen dürfte dazu führen, dass alles unternommen wird, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Deshalb gehe ich davon aus, dass schon bald ein gigantisches Konjunkturprogramm aus der Taufe gehoben wird. Zusätzlich dürfte die Notenpresse angeworfen werden, um frisches Geld in die Märkte zu pumpen. Dies halte ich zwar für bedenklich, es wird aber die Aktienmärkte wieder antreiben. Der Spuk dürfte deshalb schon bald zu Ende sein.“


Börse Easy
Vom 26. August 2015  

Börse im Ruhe- oder im Verschnaufmodus?

„Den Einbruch, den in Europa insbesondere der DAX hinnehmen musste, hat man lange nicht gesehen - erst recht nicht innerhalb eines Tages. Unter den Investoren besteht massiver Zweifel, ob die Wirtschaftsdaten aus dem Reich der Mitte tatsächlich für bare Münze genommen werden können. Die Vorteile der deutschen Wirtschaft erweisen sich als Gefahr: Der generell hohe Anteil der Ausfuhren am hiesigen BIP und die enormen Gewinne aus dem China-Geschäft im Besonderen machten die Anleger nachdenklich, ob DAX & Co. tatsächlich die hohen Bewertungen verdienten. Seit der kurzfristigen Erholung bis 11.670 Zähler rutschte der DAX um bis zu 17,3% ab. Seit seinem diesjährigen Top im April sogar um bis zu 22%. Nutzen Anleger also die niedrigeren Kurse jetzt, um in den deutschen Markt einzusteigen? Das kann niemand endgültig beantworten! Auch wenn es am Dienstag eine tolle Erholung gab, die von der chinesischen Notenbank getrieben war: Sie senkte Zinsen und den Mindestreservesatz der Banken. Optimisten wie Pessimisten haben gute Argumente. Die Kurse werden weiter unverändert stark schwanken.“


Keiner kann in die Glaskugel schauen – Verlassen Sie sich auf erfahrenes Expertengespür

Wie Sie sehen, zeichnet sich schon heute ab, dass Dieter Wendts Gespür für die Märkte untrüglich ist. Bereits am Dienstag setzte er auf eine Erholung, ohne die Situation jedoch zu verharmlosen. Wenn Sie wissen wollen, welche Handlungsweise der Chefredakteur des 100%-DEPOT Ihnen als Anleger empfiehlt und auf welche Titel er erfolgreich setzt, bestellen Sie jetzt sein 100%-DEPOT, das wir Ihnen in Anbetracht der augenblicklichen Gemengelage diese Woche nochmals für günstige 79,- Euro (anstatt 199 Euro) für 3 Monate zum Test anbieten.

Mit diesen Eindrücken zum turbulenten Geschehen an der Börse wünsche ich Ihnen einen guten Tag.

Herzliche Grüße

Ihre
Martina Bisdorf

PS: Auf Unternehmensseite profitieren heute zwei DAX-Werte besonders von der Erholung: Der Medizinkonzern Fresenius überzeugte mit seinen Dividendenplänen. Die Papiere verteuerten sich daraufhin um 4,62%. Auch der Halbleiterhersteller Infineon zählt mit einem Plus von 4,69% zu den Favoriten. Analysten erklären dies mit einer Kaufempfehlung der Investmentbank Oddo Seydler und den starken Vorgaben von der Wall Street, wo Technologie-Schwergewichte zu den besten Werten gehört hätten.





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